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Volkssolidarität feiert 70. Geburtstag

Festveranstaltung des Regionalverbandes im Luckenwalder Kreishaus Volkssolidarität feiert 70. Geburtstag

Den 70. Jahrestag der Volkssolidarität hat der Regionalverband Fläming-Elster mit einer Festveranstaltung gefeiert. Aktive Ehrenamtler wurden für ihr Engagement ausgezeichnet. Regionalgeschäftsführer Steffen Große verabschiedet sich zum 1. November.

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Mehrere Mitglieder der Volkssolidarität wurden am Freitag für ihr aktives ehrenamtliches Engagement ausgezeichnet.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Etwa 100 Mitglieder und Gäste der Volkssolidarität aus dem Regionalverband Fläming-Elster waren am Freitagnachmittag im Luckenwalder Kreishaus zusammengekommen, um den 70. Jahrestag der Volkssolidarität mit einer Festveranstaltung zu feiern. Der Wohlfahrtsverband war am 24. Oktober 1945 in Dresden gegründet worden.

„Wenn man heute 70 wird, ist man in aller Regel im Ruhestand oder angehalten, kürzer zu treten“, sagte Regionalgeschäftsführer Steffen Große, „bei unserem Verband kann davon keine Rede sein.“ Nach den schweren Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg und in der DDR-Zeit sei es nach der Wende im Regionalverband gelungen, in einem Reformprozess Traditionen und Visionen zu verbinden. Unter dem Motto „Miteinander – füreinander“ würden heute Senioren, Behinderte und Kinder betreut, soziale Dienste angeboten, aber auch Interessengruppen belebt und politische Mitbestimmung gepflegt.

Noch-Chef Steffen Große und seine Nachfolgerin Doreen Schulze

Noch-Chef Steffen Große und seine Nachfolgerin Doreen Schulze.

Quelle: Elinor Wenke

Große überraschte zudem die meisten Besucher mit einer Nachricht: Er verabschiedete sich. Ab 1. November ist er Regionalleiter des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes. Seiner Nachfolgerin Doreen Schulze als Geschäftsführerin übergab er den symbolischen Staffelstab. Sie war bisher Pflegedienstleisterin der Sozialstation in Luckenwalde.

Zudem wurden Mitglieder geehrt. Für ehrenamtliches Engagement wurden Ingrid Hahn aus Trebbin, Joachim Schmidt und Karin Niendorf aus Blankensee, Jutta Achtel aus Dobbrikow, Eva Scheer aus Luckenwalde, Marlies Wendel aus Frohnsdorf, Artur Richter aus Schönhagen, Gabriele Pluciniczak aus Berkenbrück und Rita Gaebler aus Schönefeld im Namen des Landes- oder des Regionalverbandes ausgezeichnet.

Zahlen und Fakten

2500 Mitglieder zählt die Volkssolidarität im Regionalverband Fläming-Elster.

550 Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich, 120 sind hauptamtlich beschäftigt.

Zwei Kitas in Luckenwalde und eine Kita in Herzberg werden von der Volkssolidarität betrieben und dabei mehr als 550 Kinder betreut.

Begegnungsstätten gibt es in Luckenwalde, Jüterbog und Finsterwalde.

73 Mitgliedsgruppen und zwei Sozialstationen gehören zum Regionalverband, hinzu kommen 30 Interessengruppen.

Im Landesverband Brandenburg der Volkssolidarität sind 740 Ortsgruppen, 38 672 Mitglieder und 4874 ehrenamtliche Mitarbeiter registriert.

Als Mitbegründer des Ortsverbandes der Volkssolidarität in Luckenwalde konnte der 93-jährige Günter Naumann aus Scharfenbrück begrüßt werden. Er war 1946 zum Ortssekretär gewählt worden. „Wir haben heute eine ähnliche Situation wie damals“, sagte der Senior der MAZ, „nach dem Krieg hatte Luckenwalde Tausende Flüchtlinge aufgenommen.“ Naumann appellierte an die Menschen, auch heute Solidarität mit Flüchtlingen zu zeigen.

Monika Nestler (Linke), Bürgermeisterin von Nuthe-Urstromtal und neue Vorsitzende des Beirates der Volkssolidarität, ermunterte die Mitglieder, weiterhin Menschen zu helfen und „ein Gegenlicht zu Kälte, Egoismus und soziale Not zu setzen“. Landrätin Kornelia Wehlan (Linke) verwies auf die Bedeutung der älteren Generation. „Schon heute ist jeder fünfte Einwohner älter als 65; im Jahr 2030 wird es jeder dritte sein“, sagte sie. Luckenwaldes Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) bewunderte, „wie findig, fündig und erfinderisch“ die Macher der ersten Stunde waren und lobte die Initiatoren von heute: „Jeder von Ihnen übernimmt Verantwortung. Sie sehen, wer Hilfe braucht und Sie helfen.

Von Elinor Wenke

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