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Teltow-Fläming Viele offene Fragen zu Schul-Vorschlag
Lokales Teltow-Fläming Viele offene Fragen zu Schul-Vorschlag
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00:31 15.04.2018
Die Oberschule Rangsdorf hat derzeit 219 Schüler. Quelle: Fotos: Christian Zielke (2)
Rangsdorf

Mit seinem Vorschlag, eine neue Oberschule auf dem Bücker-Gelände zu errichten und das bisherige Gebäude als Grundschule zu nutzen, stößt Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) auf ein geteiltes Echo. Bei den Leiterinnen der betroffenen Schulen bleiben nach dem in der vergangenen Woche geäußerten Vorschlag noch viele Fragen offen.

Bettina Meinert, die Leiterin der Grundschule, kann der Idee des Bürgermeisters durchaus etwas abgewinnen. „Ich finde die Idee gut, weil sie unsere Schule entlasten würde“, sagt sie. Platznot ist seit vielen Jahren ein großes Thema für die Grundschule. Steigen die Schülerzahlen weiter an wie bisher, fehlt ein Klassenraum. Schon jetzt mangelt es an Räumen für Förder- und Teilungsunterricht.

Schulleiterin wünscht sich kleinere Klassen

An der Grundschule wird fast durchgängig dreizügig unterrichtet. Mit durchschnittlich 27 Kindern sind die Klassen zudem gut gefüllt. Eine zusätzliche Grundschule sollte zweizügig sein. „Wenn wir weiter zwei volle Klassen pro Jahrgang haben, ist uns auch nicht geholfen“, sagt Bettina Meinert. Eine zusätzliche Schule, so hofft sie, führt dazu, dass die Klassen kleiner werden, was den Unterricht verbessert.

Der vom Bürgermeister beabsichtigten Lösung für die Kapazitätsprobleme am Hort stimmt Bettina Meinert zu. Mit weniger Schülern und kleineren Klassen würde der bisherige Platz ausreichen. Die seit fünf Jahren geplante Erweiterung des Horts „Räuberhöhle“ wäre damit entbehrlich.

Größere Oberschule könnte Wettbewerb verschärfen

Für die Leiterin der Grundschule bleiben zahlreiche Fragen offen, die vor allem die geplante dreizügige Oberschule auf dem Konversionsgelände betreffen. Eine größere Schule verschärft den Wettbewerb um die Schüler in der Region und könnte zu Lasten der Herbert-Tschäpe-Oberschule in Dahlewitz und der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Dabendorf gehen, die in den kommenden Jahren erweitert werden soll. „Es wäre nicht gut, wenn andere Schulen Probleme bekommen“, sagt Bettina Meinert.

Auch für ihre Kollegin Annett Meincke, die Leiterin der Oberschule, ist vieles ungeklärt. „Es geht nicht nur um den Bau, sondern um das pädagogische Konzept“, sagt sie. Bislang habe sich die Oberschule mit 219 Schülern bewusst als kleine Schule positioniert. Egal ob Kosten, Personal und Genehmigung, es seien viele Dinge zu klären. „Wir werden uns in die Diskussion einbringen“, sagt Annett Meincke. Am 10. April soll der Vorschlag im Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Soziales ausgiebig diskutiert werden.

Bildungsministerium verweist auf kommunale Selbstverwaltung

Das Bildungsministerium hält sich mit einer Stellungnahme zurück und verweist auf das Schulgesetz, wonach die Schulträger, in dem Fall die Gemeinde, über Bau oder Auflösung einer Schule entscheiden. Eine Schule sei zu errichten, wenn der Bedarf besteht und der Betrieb gewährleistet ist. „Das im Grundgesetz garantierte Selbstverwaltungsrecht der Kommunen verbietet es der Landesregierung, sich in kommunale Aufgaben einzumischen, solange die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden“, teilt Ministeriumssprecher Ralph Kotsch mit. Da das Vorhaben im Ministerium bislang nicht bekannt ist, könne man dazu auch nicht Stellung nehmen.

Beide Schulen jetzt und in Zukunft

An der Grundschule Rangsdorf lernen derzeit 431 Schüler. Sie werden von 23 Lehrern unterrichtet.

24 Unterrichtsräume stehen zur Verfügung.

2016 gab es vom Land eine Auszeichnung für die Förderung der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Fächer).

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce ist ein Kooperationspartner der Grundschule.

In Zukunft sollen die Schülerzahlen laut Prognose des Landes stabil bleiben.

Die Oberschule Rangsdorf hat 219 Schüler. Dort sind 22 Lehrer beschäftigt.

Ein pädagogischer Schwerpunkt liegt auf der Berufsorientierung.

Für die Zukunft geht das Land Brandenburg von sinkenden Schülerzahlen aus.

Von Christian Zielke

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