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Teltow-Fläming Viele Glückwünsche und ein Tänzchen
Lokales Teltow-Fläming Viele Glückwünsche und ein Tänzchen
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00:24 30.12.2015
Ein Tänzchen mit Schwiegertochter Brigitte? Kein Problem für Jubilar Wilhelm Hildebrandt an seinem 95. Geburtstag. Quelle: Kunze
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Dennewitz

Wie wird man nur so alt und erfreut sich auch am 95. Geburtstag noch recht guter Gesundheit? Wilhelm Hildebrandt lacht verschmitzt und verrät sein Geheimnis: „Du darfst dich in keiner Lebenslage aufgeben, egal wie bescheiden sie auch ist!“

Zudem setzt er auf viel Sport und gesunde Ernährung. Bier und „Kurze“ sollte man möglichst meiden. Der Jubilar war in jungen Jahren begeisterter Geräteturner, vor Reck, Barren und Seitpferd hatte er keinerlei Respekt. Erst später wechselte er zum Kegelsport, dem er bis vor etwa drei Jahren frönte. Auch seinen Haushalt schmeißt er noch selbst, kocht und fährt sogar Auto. „Einkaufsfahrten nach Jüterbog haben wir ihm aber ausgeredet, bis zum Frisör nach Blönsdorf ,darf’ er aber noch“, berichtet lachend seine Schwiegertochter Brigitte. Bei ihr und seinem Sohn Dieter wohnt Hildebrandt.

Er wurde am 24. Dezember 1920 in Kropstädt, heute Landkreis Wittenberg, geboren. Dass seine Geburt mit dem Heiligen Abend zusammenfällt, hat ihn nie gestört: „Vielleicht waren meine Eltern sogar froh darüber. Geschenke gab es niemals üppig, denn ich wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf.“ Bald wohnte er bei der Großmutter; sie übernahm die Erziehung. „Für Führer, Volk und Vaterland“ musste der 20-Jährige 1940 an die Front. Der „Heldentod“ blieb ihm erspart, auch die anschließende Kriegsgefangenschaft in sowjetischen Lagern überstand er mehr oder weniger unbeschadet. „Vor allem da blieb ich meinem ehernen Grundsatz treu: Ich will und werde hier wieder rauskommen!“ 1950 kehrte er in die Heimat zurück und fasste in Dennewitz Fuß, zehn seiner schönsten Lebensjahre waren ihm geraubt worden.

Wilhelm Hildebrandt wollte quasi hoch hinaus, blieb aber auf dem Boden der Realität und erlernte den Dachdeckerberuf. Haus- und Kirchturmdächer wurden sein zweites Zuhause. Die größte Baustelle für ihn war die Neueindeckung des Jüterboger Rathauses.

In Dennewitz engagierte er sich für den Freizeitsport. Den SV 1813 Dennewitz hat er maßgeblich mit aufgebaut und noch heute ist er ein gern gesehener Gast bei Fußballspielen und Kegelturnieren.

Angefangen hatte es aber mit Leichtathletik und Geräteturnen. Als Sporthalle diente ein Saal, das heute zum „Wirtshaus zum Grafen Bülow“ gehört. Dort fand auch die Feier zum 95. Geburtstag statt. Wilhelm Hildebrandt nahm seinen Stock und zeigte aufs Parkett: „Darunter sind noch die Betonfundamente für die Turngeräte.“ Dass der Jubilar auch ohne seinen Stock noch ganz gut zu Fuß ist, bewies er flugs bei einem flotten Tanz mit seiner Schwiegertochter.

Denn mittlerweile hatten auch die „Fläming-Musikanten“ aus Marzahna aufgespielt. Für sie war dieser Tag ebenfalls ein Jubiläum. Sie bliesen zum ersten Mal vor 25 Jahren in ihre Instrumente, als Wilhelm Hildebrandt 70 Jahre jung wurde. Danach waren sie im Fünfjahres-Rhythmus immer wieder gern gesehene Gäste bei weiteren Jubelfeiern des Dennewitzers.

Zwei Kinder, sechs Enkel und neun Urenkel gehören derzeit zu Wilhelm Hildebrandts engstem Familienkreis. Fast alle kamen zur Feier. Die weiteste Anreise, nämlich aus Australien, hatte Enkeltochter Dorotee Braun mit Ehemann Henrik sowie den Kindern Kiara und Tim. Vor 18 Jahren wurde Brisbane an der Ostküste Australiens Dorotee Brauns neue Heimat. Die Wiedersehensfreude in der alten Heimat war auf allen Seiten riesig. Nur Hildebrandts bester Freund Edwin – die beiden Dachdecker sind seit 60 Jahren eng befreundet – konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Feier erscheinen.

Von H.-Dieter Kunze

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