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Teltow-Fläming Volkszählung beim seltenen Hirschkäfer
Lokales Teltow-Fläming Volkszählung beim seltenen Hirschkäfer
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05:55 18.05.2016
Die imposanten Hirschkäfer sind geschützt und in Brandenburg äußerst selten. Quelle: privat
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Luckenwalde

Naturbeobachter sollten in diesen Tagen die Augen offen halten für einen besonders imposanten Vertreter unter den Insekten – den Hirschkäfer. „Ein großer Kerl mit schwerem Geweih“, umschreibt Thomas Martschei vom Büro für Landschaftsökologische Gutachten und biologische Studien das Insekt. Er koordiniert im Auftrag des brandenburgischen Umweltamtes die Zählung der landesweiten Vorkommen. „Quasi eine Volkszählung beim Hirschkäfer“, erklärt Martschei und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Über die Verbreitung des seltenen, europäisch geschützten und in Brandenburg stark gefährdeten Hirschkäfers ist nur wenig bekannt, deshalb hatte das Landesumweltamt bereits im vergangenen Jahr eine solche Zählung in Auftrag gegeben. „Mit großem Erfolg“, konstatiert Thomas Martschei. Insgesamt gingen im vergangenen Jahr 87 Meldungen von Bürgern ein, viele mit entsprechenden Fotos und daher eindeutig zuzuordnen. „34 neue Fundorte konnten notiert werden, dafür gilt allen Meldern ein großes Dankeschön“, so Martschei.

Vor allem an alten, trockenen Laubbäumen halten sich Hirschkäfer gern auf. Quelle: privat

In den kommenden Tagen und Wochen haben nun Naturliebhaber und Spaziergänger in der Region Dahmeland-Fläming gute Chancen, einen Hirschkäfer – das Insekt des Jahres 2012 – anzutreffen. Der bis zu neun Zentimeter imposante Käfer ist vor allem in Bereichen mit alten Laubbäumen anzutreffen. Er lebt aber nicht nur in Wäldern, sondern auch in Gärten, Parks und Friedhöfen, an Alleen, auf alten Straßenbäume und in Streuobstwiesen. Zuverlässige Vorkommen gibt es beispielsweise im Baruther Urstromtal.

Die ersten Hirschkäfer erscheinen laut Martschei im Mai und können über den gesamten Sommer, insbesondere in den Abend- und Dämmerungsstunden, beobachtet werden. Das Männchen ist durch sein auffälliges „Geweih“ praktisch unverwechselbar. „Er sieht vorn mit seinem Geweih tatsächlich aus wie ein Hirsch, daher auch der Name Hirschkäfer“, erläutert Martschei.

Weibchen kann mit Nashornkäfer verwechselt werden

Eine Verwechslungsgefahr bei den Weibchen bestehe lediglich mit den Nashornkäferweibchen, die jedoch deutlich kürzere Fühler haben und lackartig glänzen. Eine Verwechslung mit dem verwandten Balkenschröter sei wegen der enormen Größenunterschiede weitgehend ausgeschlossen. „Selbst mehrere Jahre nach dem Absterben können noch Käferreste gefunden werden. Auch diese geben wichtige Hinweise auf die Verbreitung“, sagt Thomas Martschei. Aufmerksame Natur- und Tierliebhaber sind nun aufgerufen, ihre Beobachtungen zu melden.

Die Daten der Hirschkäfer-Zählung werden in ein Insekten-Erfassungsprogramm eingegeben. „Jedes Detail ist wichtig. Meldungen der Bürger helfen, den imposanten Käfer besser zu schützen“, sagt Martschei. Er nimmt Hinweise über lebende Tiere, Funde von Käferresten, Fotos oder Rückfragen entgegen. Auf der Internetseite kann der Fund auch eigenständig eingetragen werden. „Wir freuen uns schon auf zahlreiche Neumeldungen“, sagt Martschei.

Kontakt: Telefon 01 70/3 41 09 87, Mail: martschei@biomartschei.de; Internet: www.hirschkaefer.info/index.php/fundmeldung

Von Elinor Wenke

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