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Teltow-Fläming Wandern, hüpfen, kosten, feiern
Lokales Teltow-Fläming Wandern, hüpfen, kosten, feiern
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08:00 28.09.2015
Besucher des Naturparkfestes deckten sich beim Handwerkermarkt in Glau mit regionalen Produkten ein. Quelle: Lisa Blech
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Glau

Das Naturparkfest am Wildgehege Glauer Tal begeisterte am Sonntag seine Besucher vom Mittag bis in die frühen Abendstunden. Für Kinder gab es besonders viel zu erleben, egal ob beim Basteln, auf Becherlupen-Safari nach dem Wasserfloh, beim Heurondell oder bei Pan Panazehs verrücktem Zirkus.

Im Heurondell. Quelle: Lisa Blech

Zum Nachmittag hin konnte sich der Nachwuchs am Erzähltheater mit dem Programm „Hiawatha – kleine Tochter Mutter Erde“ von Kathrin Thiele aus Potsdam erfreuen. Außerdem konnten sich die Kleinen in Teamwork üben und gemeinsam den Wasserlauf auf dem Wasserspielplatz des Naturparks verändern oder sich auf dem großen Spielplatz austoben. Beim Bogenschießen übten nicht nur die Knirpse ihre Zielgenauigkeiten, auch die Erwachsenen ließen sich auf das kleine Abenteuer ein und hatten dabei viel Spaß. Zudem gab es Lose bei einer Naturpark-Tombola.

Das Fest am Naturparkzentrum wurde von der Vorsitzenden des Landschafts-Fördervereins Nuthe-Nieplitz-Niederung, Christa Schmid, und von Naturparkleiterin Kordula Isermann eröffnet. Die Gäste kamen nicht nur mit einem Shuttle von Trebbin zum Naturparkzentrum, sondern auch per Auto, Fahrrad oder zu Fuß aus Blankensee und der Friedensstadt.

Isabell Schmied aus Berlin war mit ihrer fünfjährigen Tochter Anna beim Naturparkfest. „Es ist schön hier, abwechslungsreich und das Wetter passt“, sagte sie. Die Besucher konnten sich zu Wildkräuterwanderungen aufmachen und per Kremser durch das Wildgehege fahren. Mitglieder des Landschafts-Fördervereins führten außerdem über die Streuobstwiese am Naturparkzentrum und informierten dabei über das Biotop und seine Bewohner.

Auf dem Handwerkermarkt. Quelle: Lisa Blech

Des Weiteren bestand die Möglichkeit, Obstbaumkundlern Fragen zu ihrem Fachgebiet zu stellen und so womöglich von neuen Kniffen für die eigenen Gewächse zu erfahren. Die Besucher konnten außerdem Naturprodukte wie Äpfel, Birnen, Marmeladen und Kürbisse und Handwerk aus der Region erstehen. Bei einer mobilen Mosterei war es möglich, hautnah den Vorgang der Saftherstellung zu erleben. Der frisch produzierte Apfelsaft wurde dann gemeinsam mit der amtierenden Baumblütenkönigin Tamara Thierschmann gekostet.

Karsten Klimke von Staudenkulturen Wiesenhagen bot seine winterfesten Stauden an. „Wir sind jedes Jahr eingeladen“, erzählte er, „es herrscht eine familiäre Atmos-phäre, die Besucher sind nett, das Wetter ist schön und es macht Spaß. Für uns ist es deshalb immer eher ein kleiner Familienausflug als nur Geschäftliches.“

Hintergrund

Der Naturpark Nuthe-Nieplitz erstreckt sich südlich von Berlin zwischen Großbeeren und Jüterbog.

Benannt ist er nach den Flüssen Nuthe und Nieplitz, die im Fläming entspringen, sich bei Gröben vereinigen und in Potsdam in die Havel münden.


53 Prozent der Naturparkfläche werden landwirtschaftlich genutzt. Die Nuthe-Nieplitz-Niederung wurde bereits im 18. Jahrhundert entwässert.

Im Jahr 2013 wurde der Naturpark zum zweiten Mal als Qualitätsnaturpark ausgezeichnet.

Von Lisa Blech

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