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Teltow-Fläming Vor dem Länderspiel: Yette versucht es noch mal
Lokales Teltow-Fläming Vor dem Länderspiel: Yette versucht es noch mal
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09:27 27.06.2018
Deutschland gegen Südkorea: Yette entscheidet sich für die Futterschüssel mit der schwarz-rot-goldenen Flagge. Quelle: Elinor Wenke
Dahmeland-Fläming

Geht es nach Eselin Yette, sind die deutschen Fußballer aus dem Weltmeisterschafts-Turnier noch lange nicht raus, sie gibt ihnen eine weitere Chance. Die Eselstute aus dem Luckenwalder Tierpark ist diesmal unser MAZ-WM-Iah-kel und gibt im wahrsten Sinne frei Schnauze ihre Tipps ab. Yette darf zwischen zwei farbgleichen Futterschüsseln mit verschiedenen Flaggen wählen.

Yette tippte bisher immer falsch

Die bisherigen Vorhersagen hat Yette weitgehend vermasselt. Zumindest, was die Deutschland-Prognosen betrifft. Während sie vor dem Mexiko-Spiel unsere Nationalelf fälschlicherweise zum Sieger gekürt hatte, lag sie vor dem Schweden-Spiel genauso schief. Sie hatte für Deutschland eine Niederlage vorhersagt statt des spektakulären 2:1-Sieges in letzter Sekunde.

Nun also trägt das Lasttier wieder die Last der Entscheidung: Deutschland gegen Südkorea. Yette glaubt an die Fähigkeiten der schwarz-rot-goldenen Kicker. Zielstrebig lief sie auf die deutsche Futterschüssel zu und schmatzte den Hafer aus.

Tierparkdirektor Michael Geißler, der das Schwedenspiel übrigens richtig getippt hatte, stärkt seinem vierbeinigen Schützling den Rücken. Seine Überzeugung: „3:0 für Deutschland.“

Pate für Eselstute Yette gesucht

Der Luckenwalder Tierpark beherbergt 200 Tiere in 40 Arten, darunter Braunbären, Affen, Esel, Rinder, Luchse, Pferde, Meerschweinchen, Rot- und Damwild sowie Vögel.

27 Tierfreunde haben eine Patenschaft über ein oder mehrere Tiere übernommen. Eine Patenschaft kostet zwischen 50 und 250 Euro pro Jahr. Mit dem Geld wird ein Teil des Futters finanziert. Mit 50 Euro unterstützt man zum Beispiel ein Kaninchen, mit 250 Euro einen Luchs.

Die Eselstute Yette als das diesjährige MAZ-Fußball-WM-Orakel hat noch keinen Paten. Sie ist sieben Jahre alt und vermutlich trächtig. Wer für das gutmütige und inzwischen bekannte Huftier die Patenschaft übernehmen möchte und 150 Euro im Jahr berappen kann, ist herzlich willkommen.

Jeder Pate wird mit seinem Namen an einer Tafel am Gehege des Patentieres verewigt. Alle Paten werden einmal im Jahr zum Patentag eingeladen, über Neuerungen informiert und durch den Park zu ihren Schützlingen geführt.

Kontakt: www.tierpark-luckenwalde.eu, Telefon 0 33 71/61 03 73

Das Spiel am Mittwoch werden einige Fans jedoch dieses Mal nicht live im Fernsehen mitverfolgen können, denn es findet bereits um 16 Uhr am Nachmittag statt. Nur wenige Arbeitnehmer können es sich erlauben, zu dieser Zeit auf den Fernsehbildschirm zu schauen.

Arbeitgeber muss Fußballgucken erlauben

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber die Erlaubnis erteilen, damit während der Arbeit Fußball geguckt werden kann. Die großen Unternehmen im Dahmeland-Fläming haben teilweise eigene Regelungen getroffen.

Die rund 2000 Mitarbeiter des Mercedes-Werkes in Ludwigsfelde etwa sollen laut Konzern-Sprecher Oliver Wihofszki die Möglichkeit haben, wichtige WM Spiele zu sehen. „Dazu endete bei den vergangenen Turnieren zu den wichtigen K.o.-Spielen in einigen Werken beispielsweise die Spätschicht früher und die Nachtschicht begann später. Zudem können Mitarbeiter natürlich Schichten mit Kollegen tauschen oder Gleitzeit nutzen“, sagt Wihofszki. Entscheidend sei, dass trotzdem alle geplanten Fahrzeuge für die Kunden gebaut und ausgeliefert werden.

Am Flughafen: Sicherheit geht vor WM

Ähnlich ist es auch am Flughafen Berlin-Brandenburg in Schönefeld, dort steht die Sicherheit der Flugzeuge und der Reisenden an vorderster Stelle. „Überall dort, wo sicherheitsrelevante Bereiche sind, ist es für die Mitarbeiter natürlich nicht möglich, die WM zu gucken“, erklärt Pressesprecher Daniel Tolksdorf. In einem Aufenthaltsraum sei allerdings ein Bildschirm bereitgestellt. Wie auch bei den vergangenen Fußballturnieren gelte dabei jedoch: Fußball ist Freizeit und dürfe auf keinen Fall von der Arbeit ablenken, so Tolksdorf weiter.

Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce in Dahlewitz (Teltow-Fläming) bietet seiner Belegschaft ebenfalls die Möglichkeit, das Deutschlandspiel am Mittwochnachmittag zu verfolgen. Pressesprecher Stefan Wriege erklärt, dass das Unternehmen dafür einen Pausenraum und die Kantine entsprechend organisiert habe. Für die Dauer des Spiels sollen die Mitarbeiter allerdings „ausstempeln“, denn das sei Freizeit.

Friseur aus Königs Wusterhausen hasst Fußball

Es geht aber auch ganz anders: „Ich hasse Fußball“, sagt Nico Heide, Inhaber des Vitalis Friseursalons in Königs Wusterhausen. Im Salon gibt es weder ein Radio, noch einen Fernsehbildschirm. „Ich finde es schwierig, am Arbeitsplatz Fußball zu übertragen“, so Heide weiter. Seine Mitarbeiter müssen sich demnach selbst behelfen und eventuell mit Hilfe des Internets über das Spiel auf dem Laufenden bleiben. Auch als Kunde im Friseursalon könne man seinen Kopf nicht ständig in Richtung des Fernsehers drehen, während einem die Haare geschnitten werden, sagt Nico Heide.

Von Elinor Wenke und Jonas Nayda

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