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Wanderatlas fürs „Ländeken“

Wiepersdorf Wanderatlas fürs „Ländeken“

Die Fläming-Region gilt als strukturschwach. Gerade deshalb sollten historische Besonderheiten und Naturdenkmale auch grenzüberschreitend vermarktet werden. Eine Wanderkarte lädt nun dazu ein.

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Reinhard Anders (l.) und Hans Werner Unger beim Fachsimpeln über die „Zwergengalerie“ in Wiepersdorf.

Quelle: Uwe Klemens

Wiepersdorf. Wenn der Meinsdorfer Reinhard Anders und der Schmielsdorfer Hans Werner Unger aufeinandertreffen, haben sie sich immer etwas zu erzählen. Schließlich entstammen der 76-jährige Meinsdorfer Heimatforscher und sein drei Jahre jüngerer Freund der selben Generation. Das Interesse an der Kulturgeschichte ist die große Leidenschaft, die die beiden verbindet. Nun haben sie gemeinsam eine Wanderkarte zum Ländchen Bärwalde und dem Kranichgrund im Nachbarlandkreis Elbe-Elster erarbeitet, die Gästen und Einheimischen die Besonderheiten ihrer Heimatregion näherbringen soll.

„Wir alle sollten uns viel stärker ins Bewusstsein rufen, dass die Region über alle politischen Grenzen hinweg zusammengehört“, sagt Unger, der eigentlich aus Thüringen stammt und den größten Teil seines Berufslebens als Musikerzieher und -didaktiker in Leipzig verbrachte. Erst als Ruheständler zog er nach Schmielsdorf und begann, sich mit der Historie der Region auseinander zu setzen.

Die Wanderkarte

Die Wanderkarte.

Quelle: Uwe Klemens

„Die Region gilt bekanntlich als strukturschwach, was wohl auch so ist. Aber wer seine Augen offenhält, der merkt, welchen Reichtum an Kultur- und Naturschätzen wir besitzen“, sagt Unger. „Aus beiden Gründen sollten wir grenzüberschreitend denken, planen und die Region vermarkten.“

Die Erfahrung, welchen Anklang das findet, haben Reinhard Anders und Hans Werner Unger vor vier Jahren im Rahmen des Deutschen Wandertages gemacht. Eine von der Gemeinde Niederer Fläming organisierte Gruppenwanderung führte vom sogenannten Preußisch-Wiepersdorf über die schon von Luther bereiste Wittenberger Landstraße bis nach Hohenkuhnsdorf und Wendisch-Ahlsdorf im Nachbarkreis, dessen 800-jährige Sommerlinde und Trinitatiskirche die Wanderer besonders beeindruckten. „Ein hoffnungsvoller Beginn“, blickt Anders auf das Ereignis zurück, welches der Impuls dafür war, zusammen mit Hans Werner Unger in Eigenregie eine regionale Wanderkarte zu erstellen.

Die zunächst einmal in vorsichtiger Tausender-Auflage vervielfältigte Karte umfasst ein etwa zwölf mal zwölf Kilometer großes Areal, mit Meinsdorf als „Hauptstadt des Ländekens“ als Zentrum. Eine Legende gibt Auskunft über die kulturhistorisch bedeutsamen Kirchenbauten und ihre Orgeln, Denkmale, wie die Einsiedelgedächtnissäule, die Bärwalder Burgruine und den dazugehörigen Burgwall, Friedhöfe und Grabmale besonderer Persönlichkeiten, Naturdenkmale und landschaftliche Besonderheiten. Der Begriff Kranichgrund findet sich bislang auf keiner Karte, nimmt aber Bezug auf den großen Bestand an diesen Vögeln, der schon vor mehr als 150 Jahren den „Vogelpastor“ Ludwig Brehm entzückte.

Erhältlich ist die Karte über die Webseite www.kranichgrund.de.

Von Uwe Klemens

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