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Teltow-Fläming Wanderoper gibt Kulturnachhilfe
Lokales Teltow-Fläming Wanderoper gibt Kulturnachhilfe
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06:01 28.11.2017
Maria Bellacanta (r.), eine berümte Sängerin, erklärt Hexe Hillary das Prinzip einer Oper. Quelle: Foto: Isabelle Richter
Altes Lager

„Toll, aber was ist das?“, sagt Hexe Hillary, nachdem sie soeben zwei Karten für die Oper gewonnen hat. Zusammen mit rund 250 Grundschulkindern aus Blönsdorf, Werbig und Zülichendorf ging sie der Frage am Montagmorgen nach. Denn im Kulturzentrum „Das Haus“ in Altes Lager wartete das Team der Wanderoper Brandenburg mit einer ihrer Inszenierungen auf den Nachwuchs.

Wie auch Hexe Hillary hatten die meisten nämlich keine Ahnung, was sich hinter dem Begriff „Oper“ wirklich verbirgt.

Alles andere als eine alberne Gesangsshow

Zur Klärung der Frage recherchierte die ahnungslose Hexe zunächst in ihrem Zauberlexikon. „Das ist, wo alle immer nur singen“, lautete die Definition darin. Dazu ein Vermerk auf die berühmte Hexe und Sängerin Maria Bellacanta, die sich Hillary sofort herbeizauberte, um ihre Neugier zu stillen.

Mit Vergnügen führte Maria Bellacanta die junge Magierin in eine ihr bisher unbekannte Welt aus Schauspiel und Gesang und erklärte ihr das Einmaleins der Oper. Obwohl sich Hillary dabei als eine echte Kulturbanausin entpuppte, verstand sie allmählich den Sinn hinter der für sie zunächst albernen Gesangsshow.

Aussterbende Kulturangebote in Brandenburg

Damit es bei der Brandenburger Jugend erst gar nicht zu solchen Wissenslücken kommt, gründete Arnold Schrem vor rund sechs Jahren den Verein Wanderoper Brandenburg.

Der gebürtige Berliner arbeitete jahrelang als Operndirektor an verschiedenen Standorten. Inzwischen lebt er in Bad Freienwalde. Im Vergleich zu den Großstädten fiel ihm im ländlichen Brandenburg das zunehmend aussterbende Kulturangebot auf.

Stärkung der kulturellen Grundversorgung

Gerade Kinder und Senioren hätten dadurch aufgrund ihrer eingeschränkten Mobilität einen erheblichen Nachteil. „Man muss es zu ihnen bringen oder sie lernen es nicht mehr kennen“, erklärt Arnold Schrem seine Absicht. Durch die Wanderoper müssten auch Bewohner aus ländlichen Regionen das bereichernde Erlebnis eines Theaterbesuchs nicht missen.

Denn ein ausreichendes Kulturangebot gehört für ihn zur Grundversorgung des Menschen. „Wir sind vielleicht nicht das Sahnehäubchen, aber das Schwarzbrot. Wir sind dafür da, dass die Leute nicht verhungern“, so Schrem.

Von Isabelle Richter

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