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Teltow-Fläming Wände bemalen bis zum Schulhaus-Abriss
Lokales Teltow-Fläming Wände bemalen bis zum Schulhaus-Abriss
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00:20 20.10.2017
Michelle-Joelle Letaconnout und Tom Bothe aus der 11 c wählten für ihr Wandbild ein indianisches Traumfänger-Motiv aus. Quelle: Frank Pechhold
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Dabendorf

Bilder frischen triste Flure und Fachräume der Gesamtschule „Geschwister Scholl“ auf. Noch immer lässt der millionenschwere Dabendorfer Neubau auf sich warten. Deshalb bemalen Schüler Lein- und Hausinnenwände auf ihre Art.

„Das Projekt Schulhausgestaltung läuft seit einem halben Jahr“, so Kunstlehrerin Steffi Sköries. Mit ihrem Kollegen Andreas Fleming leitet sie Schüler an, kreative Ideen mit Pinsel und Farbe umzusetzen. Sowohl im Kunstunterricht als auch vorige Woche an drei Projekttagen mit Elftklässlern. „Bei den Motiven habe ich nichts vorgegeben. Die Schüler brauchten mir nur vorher ihre Entwürfe zeigen“, so Sköries. Einen wunderschönen indianischen Traumfänger gestalteten Michelle-Joelle Letaconnout und Tom Bothe. „Alice im Wunderland“ bildeten Lisa Brademann, Larissa Greßin, Jade Orrin, Jill Adler und Charlene Jaeger ab. Warum? „Weil die Wände sonst so kahl sind“, sagt Jill Adler.

Hausmeister nahm sicherheitshalber verglaste Bilder ab

Hinterhältig böse lächelt der von Hagen Weyer auf Leinwand gebannte Horrorclown Pennywise. Die mörderische Hauptgestalt aus Stephen Kings Beststeller „Es“ habe es ihm angetan, weil er gruselige Motive mag. „Hagens erste Acrylarbeit ist super“, lobt Sköries. Auch Lisa Brademanns Fuchs sei sehr gelungen. „Füchse sind von den Farben her schöne Tiere“, sagt Lisa. Die Bilder-Aktion finde sie gut, „denn unsere Schule ist nicht gerade im besten Zustand. Wenn man jetzt durch den Flur geht, hat man wieder ein bisschen was zu schauen.“.

Dabei gab es bereits eine Schüler-Galerie. Aber weil es wegen der undichten Fenster im Flur zog, fielen oft Kunstwerke runter. Dabei gingen verglaste Rahmen zu Bruch. „Deshalb hat unser Hausmeister die Bilder vor einem Jahr abgenommen“, so Sköries. Nun habe man mit finanzieller Unterstützung der Stadt die Möglichkeit, unzerbrechliche Wand- und Leinwandbilder zu gestalten. „Wir bemalen die Wände bis die alte Schule abgerissen wird“, sagt Sköries. Trotz aller baulichen Widrigkeiten möchte sie an keiner anderen Schule arbeiten. Kollegium und Schülerschaft seien ganz toll. „Wir brauchen einfach nur ein neues Gebäude. Das ist alles.“

Bis zum Schulneubau nur Geld für die allernötigsten Reparaturen

Bis die neue Schule steht, fließt nur Geld für allernötigste Reparaturen aus der Zossener Stadtkasse in das Gebäude. Dieses Jahr wurden dafür 2 0 000 Euro bewilligt. Bis zum Beginn des Schuljahres 2017/18 seien Arbeiten im Wert von 15 730 Euro von Hausmeister und Firmen erledigt worden, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) kürzlich in der Sitzung der Stadtverordneten. Dazu zählten Malerarbeiten, Reparatur und Austausch von Schließzylindern beziehungsweise Heizkörpern. Hinzu kommen eine reparierte Tür im Jungen-WC, Reparaturen an der Heizung, des Fußbodens im Container-WC, Kauf und Einbau neuer Wasserhähne, Austausch von Fenstergriffen. Weiter wurden der Speisesaal gemalert, Außenjalousien repariert. Schreiber zufolge „wird das Dach im Oktober je nach Witterung für 4700 Euro repariert“.

Von Frank Pechhold

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