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Votum für Ausbau des Nehemiahofs

Zwei Ausschüsse unterstützen Wohnprojekt in Wietstock Votum für Ausbau des Nehemiahofs

Das Wohnprojekt auf dem Nehemiahof in Wietstock bekommt Unterstützung aus der Ludwigsfelder Kommunalpolitik. Obwohl der Ortsbeirat den Umbau des Hofes ablehnt, sprachen sich der Bau- und der Sozialausschuss jetzt dafür aus.

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Der Nehemiahof in Wietstock.

Quelle: foto: jutta abromeit

Wietstock. Das Bauvorhaben „Nachbarschaftliches Wohnen auf dem Nehemiahof“ im Ludwigsfelder Ortsteil Wietstock wird von zwei Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung unterstützt. Anders als der Ortsbeirat, der das Vorhaben ablehnt, empfehlen der Sozial- und der Bauausschuss den Stadtverordneten, den Ausbau des Dreiseithofes zu einem Mehrgenerationenhaus zu unterstützen. Geplant sind acht größere und elf kleinere Wohnungen als Mehrgenerationen-Anlage mit Pflege-Gemeinschaft, damit Bewohner bei Pflegebedürftigkeit nicht zwangsläufig umziehen müssen.

Die Stadtverwaltung, allen voran Baufachbereichsleiter Torsten Klaehn, hatten sich solcher Zustimmung vergewissern wollen, um nicht gegen die Interessen der Dorfbewohner zu agieren. Nun befinden die Stadtverordneten am 20. Oktober in einer Grundsatzentscheidung über das Projekt. Dabei geht es lediglich um die ideelle Unterstützung der Stadt, nicht um finanzielle Unterstützung.

Diese ist für das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend wichtig, davon hängt ab, ob der Berliner Investor Alexander Winde mit der Firma Wietstocker Grundstücksgesellschaft einen Teil der Baukosten gefördert bekommt. Wie berichtet hat das Familienministerium dieses Vorhaben als besonders gelungen eingeschätzt und aus 200 Anwärtern für die 29 Objekte umfassende Förderliste ausgewählt. Das Wietstocker Projekt ist mit rund 1,5 Millionen Euro veranschlagt., die Bundes-Förderung läge bei 100 000 Euro.

Beide Ausschüsse hatten sich bei ihrer Entscheidung nicht von jahrelangen Querelen vor Ort beeindrucken lassen. Zu den Sitzungen bekamen Winde und Ortsvorsteher Benno Bleifuhs Rederecht, beide machten ausführlich Gebrauch davon. Warum genau die Einheimischen das privat finanzierte Projekt ablehnen, wurde den Ausschussmitgliedern nicht klar. Vor dem Sozialausschuss führte Bleifuhs „eine extreme Parkplatzsituation“ an, die Hofbewohner und Vereinsvorsitzender Gero Geerds mit dem Platz auf dem eigenen Gelände entkräftete. Vor dem Bauausschuss argumentierte Ortsvorsteher Bleifuhs, es gehe nicht um Alte und Kranke, sondern um exklusives Wohnen“.

Gegründet hatte den mit christlichem Hintergrund betriebenen Nehemiahof Werner Zimmermann, als zeitweilige Notunterkunft für gestrauchelte Menschen. Später wurde ein Verein gleichen Namens ins Leben gerufen. Dieser hat aber weder Geld noch Kraft, den Hof allein auf Vordermann zu bringen, deshalb hatte er sich den Unternehmer ins Boot geholt.

Von Jutta Abromeit

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