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Vorerst kein Pilotprojekt für Tagesmütter

Blankenfelde-Mahlow Vorerst kein Pilotprojekt für Tagesmütter

Die Tagesmütter vom Verein Happy Kids aus Blankenfelde-Mahlow müssen sich gedulden. Ihr geplantes Pilotprojekt einer Doppeltagespflege für Kinder stieß im jüngsten Bildungsausschuss auf ein geteiltes Echo. Die Ausschussmitglieder wollen erst über eine Förderung des Pilotprojektes entscheiden, wenn der Kreis seine neue Richtlinie zur Tagespflege veröffentlicht hat.

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Die Tagesmütter vom Verein Happy Kids aus Blankenfelde-Mahlow: Dagmar Wirtz, Uta Bernstorf, Gabriela Herfort und Andrea Broecker (v.l.)

Quelle: Christian Zielke

Blankenfelde-Mahlow. Zurückhaltend hat der Ausschuss für Bildung, Jugend und Sport (BJS) der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow auf das geplante Pilotprojekt Doppeltagespflege reagiert. Im September hatte der Verein „Happy Kids“ Ideen für die Einrichtung einer Doppeltagespflegestelle in der Gemeinde angeregt. Zwei Tagesmütter sollten gemeinsam bis zu zehn Kinder betreuen. Dadurch könnten sie einander im Krankheitsfall vertreten. Zudem versprechen sich die Tagesmütter davon eine Aufwertung ihres Berufsstandes und ein besseres Angebot für die Eltern. Im jüngsten BJS fiel die Bewertung zwiespältig aus.

Politik ist sich uneinig, ob man das Projekt unterstützen soll

Aus Sicht von Thomas Mottner (FWG) stärke das Pilotprojekt die Betreuungsvielfalt, so wie es das neue Leitbild vorsieht: „Die Verwaltung sollte Möglichkeiten aufzeigen, wie die Ideen des Vereins umzusetzen sind und welche Kosten dabei entstehen.“ Auch Daniel Freiherr von Lützow (WIR) befürwortete das Pilotprojekt, da es aus seiner Sicht zu wenige Tagespflegeplätze gebe. Ablehnung kam von der CDU-Fraktion. Patrick Moskal sprach sich gegen eine Unterstützung durch die Gemeinde aus: „Unsere Fraktion ist von dem Konzept nicht überzeugt. Die Kosten können ins Unermessliche steigen.“ Andrea Hollstein (BB/FDP) sah den Landkreis in der Pflicht, da dieser für die Tagespflege zuständig ist. „Der Kreis sollte das Projekt fördern, das ist nicht die Aufgabe der Gemeinde“, sagte Andrea Hollstein.

Katja Grassmann (SPD) nannte die Tagespflege eine wertvolle Ergänzung der Betreuungsangebote, zweifelte aber an, dass man mit dem Pilotprojekt das Angebot ausbauen kann, da es nur die Existenz von zwei bis drei Tagesmüttern sichere. „Doppeltagespflege ist nur sinnvoll, wenn sie die Randzeiten abdeckt“, so Katja Grassmann.

Warten auf die neue Kreis-Richtlinie zur Kindertagespflege

Marion Dzikowski, die stellvertretende Bürgermeisterin, wies darauf hin, dass der Landkreis derzeit die Tagespflegerichtlinie überarbeitet. Anfang kommenden Jahres sollen die neuen Regelungen in Kraft treten. „Wir sollten so lange warten. Bislang sind viele Details unklar“, sagte Marion Dzikowski. Sie sprach sich jedoch dagegen aus, dass die Tagesmütter künftig von der Gemeinde angestellt werden. Dies führe dazu, dass die Gemeinde als Arbeitgeber die Öffnungszeiten vorschreibt. Ihrem Vorschlag, die neue Richtlinie des Kreises abzuwarten, folgte die Mehrheit im Ausschuss.

Von Christian Zielke

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