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Viele Fragen vor Ankunft der Flüchtlinge

Inforunde zur Thermohalle im Luckenwalder Biopark Viele Fragen vor Ankunft der Flüchtlinge

Bis zu 300 Flüchtlinge sollen ab Januar in einer Thermohalle am Luckenwalder Biotechnologiepark untergebracht werden. Ihre Fragen konnten die Anwohner am Montagabend in einer Infoveranstaltung vor Ort loswerden.

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Im Podium (v. l.): Elisabeth Herzog-von der Heide, Kornelia Wehlan und Solweig Bohn.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Wer die Infoveranstaltung zur geplanten Flüchtlings-Thermohalle am Montag im Luckenwalder Biopark besuchen wollte, musste sich ausweisen. Vorwiegend Anwohner und ansässige Firmen sollten die Möglichkeit haben, ihre Fragen loszuwerden. Bis zu 300 Flüchtlinge sollen ab Januar in der Traglufthalle untergebracht werden.

Anwohner Peter Krügler lobte die gegenwärtige Polizeipräsenz am Biopark, wünscht sich diese aber auch über die Bauphase hinaus. „Wir haben über Jahre dafür gekämpft, dass jede dritte Laterne leuchtet, jetzt ist alles dort hell erleuchtet, das wünschen wir uns auch für die Zukunft“, sagte er. Eine Straßenbeleuchtung für den Frankenförder Weg wünscht sich auch Anwohner Markus Schaldach. Er wollte zudem wissen, wie teuer die Thermohalle ist und ob die Flüchtlinge haftpflichtversichert sind. „Die Halle kostet monatlich 80 000 Euro“, erklärte Guido Kohl, Sachgebietsleiter Asyl im Kreis. „Das klingt viel, ist aber eine preiswerte Lösung.“ In Deutschland sei grundsätzlich niemand verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Das gelte auch für Flüchtlinge, sagte Kohl. Die Leiterin der Polizeiinspektion Teltow-Fläming, Solweig Bohn, ergänzte: „Wenn Ihnen ein Radfahrer Ihr Auto beschädigt und nicht versichert ist, haben Sie Pech wie bei jedem deutschen Bürger auch.“ Sie räumte auch mit dem Vorurteil auf, Polizeibeamte seien angewiesen, Straftaten von Flüchtlingen nicht zur Anzeige zu bringen. „Das ist Quatsch“, sagte Bohn. „Das wäre Strafvereitelung im Amt. Damit würden auch wir uns strafbar machen.“

Ob man als Grundstückseigentümer eine mögliche Demo vor der Thermohalle verhindern kann, wollte Hannes Helmboldt, Angestellter im Biopark, wissen. In der Vergangenheit habe man solche Veranstaltungen dulden müssen, räumte Solweig Bohn ein, „aber sie richteten sich gegen die Menschenwürde der Flüchtlinge und inzwischen haben wir gute Argumente in der Hand, um derartige Aufzüge künftig zu verhindern.“

Welche Auswirkungen die Flüchtlinge auf die Schullandschaft haben, war eine weitere Frage. „Wenn eine Klasse mit 28 Schülern besetzt ist, dann wird kein weiteres Kind dort eingeschult“, sagte Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD). Wenn nötig, würde aber im nächsten Schuljahr ein zusätzlicher Klassenzug eröffnet. Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) bot als Fazit einen Tag der offenen Tür an, wenn die Halle fertig ist.

Von Elinor Wenke

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