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Teltow-Fläming Warnstreik bei Schaeffler
Lokales Teltow-Fläming Warnstreik bei Schaeffler
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22:00 02.05.2016
Beim Warnstreik machten die Schaeffler-Mitarbeiter ihre Forderungen deutlich. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Mit Trillerpfeifen, Rasseln und Plakaten machte die Belegschaft des Luckenwalder Unternehmens Schaeffler am Montag ihrem Ärger Luft. Die IG Metall hatte zum Warnstreik aufgerufen. 120 Mitarbeiter traten um 13 Uhr vor das Werkstor.

Gefordert wird eine Erhöhung von fünf Prozent der Entgelte und Ausbildungsvergütungen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie eine überproportionale Anhebung der Azubivergütung und anschließende Anbindung an das so genannte Facharbeiter-Eckentgelt.

Das Angebot der Arbeitgeber von 2,1 Prozent mehr Gehalt für 24 Monate wollen die Metaller nicht hinnehmen. „Wir haben gedacht, dass die Tarifrunden in diesem Jahr einfacher werden, aber wir sehen uns getäuscht. Die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber zwingt uns dazu, unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen“, sagte Moderator Andreas Kahnert.

Mit Trillerpfeifen, Rasseln, Plakaten und Fahnen machten die Werksmitarbeiter ihrem Ärger Luft. Quelle: Hahn

Er nahm die Gelegenheit wahr, um Wilfried Zander an seinem letzten Arbeitstag in den Vorruhestand zu verabschieden. Der 60-jährige war 44 Jahre im Unternehmen tätig und hat einige Warnstreiks miterlebt. „Wie viele es genau waren, habe ich nicht gezählt“, sagte der Hennickendorfer.

Verabschiedet wurde auch Hermann von Schuckmann, scheidender Erster Bevollmächtigter des Ortsvorstandes der IG Metall in Ludwigsfelde, der 25 Jahre an der Spitze stand. Allerdings nicht, ohne noch einmal ans Mikrofon zu treten und den Metallern ins Gewissen zu reden: „Wer arbeitet, hat weniger Vermögen als die Fettsäcke da oben, die sich die Dividenden einstecken. Lasst euch nicht verrückt machen. Macht weiter so und habt den Mut, greift an. Wir müssen es uns aber holen, denn schenken tun die uns nichts“, so von Schuckmann.

Metaller drohen mit 24-Stunden-Steeik

Dieser Ansicht ist auch sein Nachfolger Tobias Kunzmann: „Wir sind sauer. Wenn das alles gewesen sein soll, dann stehen die Zeiten auf Streik.“ Schließlich sei die Auftragslage im vergangenen Jahr sehr gut gewesen und die Erwartungen seien stabil. „Die Auslastung war auch bei Schaeffler gut. Der Umsatz ist um 9,1 Prozent gestiegen“, fügt er hinzu. Die Metaller bräuchten eine verlässliche tarifliche Entwicklung. Die fünf Prozent seien angemessen und notwendig. „Wenn das nicht geschieht, sehen wir uns hier wieder“, kündigte Andreas Kahnert an. Er erwartet in den kommenden zwei Wochen ein akzeptables Angebot, ansonsten würde man Zeichen setzen, eventuell auch mit einem 24-Stunden-Streik.

Der Betriebsratsvorsitzenden des Luckenwalder Schaeffler-Unternehmens, Frank Hildebrandt, war froh, dass sich so viele am Warnstreik beteiligten. „Mehr als 90 Prozent der Arbeiter sind hier. Von den Auszubildenden sind alle gekommen“, sagte Hildebrandt. Für ihn ist 2018 das entscheidende Jahr, dann soll die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt sein.

Info: Am Dienstag, dem 3. Mai, ist die Belegschaft von Mercedes- Benz und Gestamp Ludwigsfelde zum Warnstreik aufgerufen. Die Streikkundgebung findet ab 12 Uhr im Industriepark Ludwigsfelde, Rudolf-Diesel-Straße, statt.

Von Margrit Hahn

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