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Viele engagierte Flüchtlingshelfer

Ludwigsfelder Bürgermeister gibt Überblick Viele engagierte Flüchtlingshelfer

In Ludwigsfelde gibt es viele engagierte Helfer, die sich um Flüchtlinge kümmern. Es kommen auch viele Spenden, die aber teilweise nicht nutzbar sind. Das sagte Bürgermeister Andreas Igel (SPD) nun vor der Stadtverordnetenversammlung.

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Das Rathaus von Ludwigsfelde

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Der Ludwigsfelder Bürgermeister Andreas Igel (SPD) hat allen ehrenamtlichen Helfern gedankt, die sich bei der Lösung des Flüchtlingsproblems engagieren. „Die Ehrenamtlichen leisten fast die ganze Arbeit. Die Stadt wird sie weiterhin unterstützen“, sagte Igel am Dienstagabend in der Stadtverordnetenversammlung, die mit einem Gedenken für die Terroropfer in Paris begonnen hatte.

Neben den ehrenamtlich tätigen Einzelpersonen würden sich Vereine, Institutionen, Kirchen und Firmen einbringen, sagte Igel. Ihre Angebote sind vielfältig: Es gibt etwa Sprachkurse und Verkehrserziehung für Kinder sowie kulturelle Angebote wie Ausflüge nach Berlin, Potsdam und Klaistow. Die Bibliothek beschafft spezielle Medien für den Bedarf der Flüchtlinge, die Benutzerordnung werde es auch auf Englisch geben. Zudem wird viel gespendet – wobei sich allerdings herausgestellt hat, dass viele der zur Verfügung gestellten Haushaltsgeräte nicht funktionstüchtig sind. Möbelspenden werden zurzeit nicht angenommen, weil dies die logistischen Möglichkeiten der Helfer überfordere.

Die Schulpflicht wird nach seinen Angaben durchgesetzt. Die Kinder erhalten vor dem Schulbesuch eine medizinische Untersuchung. Das Land habe zusätzliche Lehrerstellen bewilligt, sagte Igel. Es gibt aber zu wenig Sozialarbeiter und die Situation beim Wachschutz sei „extrem angespannt“.

Igel ist sich darüber im Klaren, dass nicht alle Maßnahmen zu einer erfolgreichen Integration führen werden. „Wir werden mit Rückschlägen leben müssen“, erklärte er. Gleichzeitig gebe es in Ludwigsfelde auch Bürger, die Angst haben angesichts des Flüchtlingszuzugs. Im Haushalt 2016 sollen zusätzliche Mittel für Bedürftige, darunter die Flüchtlinge, bereitgestellt werden.

Gegenwärtig sind in Ludwigsfelde 221 Flüchtlinge gemeldet, bei 132 fehlen noch die erforderlichen Papiere. 411 Asylbewerber müssen in diesem Jahr untergebracht werden, 2016 sind es nach aktuellen Prognosen 447. Am Birkengrund wird derzeit vom Kreis eine Thermohalle für 120 Menschen errichtet.

Wohnungen für bleibeberechtigte Flüchtlinge stehen in Ludwigsfelde momentan nicht zur Verfügung. Es sei aber ungewiss, wie groß der Bedarf sein wird. Laut Igel ist seit zwei Monaten ein verstärkter Auszug von Personen aus dem Westbalkan zu verzeichnen, weil ihre Chancen auf Asyl nur gering sind. Aktuell seien im Landkreis noch etwa 150 Personen aus dem Westbalkan untergebracht.

Von Stephan Laude

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