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Wandbild erinnert an Jüterbog-Schlager

Denkmal aus der Sprühdose Wandbild erinnert an Jüterbog-Schlager

Die Firma Art Efx sprüht fotorealistische Motive auf die grauen Trafo-Häuser im Jüterboger Stadtbild. Zwei Häuschen sind in den vergangenen Wochen in echte Hingucker verwandelt worden. Auf dem einen sind Postkartenmotive zu sehen. Ein weiteres erinnert an Loni Häuser, die Jüterbog vor über 70 Jahren einen eigenen Schlager widmete.

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Die künstlerische Spezialität von Markus Ronge (l.) und Christian Hipp sind fotorealistische Bilder aus der Sprühdose.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Noch ist das Trafo-Häuschen an der Kreuzung von Heffter- und Triftstraße in Jüterbog nicht fertig, doch aus dem grauen Kasten ist bereits ein echter Hingucker geworden. In nostalgischen Sepia-Tönen strahlt die Schauspielerin Loni Heuser von einem Foto die Passanten an. Hinter ihr öffnet sich ein Vorhang, auf der Bühne stehen ein Scheinwerfer und ein klassisches Mikrofon. Ein paar Noten schwingen sich bereits um das Haus – nur die berühmte Jüterbog-Liedzeile fehlt noch. 1941 veröffentlichte Loni Heuser (1908-1999) einen Schlager über die Stadt. „Mein Herz flammt wie ein Blütenstock für Jüterbog, für Jüterbog!“, sang sie verschmitzt und versprach „Jüterbog, das gibt was her, den Ort mach ich noch populär!“

„Mein Herz flammt wie ein Blütenstock für Jüterbog, für Jüterbog!“

Die Datennetz-Verteilerkästen und die Trafo-Häuser des Netzbetreibers Edis könnten dabei sogar helfen. Mehr als 30 von ihnen haben die Potsdamer Gestalter der Firma „Art Efx“ in Jüterbog und der Umgebung bereits gestaltet, bundesweit nach eigenen Angaben sogar mehr als 3000. Auf Wunsch von Bürgermeister Arne Raue (parteilos) wurde nun der Sängerin Loni Heuser ein gesprühtes Denkmal bereitet.

Postkartenmotive am Trafo-Häuschen

Postkartenmotive am Trafo-Häuschen.

Quelle: Peter Degener

Rund 40 Stunden lang waren die zwei Potsdamer Gestalter Christian Hipp und Markus Ronge am Werk, um einen Entwurf zu entwickeln und anschließend die etwa 35 Quadratmeter große Fassade zu grundieren und mit Sprühlack zu dekorieren. In nur drei Stunden entstand das Porträt von Heuser. „Wir haben die Farbtöne so gewählt, dass es wie ein altes Foto aussieht“, sagt der 35-jährige Hipp, der schon seit mehr als 20 Jahren mit der Sprühdose arbeitet. In der ersten Januarwoche soll das Bild fertiggestellt werden. Mit Schablonen wird dann als letztes Detail die berühmte Refrainzeile „Mein Herz flammt wie ein Blütenstock für Jüterbog, für Jüterbog!“ aufgetragen.

Stadtwappen und Postkartenmotive

Bereits Anfang des Monats wurde am Luckenwalder Berg ein weiteres Häuschen verschönert. Das Stadtwappen und alte Postkartenmotive begrüßen dort Besucher kurz hinter dem Ortseingang.

Für die Stadt ist der neue Schmuck übrigens kostenlos. Der Netzbetreiber Edis übernimmt laut Kathrin Burghardt vom Jüterboger Stadtmarketing die Kosten und stimmt alle Motive mit der Kommune ab. Im kommenden Jahr sollen weitere Bilder entstehen, darunter am Dammtor.

Von Peter Degener

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