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Vier schaffen die 1,0 und vier fallen durch

Letzter Schultag der Abiturienten des Friedrich-Gymnasiums Vier schaffen die 1,0 und vier fallen durch

Mit viel Witz und Verstand feierten die Abiturienten des Friedrich-Gymnasiums Luckenwalde ihren letzten Schultag vor der Verkündung ihrer Abiturnoten. Die Durchschnittsnote lag bei 2,1. Mit Sketchen und Parodien in der Turnhalle und mit Grillwürsten auf dem Schulhof verabschiedeten sie sich von ihren Lehrern und jüngeren Mitschülern.

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Bratwurst statt Pausenbrot auf dem Schulhof. Die Abiturienten grillten für ihre Abiball-Kasse.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. Mit viel Gelächter überbrückten die diesjährigen Abiturienten des Luckenwalder Friedrich-Gymnasiums ihre letzten Schulstunden bis zur Verkündung der Abiturnoten. Für das Lachen sorgten sie selber mit einer Vorstellung des Kurses „Darstellendes Spiel“ in der Turnhalle. Die sieben Darsteller brachten ein erstaunliches Programm auf die Bühne, bei dem ihnen vor allem Spontaneität und Schlagfertigkeit abverlangt wurde. Denn hauptsächlich mussten sie auf Stichworte aus dem Publikum reagieren. Und das gelang ihnen wirklich gut, wie zum Beispiel bei der ABC-Story, bei der jeder neue Satz mit dem nächsten Buchstaben im Alphabet beginnen musste. Wie bei einem Quiz traten zwei Gruppen gegeneinander an: Die „Two and a half women“ und „Die fantastischen Drei“. Die Lehrer bildeten die Jury.

 Die Zuschauer waren begeister von der Theatervorführung in der Sporthalle

Die Zuschauer waren begeister von der Theatervorführung in der Sporthalle.

Quelle: Hartmut F. Reck

Andererseits gaben die Laienschauspieler ihren Mitschülern aus den 10., 11. und 12. Klassen – die jüngeren hatten gestern regulären Unterricht – Rätselaufgaben zu lösen wie zum Beispiel, welche typischen Merkmale und Verhaltensweisen zu welchen Lehrern gehören. Die Lacher hatten sie alle auf ihrer Seite.

Spontan und schlagfertig reagierten die Darsteller auf die Vorgaben des Publikums

Spontan und schlagfertig reagierten die Darsteller auf die Vorgaben des Publikums.

Quelle: Hartmut F. Reck

Nach der Vorstellung wurde die Turnhalle artig aufgeräumt. Denn insgesamt ging dieser traditionell immer recht wild begangene letzte Schultag etwas gesitteter zu als in den Vorjahren. Nachdem der letzte Abiturjahrgang 2015 etwas zu sehr über die Stränge geschlagen hatte und fast jeden Klassenraum durch gestapelte Stühle und Tische sowie verbarrikadierte Treppenhäuser unbenutzbar gemacht wurde, stellte Schulleiter Michael Kohl diesmal ein paar Regeln auf, innerhalb derer sich die letzten Schulstreiche bewegen durften. Daran hielten sich die Zwölftklässler weitgehend bis hin zum anschließenden Aufräumen. Denn auch sie konnten nicht davon lassen, das Treppenhaus mit Hilfe von in Zickzackform gespannten Bändern zu einer Hindernisstrecke zu gestalten und mit hunderten von Luftballons die Flure zu bedecken.

 Mit dem Verkauf von Grillwürsten füllten die Schulabgänger die Kasse für ihren Abiball auf

Mit dem Verkauf von Grillwürsten füllten die Schulabgänger die Kasse für ihren Abiball auf.

Quelle: Hartmut F. Reck

Doch dann kam die Stunde der Wahrheit. Wohl zum letzten Mal betraten die 85 Abiturienten ihre Klassenräume, um sich die Abiturnoten verkünden zu lassen. Dabei dürfte manch einem das Lachen wieder vergangen sein. Zumindest bei den vier Schülern, die das Abitur nicht bestanden, aber in der nächsten Woche die Möglichkeit haben, es doch noch mit einer Nachprüfung zu retten. Viel Grund zum Lachen haben dagegen vier andere Schüler, die die Traumnote 1,0 erreichten. Die Durchschnittsnote liegt bei 2,1. „Insgesamt war es ein leistungsstarker Jahrgang“, sagte Schulleiter Kohl, „der auch sehr aktiv war und viel auf die Beine gestellt hat.“ Das wurde gestern wieder mal bestätigt.

Von Hartmut F. Reck

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