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Teltow-Fläming Voll beladener Bus für Eisenhüttenstadt
Lokales Teltow-Fläming Voll beladener Bus für Eisenhüttenstadt
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00:41 13.09.2015
Ein Bus voller Kleiderspenden für Flüchtlinge. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Bis unters Dach mit Kleiderspenden voll gepackt wurde am Donnerstag ein Kleinbus auf dem Hof des Luckenwalder DRK-Krankenhauses, der sich am Mittag in Richtung Eisenhüttenstadt in Bewegung setzte. Die Spenden wurden an Flüchtlinge in der dortigen Erstaufnahmestelle verteilt.

Krankenhaus-Verwaltungsleiter Enrico Ukrow und Pflegedienstleiter Göran Knösch hatten die Spendenaktion am vorigen Freitag ins Leben gerufen. „Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Das Deutsche Rote Kreuz lässt sie nicht im Stich“, sagte Enrico Ukrow. Der DRK-Landesverband hat die Betreuung des Flüchtlingsaufnahmelagers übernommen, das Medizinische Versorgungszentrum Luckenwalde bietet medizinische Hilfe vor Ort und hat für den Zeitraum von Juli bis Ende September die Ärztin Birgit Gneuß nach Eisenhüttenstadt abgeordnet. „Sie hat uns über die Zustände dort informiert. Jeden Tag kommen 100 Flüchtlinge an und genauso viele verlassen täglich das Lager“, sagte Ukrow, „wir besuchen die Flüchtlinge und wollen nicht mit leeren Händen kommen.“

Aus allen Bereichen des Krankenhauses wurde gespendet. Zusammengekommen sind unzählige Kartons, Beutel und Koffer mit warmer Winterbekleidung, Hosen und Jacken, mit Schuhen und Spielsachen. „Besonders Männerbekleidung wird benötigt“, weiß Ukrow, der Mühe hatte, alles zu verstauen.

Die Schule für Gesundheitsberufe half beim Packen und Beladen, darunter die Altenpflegeschülerinnen Kim Weidner, Fabiola Quezada aus Mexiko und Karina Kazdanjan, die ursprünglich aus Russland kommt. „Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn man fremd ist, die Sprache noch nicht richtig kann und eine andere Kultur kennenlernt“, sagte Fabiola Quezada und packte kräftig mit an.

Lehrerin Jana Werner plant mit den jungen Leuten noch ein Flüchtlingsprojekt. „Wir wollen denen, die hier fremd sind, die Stadt zeigen und ihnen Möglichkeiten für ihre Zukunft erklären, aber das muss erst noch vorbereitet werden“, sagte sie.

Von Elinor Wenke

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