Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Vorsteher statt Geschäftsführer
Lokales Teltow-Fläming Vorsteher statt Geschäftsführer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 17.06.2015
Wilfried Rauhut Quelle: Martina Burghardt
Anzeige
Jüterbog

Der Wasser- und Abwasserzweckverband Jüterbog-Fläming (WAZ) soll künftig von einem hauptamtlichen Vorsteher geführt werden. So lautete ein Vorstoß von Wilfried Rauhut (parteilos), Bürgermeister von Niedergörsdorf und Ex-Vorsteher, bei der jüngsten Verbandsversammlung. Bisher wird der WAZ von einem ehrenamtlichen Vorsteher – in der Regel einer der Bürgermeister aus dem Verbandsgebiet, aktuell Arne Raue (Jüterbog, parteilos) – und von Geschäftsführerin Ilona Driesner geleitet.

Es stand zwar Antrag auf Satzungsänderung auf der Tagesordnung, aber soweit ist es noch lange nicht. Dabei wurde nicht das erste Mal darüber diskutiert, dass der Verbandsvorsteher hauptamtlich die Geschäfte übernehmen sollte. Rauhut erinnerte daran, dass die Verbandsmitglieder 2012 festgestellt hatten, dass diese Veränderung für 2014 vorstellbar wäre. Verändert wurde nichts.

Er begründete den Antrag damit, dass der WAZ verpflichtet sei, die Trinkwasserver- sowie die Abwasserentsorgung zu den geringstmöglichen Gebühren und Beiträgen zu gewährleisten. Die hängen aber nicht nur von den Investitionen ab, sondern auch vom Tagesgeschäft. „Dafür sollte derjenige den Hut aufhaben, der diese Kosten täglich auslöst“, sagte Rauhut, „da sie entscheidend auf das Ergebnis und somit auf die Höhe der Gebühren Einfluss haben.“ Er erinnerte daran, dass dieses Thema schon mehrfach bei Jahresabschlüssen diskutiert worden sei. „Da der Vorsteher aber für das Jahresergebnis entlastet wird, sollte er auch hauptamtlich tätig und somit für das Tagesgeschäft verantwortlich sein.“

Auch von 1994 bis 2008 sei es um solche Veränderungen gegangen. „Als ich Vorsteher wurde, gab es Außenstände in Höhe von 880 000 Euro“, sagte Rauhut. Er wünsche sich, dass es ab 2016 einen hauptamtlichen Vorsteher gibt, zumal ein Bürgermeister oft in den Konflikt zwischen kommunalen und Verbandsinteressen gerate.

David Kaluza (parteilos), Amtskollege von Niederer Fläming, unterstützte den Antrag. „Wie kann man als hauptamtlicher Bürgermeister nebenbei einen Verband leiten?“, fragte er und berief sich auf den Innenminister. Der habe erklärt, dass die Verbandsversammlung für alle Entscheidungen verantwortlich ist. Dann sei der Vorstand nicht unbedingt nötig. Er verlangte eine aussagekräftige Beschlussvorlage von der Geschäftsführung zu diesem Thema.

Das sah Treuenbrietzens Bürgermeister Michael Knape (parteilos) anders: „Es ist unglücklich, denjenigen zu beauftragen, der am meisten betroffen ist. Wenn ich Geschäftsführer wäre, würde ich sagen, alles soll so bleiben wie es ist.“ Stattdessen, so sein Vorschlag, sollte der Vorstand einen Terminplan erstellen.

Karin Mayer (CDU) und Gabriele Schröder (SPD) befürchten, dass die Personalkosten steigen würden. Das sieht Kaluza nicht so, weil niemand zusätzlich eingestellt werden soll. Auch die Befürchtung von Knape, dass der Vorsteher verbeamtet werden würde, teilt er nicht. So habe der Hohenseefelder Zweckverband eine hauptamtliche Chefin, die nicht verbeamtet sei. Einig waren sich die drei Bürgermeister bezüglich Knapes Feststellung: „Man hat nur ein Herz, entweder es schlägt für den Verband oder die Kommune.“

In einem anderen Punkt soll die Satzung geändert werden. Derzeit ist zwar regelt, wie mit Überschüssen zu verfahren ist, nicht aber, was bei einem negativen Abschluss zu geschehen hat. Bis zum Jahresende soll diese Änderung beschlussreif sein.

Von Gertraud Behrendt

Teltow-Fläming Bevölkerungsentwicklung in Ostdeutschland - Zwischen Wachstum und Niedergang

In den Ergebnissen einer Studie zur Bevölkerungsentwicklung in den Großstädten Ostdeutschlands vom Wirtschaftsforscher Albrecht Kauffmann aus Halle schneiden die drei größten Städte in Dahmeland-Fläming gut ab. Während sich Königs Wusterhausen und Ludwigsfelde im Aufwärtstrend sehen, hinkt Luckenwalde im Vergleich jedoch hinterher.

20.06.2015
Dahme-Spreewald Klassisches Festival in Königs Wusterhausen vor dem Start - Vorfreude auf die Schlosskonzerte

Freunde der klassischen Musik können sich freuen: Am 11. Juli beginnt wieder die Festivalreihe der Schlosskonzerte Königs Wusterhausen. Die Pianistin und Festivalleiterin Gerlint Böttcher wird gleich zum Auftakt selbst auf der Bühne stehen und mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester unter anderem Werke von Mendelssohn Bartholdy spielen.

18.06.2015
Teltow-Fläming Grundstücksmarktbericht für den Landkreis Teltow-Fläming - Interesse an Immobilien steigt

Der Kreis Teltow-Fläming hat seinen jährlichen Grundstücksmarktbericht vorgelegt. Besonders die Preise für Baugrundstücke und Ein- und Zweifamilienhäuser klettern in die Höhe.

20.06.2015
Anzeige