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Wartburgtreffen in der Bücherstadt

Wünsdorf Wartburgtreffen in der Bücherstadt

Die Freunde der Zweitakter kamen am Sonnabend in Wünsdorf auf ihre Kosten: Dort trafen sich Wartburg-Liebhaber, um sich über ihre Autos und ihre Leidenschaft auszutauschen.

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Melanie und Ike Blauhut aus Siethen haben mit ihrem vor wenigen Wochen gekauften Wartburg Tourist eine Spritztour in den Harz hinter sich.

Quelle: Ott

Wünsdorf. Heike Dietz sitzt vor ihrem Skoda und sagt: „Deng, deng, deng, typisch Zweitakter, so hört sich ein Wartburgmotor an.“ Heike Dietz ist die Schwiegertochter von Reinhardt Dietz. Beide gehören zu einer Gruppe von zehn Oldtimer-Fans aus Luckenwalde, die mit ihren Fahrzeugen am Sonnabend in die Bücherstadt nach Wünsdorf kamen. Mit dabei drei Coupés der Automarke Wartburg, das älteste aus dem Jahr 1959, mit Zweifarblackierung und barocker Form ein gelungenes Kind der 50er Jahre, einem Barkas B 1000 sowie einem Skoda Felicia. „Das ist meiner“, Heike Dietz, die Frau mit den dunklen Haaren, zeigt auf den Skoda und ist stolz. Reinhardt Dietz fährt Wartburg und erklärt: „So einen hatte ich zu DDR-Zeiten schon einmal und habe mir wieder einen besorgt.“ Und natürlich selber aufgebaut, denn Dietz ist gelernter Schlosser und hat geschickte Hände.

Wartburg und Roller

Seinen Wartburg 311, ein Cabrio, Baujahr 1959, führte Ingo Both nach dem Winter erstmals aus. Der Paplitzer besitzt noch drei IWL Motorroller: einen Pitty, einen Wiesel, einen Troll, einen Campi-Anhänger und einen Fendt-Traktor 12HL, Baujahr 1957. Mit der Begeisterung für Oldtimer hat ihn sein Vater Manfred Both angesteckt. Der hat nach der Wende die Ludwigsfelder Rollertreffen wieder ins Leben gerufen. Seine Ehefrau Rosemarie Both schmunzelt. „Bei uns spielt sich das Leben in der Garage ab.“ Die ganze Rollerserie der Ludwigsfelder Industriewerke besitzt auch Stefan Schultze. Dazu zwei Motorräder der Marke Ardie aus Nürnberg und eine Triumph. „Die muss ich aber noch restaurieren“, sagt er. Schultze ist da, um mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln und noch das eine oder andere Teil zu finden. „Da kommt der Luckenwalder Brunnenfilterbauer“, sagt er und weist auf einen Wartburg Trans Pick-up, der gerade heranrollt. Aus dem Wagen steigt Peter Oppermann. Der 62-Jährige hat ihn sich vor fünf Jahren gekauft, weil schon sein Großvater Alfred Hirsch einen Wartburg Pick-up in seinem Fuhrpark hatte.

Neueinsteiger beim Treffen

Oldtimermäßig nicht vorbelastet sind Melanie und Ike Blauhut aus Siethen. Die jungen Eltern haben sich im April einen Wartburg Tourist gekauft und ihre ersten größeren Spritztouren schon hinter sich. Die Farbe ist original Capri-Grün. Der Wagen hat ein „Mäusekino“, so nannte der Volksmund der Ossis die Kraftstoffverbrauchsanzeige. „Jetzt suchen wir eine original Parkscheibe und einen Antennenhalter brauche ich auch noch“, sagt der Fluggerätemechaniker.

Nur um sich an den alten schönen Dingen zu erfreuen, waren Annika Hammer und Heiko Maaß zum Wartburgtreffen gekommen. „Die Atmosphäre hier ist nett und entspannt“, schwärmten die beiden Wünsdorfer.

Von Gudrun Ott

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