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Warnstreik bei Elco

Ludwigsfelde Warnstreik bei Elco

Die Mitarbeiter der Firma Elco in Ludwigsfelde sind am Donnerstag in den Warnstreik getreten. Sie fordern mehr Geld und mehr Urlaub. 30 von 46 Beschäftigten am Standort beteiligten sich an der von der Gewerkschaft IG Metall organisierten Aktion. Sie werfen der Geschäftsleitung vor, die Verhandlungen zu verzögern.

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Tobias Kunzmann von der IG Metall motiviert die Elco-Mitarbeiter.

Quelle: foto: isabelle richter

Ludwigsfelde. Den Mitarbeitern von Elco reicht es. Das Unternehmen für Heizungslösungen muss in diesen Tagen mit Warnstreiks in den nördlichen und östlichen Niederlassungsgebieten rechnen. In Ludwigsfelde legten am Donnerstag 30 von 46 Mitarbeitern ihre Arbeit ab 11.30 Uhr für etwa eine Stunde nieder, um ihre bisher unerfüllten Forderungen durchzusetzen. „Für uns ist wichtig, dass wir eine einheitliche Entlohnung haben und nicht nur nach Belieben, weil es wurden ja Gelder verteilt, aber eben nur nach Maße für bestimmte Bereiche“, so die Betriebsratsvorsitzende Leane Kanzler.

Forderung: 3,2 Prozent mehr Geld, 30 Tage Urlaub

Konkret bedeutet das für alle Benachteiligten eine Entgelderhöhung von 3,2 Prozent rückwirkend zum 1. Januar und ein zusätzliches, tarifliches Urlaubsgeld in Höhe von 50 Prozent eines durchschnittlichen Monatsverdienstes. Hinzu kommt die Forderung von 30 Tagen Jahresurlaub für die gesamte Belegschaft. „Die Kanzlerin“, wie die Betriebsratsvorsitzende liebevoll von ihren Kollegen genannt wird, möchte dafür erneut einen Tarifvertrag für alle Elco-Mitarbeiter durchsetzen.

Vorwurf: Seit der Übernahme 2004 ist man auf Almosen angewiesen

Seit der Übernahme der Elco GmbH durch die Ariston Thermo Gruppe, früher Merloni Termosanitari, im Jahr 2004, werde man diesbezüglich von der Muttergesellschaft außen vorgelassen. „Wir sind ständig angewiesen auf Almosen oder Zugeständnisse, die uns das Unternehmen gibt und das wollen wir nicht mehr“, schildert Leane Kanzler die Situation. Knapp ein Jahr ließ sich die Geschäftsleitung Zeit, um einen ersten Verhandlungstermin im Oktober zu vereinbaren. Ohne Ergebnis. Weitere Verhandlungstermine sollten seit dem 21. Oktober vereinbart werden. Doch passiert sei bis dato nichts , die Geschäftsführung bleibe ihrem Aufschiebungsmodell weiter treu.

Regionalleiter äußert sich nicht

Das kann nicht sein, findet auch Tobias Kunzmann von der IG Metall: „Sie sollten auch gegebenenfalls mehr machen als einen Warnstreik, denn das ist genau das Signal, was die andere Seite braucht“. Elco-Regionalleiter Dennis Vogt wollte am Donnerstag keinen Kommentar zu den Forderungen abgeben. Der Trubel auf dem Firmengelände aber blieb wohl auch in seinem Büro nicht unbemerkt.

Von Isabelle Richter

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