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Teltow-Fläming Warten auf die Neue Mitte in Ludwigsfelde
Lokales Teltow-Fläming Warten auf die Neue Mitte in Ludwigsfelde
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00:31 17.08.2015
Hier unter der Autobahn sollen Parkplätze entstehen, links und rechts davon die beiden Gebäudekomplexe der Neuen Mitte. Quelle: Jutta Abromeit
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Ludwigsfelde

Längst sollten in Ludwigsfelde Bagger und Kräne die Neue Mitte bauen, das ersehnte Zentrum für die von der Autobahn geteilte Stadt. Doch es fehlt eine einzige Unterschrift einer Genehmigungsbehörde. Dabei geht es für dieses 20-Millionen-Projekt um ein Zufahrtsproblem: Alles klar ist für den Baukörper zwischen Autobahn und Straße der Jugend mit der neuen Polizeiwache und dem „Vollsortimenter“, wie Behörden das neue Edeka-Domizil nennen. Auf der anderen Seite jedoch zwischen Autobahn und Klubhaus gibt es ein Problem mit der Genehmigung von Zufahrten.

Norbert Jurtzik, Leiter der Unteren Bauaufsicht (UBA) in der Kreisverwaltung in Luckenwalde, hatte schon befürchtet, die Genehmigung für das Großprojekt könnte in dieser Form gar nicht erteilt werden. „Aber wir bekamen immer noch Signale, dass sich was ändert.“ Der UBA-Chef erklärt, bei Autobahnbehörden und Landesbetrieb Straßenwesen könne man sich nicht über die geplanten Zufahrten und Stellplätze unter der Autobahn einigen. Ohne diese Einigung jedoch dürfe seine Behörde das Projekt nicht genehmigen. „Das Grundbuch kennt keine Differenzierung zwischen oben und unten“, sagt Jurtzik. Dem Bund gehört die Autobahn. Sie verläuft in Ludwigsfelde auf zwei 330 Meter langen Brücken, getragen von 40 Riesenstelzen. Darunter sollen Parkplätze entstehen. Mitte der 1990er Jahre hätte dort sogar ein Factory Outlet gebaut werden dürfen, Ludwigsfelde hatte eine bundesweit einmalige Ausnahmegenehmigung. Doch jetzt ist alles anders. Davon ist auch Torsten Klaehn genervt, der Baufachbereichsleiter im Rathaus und amtierende Bürgermeister. Er erklärt, dass es konkret an der Nutzungsvereinbarung für diese „überdachten“ Stellplätze hängt. „Es gab schon 2001 beim Neubau der Autobahn eine Regelung dafür“, sagt er. „Doch inzwischen gibt es andere Personen in den Behörden und andere Rechtsauffassungen.“ Mit Hochdruck arbeite die Stadt seit Monaten an der Lösung dieses Problems, so Klaehn. Auf den Verweis, mitten in Steglitz parkten Autos auch zu Dutzenden unter der Autobahn, lacht er nur: „Wir sind hier in Brandenburg . . .“

Voraussichtlich könne im späten Frühjahr mit den ersten beiden Bauabschnitten begonnen werden, hieß es Ende 2014. Damals hatte der niederländische Großinvestor Ten Brinke den Bauantrag gerade eingereicht. Angesichts der Verzögerung ist man auch in dieser Unternehmensgruppe sauer. Projektleiter Jens Wantia drückt sich mit Rücksicht auf die Behörden vorsichtig aus. „Das ist nicht gerade schön und bedeutet einen Riesenverzug für uns“, sagt er. „Wir haben ja schon Verträge mit festen Mietern, die mussten wir bereits ändern.“ Und was in seinem Unternehmen noch gar nicht einzuschätzen ist, sei das Wetter. „Wenn wir mit dem Rohbau in den Winter kommen und wir bis dahin das Dach gar nicht dicht haben... Ganz zu schweigen davon, was das alles an Mehrkosten bedeutet. Das können wir noch gar nicht abschätzen.“

Sowohl für Ten Brinke als auch für fest avisierte Mittelständler bedeuten die Verzögerungen nicht nur den späteren Start im neuen Domizil, sondern auch Verlängerungen von Kreditlaufzeiten und/oder höhere Zinsen.

Von Jutta Abromeit

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