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Teltow-Fläming Vorsicht ist geboten
Lokales Teltow-Fläming Vorsicht ist geboten
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00:18 06.03.2018
Mit dieser Einladung wird derzeit für eine angebliche Schifffahrt in Berlin geworben. Quelle: Margrit Hahn
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Märtensmühle

In Nuthe-Urstromtal kursiert eine dubiose Einladung. Unter anderem Fritz Heinrich hat sie bekommen. Dem Märtensmühler wird eine Schifffahrt auf der Spree in Berlin mit Sondertour in Aussicht gestellt. Versprochen wird eine Halbtagstagesfahrt mit Witz und Humor. „Ich habe mich erkundigt. Das ist reine Abzocke“, sagt Fritz Heinrich.

Diverse Angebote

Die typischen Kaffeefahrten, bei denen von Pillen über Bettdecken bis zu Staubsaugern und Heizungen alles angeboten wird, sind meist Busfahrten. Jetzt geht es zur Saisoneröffnung aufs Schiff. Fritz Heinrich soll antworten, ob er am 28. März teilnimmt, doch darauf verzichtet er. Anhand des beigefügten Antwortschreibens wird ersichtlich, dass auch im Bereich Jüterbog, Luckenwalde und Trebbin Einladungen für diese Sonderfahrt verschickt wurden. Man kann sich sogar eine Haltestelle wünschen.

Recherche aus Nuthe-Urstromtal

„Ich war erstaunt, woher die meine Telefonnummer haben“, sagt Heinrich. Die Einladung kommt von einem Reisedienst in Schwichteler. Dort im Lahn-Dill-Kreis hat sich Fritz Heinrich beim Fachdienst für Ordnungs- und Gewerberecht erkundigt. „Man kennt die Maschen des Reisedienstes und warnt davor“, berichtet der Märtensmühler.

Vorsicht bei Schnäppchen

Wer sich das Schreiben genau durchliest, müsste stutzig werden. Bevor es aufs Schiff geht, berichtet eine Mitarbeiterin über Neuheiten der Berliner Schifffahrt und des Reisedienstes. Was das bedeutet, kann sich Jan Wilschke, Rechtsberater bei der Verbrauchezentrale Brandenburg gut vorstellen. Er hat in den vergangenen Jahren so viel erlebt, dass bei ihm sofort die Alarmglocken klingeln. „Bei solchen angeblichen Schnäppchen sollte man sehr vorsichtig sein“, sagt der Jurist.

Folgekosten sind oft hoch

Aus Erfahrung weiß er, dass sich nachträglich oft Folgekosten ergeben. Bei den sogenannten Kaffeefahrten wird zuerst meist Kleinkram angeboten. Dann kommen die großen Knüller, die angeblichen „Null-Euro-Reisen“, bei denen laut Wilschke dann allerdings Beratungsgebühren fällig werden – meist zwischen 35 und 70 Euro pro Person und Reise. „In manchen Fällen fand die Reise überhaupt nicht statt“, sagt der Rechtsberater.

Nicht vor Ort bezahlen

Er warnt davor Reisen oder Produkte vor Ort mit EC-Karte oder bar zu bezahlen. Wichtig sei es, sich einen Vertrag aushändigen zu lassen. Ansonsten haben die Kunden keinen Ansprechpartner und wissen auch nicht, wie sie ihr Geld im Notfall zurückfordern können. Eine Wellnessfahrt nach Polen endete kürzlich in einem Nachbarort und entpuppte sich als reine Verkaufsveranstaltung mit überteuerten Produkten. In einigen Fällen ging es sogar soweit, dass potenzielle Kunden isoliert gehalten wurden, um sich mit anderen nicht absprechen zu können. „Manchmal werden Kaffeefahrteilnehmer zur Bank oder nach Hause gefahren, um Geld zu holen“, berichtet Wilschke.

Von Margrit Hahn

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