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Teltow-Fläming Wärmende Rast zur MAZ-Osterwanderung
Lokales Teltow-Fläming Wärmende Rast zur MAZ-Osterwanderung
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12:32 27.02.2018
Idyllische Aussichten auf der Ostermontags-Wanderroute zwischen Petkus und Merzdorf – es geht durch die Natur. Noch sind die Waldwege gefroren. Quelle: Elinor Wenke
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Petkus

Noch ist der Boden gefroren in den Wäldern bei Petkus, doch in fünf Wochen will dort eine bunte, gut gelaunte Menschenschar durch die Natur streifen. Die Märkische Allgemeine veranstaltet hier für ihre Leser aus der Region Dahmeland-Fläming die traditionelle Osterwanderung. Erwartet werden am Ostermontag erfahrungsgemäß um die 1000 Wanderer.

Start und Ziel am 2. April ist diesmal in Petkus. Von dort aus führt die Wanderung auf zehn Kilometern Länge auf einem Rundkurs durch den Wald in Richtung Merzdorf und zurück. Wanderleiterin Brita Hannemann aus Jüterbog hat gemeinsam mit Heike Wolf vom Skatehotel Petkus eine gut zu bewältigende Strecke durch Wald und Flur zusammengestellt.

Zahlen und Fakten zur MAZ-Osterwanderung

Die MAZ-Osterwanderung findet in diesem Jahr zum 25. Mal statt – traditionell am Ostermontag. Premiere war im Jahr 1994 die Wanderung von Ludwigsfelde nach Thyrow. Jedes Jahr gibt es eine neue Route. Im vergangenen Jahr war Schlenzer der Gastgeber-Ort.

Fast 24 000 MAZ-Leser haben bisher an den Wanderungen teilgenommen. Die Teilnehmerzahl lag zwischen 80 und 2000.

Start am 2. April ist um 10 Uhr am Sportzentrum in Petkus in der Merzdorfer Straße 33.

Einen Zwischenstopp gibt es auf halber Strecke am Rastplatz neben der B115. Dort klinken sich die Merzdorfer als freundliche Zwischen-Gastgeber ein. „Wir sind zwar nur 176 Einwohner in unserem Ort, aber die Merzdorfer halten zusammen und haben schon immer tolle Sachen auf die Beine gestellt“, sagt Michael Flach, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Merzdorf. „Da lassen wir es uns nicht nehmen, am Ostermontag bei den MAZ-Wanderern auf uns aufmerksam zu machen.“ 45 Mitglieder, also jeder vierte Merzdorfer, mischen derzeit in der Dorfgemeinschaft mit.

„Wir waren schon immer gut im Improvisieren“, sagt Ortsvorsteherin Alexandra Flach, „deshalb nutzen wir den Ostermontag gleich zu einem kleinen Osterfest für unsere Familien und Helfer.“ Schon ab 9 Uhr will man sich am Rastplatz treffen, den Helfern ein Dankeschön sagen und mit den Familien feiern.

Michael Flach (l.), Vorsitzender der Dorfgemeinschaft Merzdorf, und der Merzdorfer Bäckermeister und Ortswehrführer Stephan Sembritzki. Quelle: Elinor Wenke

Gegen 11 Uhr werden dann die MAZ-Wanderer erwartet und mit einem kleinen Imbiss versorgt. „Wir werden Kuchen backen“, stellt Alexandra Flach in Aussicht. „Und wenn uns die tiefen Temperaturen immer noch im Griff haben, bieten wir auch Glühwein an.“

Auf kühles Wetter und einen deftigen Imbiss stellt sich auch Bäckermeister Stephan Sembritzki ein. Für ihn wird die Feiertagsnacht kurz, denn ab 3 Uhr am Ostermontag will er sich in die Backstube stellen und 200 bis 300 frische Brote backen, die er dann am Rastplatz zum Kauf anbietet. „Also den Rucksack nicht vergessen“, rät er. Das klassische Merzdorfer Landbrot ist nicht nur im Ort ein Geheimtipp, sondern auch in Baruth und an den Verkaufswagen, die übers Land touren. Selbst auf Märkten in Berlin ist das handgemachte Landbrot der Renner. Besondere Kreationen aus dem Backofen stellt der Bäckermeister jedes Jahr auf der Grünen Woche vor.

Bäckerei seit 85 Jahren in Familienhand

Fast auf den Tag genau kann Stephan Sembritzki am Ostermontag das 85-jährige Bestehen der Merzdorfer Bäckerei feiern. „Denn am 1. April 1933 wurde hier das erste Brot aus dem Ofen geholt. Seither ist die Backstube samt allem Drum und Dran in Familienhand“, erklärt der Merzdorfer. Stephan Sembritzki war bei seiner Mutter in die Lehre gegangen und hat mit dem Meisterbrief in der Tasche vor 28 Jahren den Betrieb übernommen. Mit Falko Gärtner aus Charlottenfelde als Gesellen, Annegret Falke aus Stülpe als Allround-Fee und weiteren Verkäufern hat er heute ein zuverlässiges Team an seiner Seite.

Und auch die nächste Generation steht schon in den Startlöchern und ist im Bäckerhandwerk zu Hause. Sembritzkis 18-jähriger Sohn Lukas absolviert derzeit eine Bäckerlehre. „Zwar ist seine Ausbildung in Greifswald und nach der Lehre will er erst einmal auf die Walz gehen, aber zu Ostern kommt Lukas nach Hause und hilft mir tatkräftig in der Backstube“, freut sich Stephan Sembritzki.

Notstromaggregat wird rangeschleppt

Für den Imbiss am Rastplatz waren die Merzdorfer zunächst ein bisschen gehandicapt, weil sie dort weder einen Stromanschluss noch Wasser zur Verfügung haben. „Doch wir Merzdorfer sind ja krisenerprobt und ein duftes Team“, erklärt Sembritzki mit einem Lächeln, „ich habe ein großes Notstromaggregat, das wird an dem Tag dorthin geschleppt und dann haben wir Strom.“

Angeboten werden auch frische Schmalz- und Kräuterbutterstullen. „Außerdem bereiten wir Bockwurst, Knacker und Grillsteaks mit Brötchen vor. Es wird Glühwein, ein Bierchen und süßen Kakao für die Kinder geben“, kündigt Sembritzki an. Dabei wird dann auch seine Ehefrau Silke Weisbrodt behilflich sein, für die die Backstube ansonsten branchenfremd ist. Vielleicht wird sogar ein Akkordeonspieler für volkstümliche Klänge sorgen.

Feuerschalen für Gemütlichkeit

In irgendeiner Form wird sich fast jeder Dorfbewohner am Ostermontag einbringen, da sind sich die Merzdorfer sicher. Da Stephan Sembritzki auch Ortswehrführer der Merzdorfer Feuerwehr mit derzeit 26 aktiven Kameraden ist, dürfen natürlich Feuerschalen am Rastplatz nicht fehlen. „Wir wollen die MAZ-Wanderer doch mit Gemütlichkeit empfangen“, so Sembritzki. Dass am Ostermontag sommerliche Temperaturen herrschen könnten, daran glaubt im Moment niemand.

Von Elinor Wenke

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