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Teltow-Fläming Vor-Ort-Beratung in der Siedlung „Am Anger“
Lokales Teltow-Fläming Vor-Ort-Beratung in der Siedlung „Am Anger“
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00:28 15.03.2018
Bei einem Rundgang in drei Gruppen inspizieren Einwohner und Experten die Siedlung „Am Anger“. Mit dabei Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (l.). Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Das Wohngebiet „Am Anger“ gehört zu den denkmalgeschützten Siedlungen in Luckenwalde. Doch seit ihrem Aufbau vor fast 100 Jahren hat sich vieles verändert. Die Stadt will dem Gebiet wieder einen weitgehend einheitlichen Charakter geben. Deshalb wird derzeit untersucht, ob die Siedlung zum Sanierungsgebiet werden und damit von Fördergeld profitieren kann.

Die denkmalgeschützte Siedlung „Am Anger“ entstand vor fast 100 Jahren. Quelle: Elinor Wenke

Am Sonnabend hatte die Stadt zu einer Vor-Ort-Beratung eingeladen und rund 70 Hauseigentümer nutzten die Gelegenheit, mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen. Jens Trommeshauser von der BIG-Unternehmensgruppe, dem Sanierungsträger der Stadt, stellte eines klar: „Es gibt einen Bestandsschutz. Niemand wird gezwungen, zurückzubauen oder Fenster auszutauschen.“ Eigentümer, die aber in nächster Zukunft bauliche Veränderungen planen, müssten sich mit der Denkmalbehörde, der Stadt und dem Sanierungsträger abstimmen.

Beim Rundgang durch die Siedlung – das Interesse der Hauseigentümer war groß. Quelle: Elinor Wenke

Zunächst werden Hinweise und Wünsche zur künftigen Gestaltung des öffentlichen Raumes gesammelt. Wegen des großen Andranges unternahmen die Anwohner in drei Gruppen mit den Fachleuten einen Rundgang durch die Siedlung.

Die Fahrbahn wird von den meisten bemängelt. Sie ist marode und löchrig und sollte saniert werden, auch wenn damit die Befürchtung einher geht, dass der Verkehr rund um den Anger zunehmen könnte. Auch eine Parkordnung wird gewünscht. Die Autos sollten zwar in Höhe der Grundstücke, aber weg von den Häusern und hin zur Angermitte abgestellt werden. Eine Anwohnerin wünscht sich eine Raseneinfassung, damit Autos nicht auf dem Grün abgestellt werden.

Viele informierten sich an den Schautafeln. Quelle: Elinor Wenke

Der für die Siedlung namensgebende Angerteich trocknete in den 50er Jahren aus und den wünscht sich offenbar auch kaum jemand zurück. Der 81-jährige Klaus-Dieter Ernicke, der in der Siedlung geboren wurde, erinnert sich: „Als es den Teich gab, stand das Wasser im Keller.“ Seine Frau und er wünschen sich, dass auch die Vorgärten mit den Zäunen so erhalten bleiben.

„Ich wohne seit 1941 hier“, berichtete Gunthilde Meyer. „So lange es den Teich gab, waren die Wände und Gläser im Keller im Winter voller Eis, das wollen wir nicht mehr.“ Christof Hintze plädiert dafür, die großen Tannenbäume am Anger, die nicht typisch für die Siedlung sind, wegzunehmen, um mehr Licht und Freiraum zu schaffen. Er kann sich auch eine Hausdämmung vorstellen, von der Denkmalpfleger Georg Frank eher abrät.

Spielgeräte für die Kinder gewünscht

Eine andere Anwohnerin wünscht sich Spielgeräte für die Kinder. Und Lothar Weise erkundigte sich nach Fördermöglichkeiten für die Erneuerung seiner Fassade: „Der Putz hat Löcher. Wenn ich Unterstützung bekomme, würde ich auch den originalgetreuen Kammputz nehmen.“

„Am Torbogen fallen Ziegel runter und der große Platz sollte barrierefrei werden“, resümierte Siegfried Reibetanz von der Gruppe Planwerk. Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann brachte den Vorschlag mit, künftig zwei getrennte Zufahrten und Abfahrten zum Anger zu gestalten. Am 26. April soll eine Planungswerkstatt mit den Anwohnern ausgerichtet werden.

Von Elinor Wenke

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