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Teltow-Fläming Vorletzter Schritt der Kirchensanierung beendet
Lokales Teltow-Fläming Vorletzter Schritt der Kirchensanierung beendet
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04:45 12.09.2016
Restaurator Olaf Schwieger (r.) führte durch die Kirche. Quelle: Hartmut F. Reck
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Kloster Zinna

Nicht irgendwelche Elektrolämpchen erleuchten die Klosterkirche von Zinna, nein, es sind zig echte Kerzen, die da flackern. Zwar dringt das helle Tageslicht dieses herrlichen Spätsommertages von außen in den Kirchenbau hinein, aber wie schön muss es erst sein, wenn es draußen dunkler ist. Dennoch vermitteln die Kerzen auf dem Kronleuchter und an den Kirchenbänken eine besonders besinnliche Atmosphäre. Und die hellen Wände sowie die farbenprächtige Ausmalung des Chorgewölbes leuchten so wunderbar klar, als seien sie erst gestern angebracht worden.

Wandbemalungen aus verschiedenen Jahrhunderten

Dabei stammen die Wandbemalungen aus verschiedenen Jahrhunderten und wurden in den vergangenen vier Jahren aufgefrischt oder freigelegt. Es ist die erste Innensanierung seit 1897. Am Sonntag wurde zur Beendigung des vierten Bauabschnitts ein Festgottesdienst abgehalten.

„Wir sind noch nicht ganz fertig“, sagte Pfarrerin Ramona Rohnstock, wie man hinter ihr am Altar sehen könne. Es sei aber dem fünften und letzten Bauabschnitt vorbehalten, vor allem die hölzerne Inneneinrichtung zu restaurieren. Erst in einem Jahr könne also die große Abschlussfeier begangen werden, „aber es gibt schon jetzt Grund zum Feiern“, so die Pfarrerin.

Chor und Apsis restauriert

Denn in dem nun abgeschlossenen Bauabschnitt wurde die Fassade des Chors und der Apsis restauriert und vor allem das bereits erwähnte Gemälde auf dem Chorgewölbe fachmännisch erhalten und ergänzt. Bei einer Führung nach dem Gottesdienst erläuterte Restaurator Olaf Schwieger (im Bild rechts, Foto: Reck), wie dies geschah und mit welchen Schwierigkeiten er und seine Kollegen zu kämpfen hatten. Etwa 90 Prozent der Malerei habe noch bestanden, man musste aber die Substanz festigen, um ein weiteres Bröckeln der Farbe zu vermeiden. Zehn Prozent an Fehlstellen habe man malerisch ergänzt.

Generalsuperintendent predigte zur Wiedereinweihung

Zur Feier der Wiedereinweihung der Kirche nach dem vorletzten Bauabschnitt hielt Generalsuperintendent Martin Herche die Predigt. Die Zisterziensermönche, die hier 1170 mit dem Bau des Klosters begonnen hatten, hätten sich gefreut, dass es auch im 21. Jahrhundert noch Menschen gibt, die sich für den Erhalt des Gotteshauses einsetzen, sagte er. Der stellvertretende Bischof der Landeskirche Berlin-Brandenbug-schlesische Oberlausitz erinnerte daran, dass die Mönche schon 1179 verjagt wurden und vorübergehend ins Exil nach Jüterbog gingen. „Seitdem nehmen die Jüterboger Flüchtlinge auf“, betonte Herche.

Kirchen seien keine Museen, sondern ein Stück Heimat der Christen, wo sie Kraft für die Aufgaben dieser Zeit sammeln könnten, so Herche.

Viel Kraft hat Ingrid Rosenzweig die Kirchensanierung in all den Jahren seit der Wende gekostet. Die Gemeindesekretärin hat dabei vor allem für Kontinuität gesorgt. Es begann mit der Orgelsanierung, die die Kirche zu einer gefragten Konzertstätte machte. „Vielleicht erlebe ich es ja noch“, wünschte sich Ingrid Rosenzweig, „dass die Kirche beheizbare Sitze bekommt, denn bisher heizen wir nur mit den Kerzen und unseren Herzen.“

Von Hartmut F. Reck

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