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Teltow-Fläming Vorsicht, Stufe! Wenn die Bahnsteighöhe zum Problem wird
Lokales Teltow-Fläming Vorsicht, Stufe! Wenn die Bahnsteighöhe zum Problem wird
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13:57 24.11.2016
Auf der Strecke nach Dresden wird es unterschiedliche Höhen der Bahnsteigkante. Das sorgt für Ärger. Quelle: Bernd Gartenschläger
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Baruth

Aufregung wegen 21 Zentimetern: Der Deutsche Bahnkundenverband (DBV) beklagt, dass die neuen Stationen der Dresdner Bahn mit unterschiedlichen Bahnsteighöhen errichtet werden.

Während in Baruth, Klasdorf-Glashütte, Golßen, Drahnsdorf und Walddrehna die Bahnsteigkante 55 Zentimeter hoch ist und damit auf der gleichen Höhe liegt wie der Einstieg der Doppelstockzüge, haben andere Stationen, darunter die meisten in Berlin, eine Höhe von 76 Zentimetern. Dieser Unterschied sei für manchen Rollstuhlfahrer oder gehbehinderten Fahrgast ohne Hilfe unüberbrückbar, heißt es in einer Pressemitteilung des DBV.

Der künftige Baruther Bahnhof hat eine Bahnsteigkante von 55 Zentimetern und liegt damit niedriger als die Bahnsteige in Berlin. Quelle: Christian Zielke

Die Deutsche Bahn begründet den Höhenunterschied mit Verträgen des Landes Brandenburg mit den Verkehrsunternehmen, in denen 55 Zentimeter vorgegeben sind. Von den 20 Stationen zwischen Blankenfelde und dem Abzweig Kottewitz bei Dresden sind künftig noch acht Bahnhöfe mit einer Bahnsteighöhe von 55 Zentimetern ausgestattet. Zwölf Stationen verfügen über Bahnsteige mit einer Höhe von 76 Zentimetern. Da einige Stationen zuvor eine Höhe von nur 35 Zentimetern hatten, seien bereits 55 Zentimeter eine deutliche Komfortverbesserung, heißt es in einer Antwort auf eine Anfrage der MAZ. Weiter heißt es: Einheitliche Einstiegshöhen sind gut für die Kunden. Deshalb setzt sich die Bahn bei Neubauten für eine Höhe von 76 Zentimetern ein und plant alle neuen Bahnhöfe mit diesem Maß.

Warum nicht gleich nach den Gesetzen bauen?

Als Kriterium für Barrierefreiheit gelte vor allem der Zugang zu den Bahnhöfen mit Rampen und Blinden-Leitsystem. Einstiegshilfen in den Zügen sollen Gehbehinderten helfen, den Höhenunterschied zu überbrücken.

Für den DBV ist dies dennoch unverständlich – erst recht vor dem Hintergrund, dass ab 2022 alle öffentlichen Verkehrsmittel komplett barrierefrei sein müssen. „Warum werden Bauten, die mindestens 25 Jahre in Funktion sind, nicht nach den in Kürze geltenden Gesetzen gebaut?“

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Von Christian Zielke

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