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Verzicht auf Wendeschleife in Wietstock

Straßenbau Verzicht auf Wendeschleife in Wietstock

Nach mehr als zehn Jahren Planung kann nun der Ausbau des Märkisch Wilmersdorfer Wegs in Wietstock beginnen. Die Stadt hat mit den Anwohnern einen Kompromiss geschlossen und verzichtet dort auf den Bau der umstrittenen, teuren Buswendeschleife – sie muss jetzt woanders entstehen.

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Das Kopfsteinpflaster am Märkisch Wilmersdorfer Weg.

Quelle: Foto: Abromeit

Wietstock. Mehrere Dutzend Wietstocker verließen am Montagabend zufrieden das Dorfgemeinschaftshaus: Es gibt nach einer Unterschriftensammlung keinen neuen Zoff im Ort. Der so sehr ersehnte Ausbau des Märkisch Wilmersdorfer Weges in diesem Ludwigsfelder Ortsteil beginnt noch dieses Jahr, aber wunschgemäß ohne Bushaltestelle und ohne Wendeschleife.

Die Anwohner dieser Kopfsteinpflasterstraße warten seit mehr als zehn Jahren auf diesen Ausbau. Vor allem beim Vorbeidonnern der Laster in Richtung des kleinen Gewerbegebiets am Dorfende poltert es mächtig. Außerdem gleicht das Befahren dieses Weges mit dem Pkw einer Schlagloch-Schlängeltour. Dennoch ist der knapp drei Kilometer lange Weg zum Nachbarort Märkisch Wilmersdorf eine beliebte Abkürzungsstrecke zwischen den beiden Landesstraßen L 79 und L 795. Bereits vor Jahren waren sich die Städte Ludwigsfelde und Trebbin einig: Wenn diese Straße ausgebaut wird, dann passiert das gemeinsam. Entsprechend den Gemarkungsanteilen trägt Ludwigsfelde zwei, Trebbin ein Drittel der Ausbaukosten.

Ludwigsfelder Bürgermeister bei Ortsbeiratssitzung

Der Bau von Bushaltestelle und Wendeschleife wäre kompliziert. Denn auf einer Seite geht es den Hang zum Feld hinauf, auf der anderen Seite gibt es Tiefgaragen. Dorthin sollte ebenso wenig Regenwasser fließen wie auf die Hauptstraße. Nach der Unterschriftensammlung gegen die wenigen Schulbusse vor der Haustür spart sich die Stadt vorerst die rund 100 000 veranschlagten Euro für Haltestelle und Wendeschleife an diesem Weg. Dafür soll nun gemeinsam eine andere Stelle gefunden werden, denn gebraucht wird der Schulbus. Um alle Beteiligten an einen Tisch zu bekommen, hatte die jüngste Ortsbeiratssitzung eher den Charakter einer Anwohnerversammlung. Eingeladen und gekommen war neben den Baufachleuten aus dem Rathaus Ludwigsfelde auch Bürgermeister Andreas Igel (SPD). Er erklärte, dass die vorerst gesparten Kosten für Haltestelle und Wendeschleife jedoch nicht von den Anliegerbeiträgen abgezogen würden, „diese Kosten trägt die Stadt komplett“.

Für seinen Stellvertreter und Baufachbereichsleiter Torsten Klaehn wäre der Ersatzstandort am Friedhof, dort hinter den Alleebäumen hätten wendende Busse durchaus Platz. Zufrieden mit dieser Idee ging auch Ortsvorsteher Benno Bleifuhs nach Haus: „Das war mal eine positive Veranstaltung im Gegensatz zu vorherigen Versammlungen.“ Wie berichtet hatte es mehrere Streitfälle im Dorf gegeben. Entsteht später eine Bushaltestelle mit Wendeschleife neben dem Friedhof, dann wäre das auch die von Bleifuhs favorisierte Variante: „Dieses Areal muss sowieso dringend in Angriff genommen werden.“

Von Jutta Abromeit

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