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Wachstumspläne auf Eis gelegt

Kerzendorf Wachstumspläne auf Eis gelegt

Dier Kerzendorfer haben Angst vor ungebremstem Zuwachs. Der Ortsbeirat des 200 Seelen große Ortsteils von Ludwigsfelde sammelte 102 Unterschriften gegen das Vorhaben, aus bisherigem Acker 13 Grundstücke für Häuslebauer zu machen. Die Stadtverordneten waren offenbar so beeindruckt, dass sie ein geplantes Baurechtsverfahren verschoben.

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Das Tor in Kerzendorf zum Park derer von Schwabach.

Quelle: Abromeit

Ludwigsfelde. Der Beginn des Verfahrens für neues Bauland im Ludwigsfelder Ortsteil Kerzendorf ist verschoben. Die Mehrheit der Stadtverordneten wollte am Dienstag nicht gegen die Interessen der Dorfbewohner das Bebauungsplanverfahren „Alte Straße“ auf den Weg bringen. Es geht dabei um ein gut einen Hektar großes Stück Ackerland eines in der Region bekannten Geschäftsmannes. Der will es wegen des großen Siedlungsdrucks zu Parzellen für Häuslebauer machen und verkaufen.

102 Unterschriften gegen neue Grundstücke

In Kerzendorf hat man Angst, dass es mehr als die avisierten 13 Grundtücke geben könnte. Vor der Abstimmung im Rathaussaal überreichte Ortsvorsteherin Christiane Dunkel eine Liste mit 102 Unterschriften gegen die Baupläne an Bettina Lugk (SPD), die Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung. Sie monierte umgehend, dass auch Zossener, Berliner und Mittenwalder auf der Liste stehen. Offenbar hatten auch Bungalowbesitzer unterschrieben.

Kerzendorfer wollen kein zweites Ludwigsdorf

Dunkel erklärte, man sei ein einmaliges Runddorf mit etwa 200 Einwohnern. Grundsätzlich habe man nichts gegen mehr Einwohner, doch dieses Vorhaben könnte einen Zuwachs von 25 Prozent aller bisherigen Häuser im Ort bedeuten, so Dunkel, das sei zu viel. „Wir möchten kein Ludwigsdorf in Kerzendorf“, erklärte die Ortsvorsteherin. Der mit ihr nicht verwandte Linken-Fraktionschef Peter Dunkel sagte, die Stadtverordneten sollten keine Entscheidung gegen die Interessen der Kerzendorfer treffen. „Wir sollten versuchen, in irgendeiner Weise sowohl dem Investor als auch den Kerzendorfern gerecht zu werden“, so Dunkel. Bürgermeister Andreas Igel (SPD) war dagegen: „Eine Verschiebung macht das Problem nicht einfacher.“ Es habe eine Ortsbeiratssitzung mit der Verwaltung gegeben, einen Termin in seinem Büro und immer sei es um eine „dem Ort angemessene Entwicklung“ gegangen. Igel verwies auf die Transparenz des B-Plan-Verfahrens, das nur der Anstoß zum Prüfen für Baurecht sei. Mit elf zu acht Stimmen und drei Enthaltungen wurde Peter Dunkels Antrag zugestimmt. Nun berät der Bauausschuss wieder über die Pläne für Kerzendorf.

Von Jutta Abromeit

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