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Teltow-Fläming Warum ein Musicalstar wieder ins Kinderzimmer zieht
Lokales Teltow-Fläming Warum ein Musicalstar wieder ins Kinderzimmer zieht
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15:56 16.09.2016
Fabian Klatt (hinten 2.v.l.) bei einer Probenszene für das Musical „Hair“. Quelle: Privat
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Berkenbrück

Fabian Klatt ist auf den Theaterbühnen in ganz Deutschland zu Hause und kehrt doch immer wieder in sein Heimatdörfchen Berkenbrück zurück. Der 26-Jährige ist Musicaldarsteller und steckt derzeit im hessischen Schaafheim mitten in den Proben für „Raiffeisen – Das Musical“. Es erzählt nicht nur die Geschichte um den Bank-Gründer Friedrich Wilhelm Raiffeisen, sondern auch die Liebesgeschichte des Jungbauern Jonas, der von Klatt verkörpert wird. „Ich brauche für den Bauernhof einen Kredit und verliebe mich in eine Bankangestellte“, beschreibt er die Rolle, „alles mit sehr viel Gefühl.“

Fabian Klatt (r.) in dem Stück „Romeo und Julia“. Quelle: Privat

In Oberursel im Taunus erwarb der talentierte junge Mann die staatlich anerkannte Bühnenreife zum Musicaldarsteller und hatte dort auch eine Wohnung bezogen. Doch nach dem erfolgreichen Abschluss zog er in diesem Sommer nach Berkenbrück zu seinen Eltern zurück. „Ich bin sozusagen wieder in mein Kinderzimmer eingezogen und genieße in den Spielpausen meine alte Heimat“, freut er sich. Während seiner Engagements wohnt er meist in Hotels, eine zusätzliche Wohnung ist ihm zu teuer.

Vielseitigkeit ist Fabian Klatts Markenzeichen. Denn neben dem Auftritt in dem rasanten Pop-Musical „Hair“ schlüpfte er auch schon in Schillers Schauspiel „Die Räuber“ in die Rolle des Räubers Schwarz. Eine Figur, die ihm sichtlich Spaß bereitet hat. „Der ist so eine Art Robin Hood, der zwar viel Mist baut, aber eigentlich den armen Leuten helfen will“, erklärt der junge Schauspieler.

Die Hauptrolle als Kofferträger Tom

Einen weiteren Coup landete Fabian Klatt mit der Hauptrolle des Kofferträgers Tom in dem Musical „Happy landing“, das im badischen Bad Säckingen uraufgeführt wird. „Es war cool, ich habe mich von Hunderten Bewerbern von Casting zu Casting immer weiter qualifiziert“, berichtet er. Tom könnte zu einer seiner Paraderollen werden. Er verliebt sich am Flughafen in eine Stewardess, auf die aber schon ein Multimillionär ein Auge geworfen hat. „In die Rolle finde ich mich schnell rein“, ist Fabian Klatt überzeugt, „der Tom ist so wie ich, der auch einfach mal übers Turmfest rennt und Mist baut.“

Anfang des Jahres spielte der Berkenbrücker in „Sissi“ den ungarischen Grafen Andrássy und hat sich im wahrsten Sinne hochgearbeitet. „Im nächsten Jahr darf ich die Hauptrolle des Kaisers Franz Josef spielen, das wird eine richtige Herausforderung und dann noch mit österreichischem Dialekt“, sagt Klatt.

Ursprünglich auf eine Sportlerlaufbahn fixiert

Seine Darsteller-Karriere verläuft derzeit recht steil, obwohl sie so gar nicht geplant war. Als Langstreckenläufer war er eigentlich auf eine Sportlerlaufbahn fixiert, eine spätere Erzieherausbildung brach er ab, weil er die Liebe zur Musik und andere sein Talent zum Schauspiel entdeckten. „In meinem Zimmer in Berkenbrück schaue ich manchmal wehmütig auf meine Pokale als Läufer, dafür bleibt heute keine Zeit“, sagt der 26-Jährige.

Außerdem spielt er gern mal Klavier in einem Luckenwalder Seniorenheim oder geht mit netten Leuten ein Bier trinken, wenn ihm wieder mal das „aufgesetzte Getue“ seiner Schauspielerkollegen auf die Nerven geht. Einen großen Traum hat er nicht. „Ich bin einfach glücklich, dass ich mich vielschichtig austoben und davon auch noch leben kann“, sagt er.

Von Elinor Wenke

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