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Teltow-Fläming Wandern auf alten Pfaden
Lokales Teltow-Fläming Wandern auf alten Pfaden
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15:20 13.10.2016
-Wolfgang Gliese mit seiner handgefertigten Wurzelbank. Quelle: Gudrun Ott
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Schöneiche

Wolfgang Gliese hat aus Schöneiche auf dem Europawanderweg E10 Spuren hinterlassen. Handgefertigt. Da ist ein Rastplatz für müde Wanderer, den er gemeinsam mit seiner Frau Beate angelegt hat und den das Ehepaar liebevoll pflegt. Dieser Platz ist außergewöhnlich schön. Geschmückt der Jahreszeit entsprechend mit Blumen oder frischem Grün. Auf einer Infotafel werden die heimischen Vögel vorgestellt, dazu gibt es diverse Fundstücke längst vergangener Zeit aus dem angrenzenden Wald. Wolfgang Gliese hat sie entdeckt und dem Vergessen entrissen.

Ein weiterer Platz zum Ausruhen ist die originelle, in Heimarbeit gefertigte Bank an welcher sich noch das Wurzelwerk jener Fichte befindet, aus deren Stamm Gliese die Bank mittels Kettensäge in vielen Arbeitsstunden mühevoll herausschnitt. Die Bank von enormer Größe weist Wandersleuten in beiden Richtungen den Weg. Sie wurde Ende Mai feierlich enthüllt. „Hier ist die Nahtstelle zwischen Kallinchen und Schöneiche. Die Bank soll ein Verbindungsstück beider Gemarkungen sein und den ehemaligen Kirchsteig attraktiver machen“, erklärt Gliese.

Gliese wünscht sich mehr Aufmerksamkeit für die Region

Denn der Europawanderweg schließt den traditionellen Kirchsteig in Richtung Kallinchen ein, auf den der 61-Jährige mit einer Schnitzarbeit, auf der die Zossener Kirche dargestellt ist, aufmerksam macht. Der Name des Weges stammt aus einer Zeit, da man noch von Schöneiche und Kallinchen zu Fuß zum Gottesdienst zur Zossener Kirche ging.

Wolfgang Gliese sei ein Naturmensch mit Leib und Seele, hieß es in der Laudatio des Ortsvorstehers Norbert Magasch, als er beim Zossener Weinfest für sein Engagement geehrt wurde. Gliese wünscht sich, dass die Menschen mit Freude und Aufmerksamkeit die Region erkunden.

Gliese bietet auch selbst, seit er in Altersteilzeit ist, geführte Wanderungen durch den Forst an. An die neun Kilometer führt er kleinere Wandergruppen durch die Wälder in denen er jeden Weg und fasst jeden Baum kennt.

Sachkundiger Naturfreund

Es sind zum Teil alte Wege, deren Ursprung bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Wiederentdeckt von Wolfgang Gliese in Archiven auf alten Landkarten. Der sachkundige Naturfreund kennt die Tauchbecken der früheren kleinen Ziegeleien, weiß, wo sich die Erdbrennöfen befanden, wo die Torfbahn fuhr und was es mit dem Weg zur Bleiche auf sich hat. Am noch teilweise erhaltenen Damm der Torfbahn würde der Wanderer vermutlich vorbeigehen und sich fragen, was die Aufschüttung bedeutet. Ebenso fände der Wanderer wohl nur zufällig die Strecke durch den langen Grund zur Kiesgrube und zu den Resten vom Beobachtungs- und Beschussbunker Langemark sowie den Resten der Villa des Generalfeldmarschalls Walter von Brauchitsch.

Gliese ist als 14-Jähriger mit Eltern und Geschwistern von Baruth nach Schöneiche gezogen und hat sich schnell heimisch gefühlt. Heute genießt er die Idylle im Einfamilienhaus am Waldesrand. Jeden Morgen geht er mit Lena, einem Russischen Terrier, eine Stunde spazieren und denkt über Neues nach, das Touristen in die Region locken könnte. Von seinem Zuhause aus sieht er den zunehmenden Wandertourismus und setzt sich dafür ein, dass das beschwerliche, sandige Teilstück des Weges nach Kallinchen befestigt wird.

Von Gudrun Ott

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