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Warum haben Giraffen einen so langen Hals?

Die MAZ-Kinderuni Warum haben Giraffen einen so langen Hals?

In der MAZ-Kinderuni werden die wichtigsten Kinderfragen beantwortet. Dieses Mal hat sich Jana Jaworek die Frage gestellt, warum Giraffen eigentlich einen so langen Hals haben. Gute Frage, Jana! Hier findest Du die Antwort.

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Königs Wusterhausen. Jana Jaworek verbringt ihre Freizeit gerne im kühlen Nass. Die Achtjährige ist Schwimmerin bei der DLRG in Luckenwalde und trainiert fleißig für ihren Sport. Die kleine Gottowerin ist außerdem eine echte Tierfreundin – wie viele andere Mädchen liebt auch sie besonders Pferde, aber auch mit Hunden, Katzen und Hasen kommt die Grundschülerin gut zurecht. Da wundert es nicht, dass Jana auch gerne in den Zoo geht. Bei ihrem jüngsten Besuch im Berliner Tierpark hat sie wieder viele interessante Arten entdeckt. Ein Zoo-Bewohner hat sie dabei besonders ins Grübeln gebracht, nämlich die Giraffe. Jana fragt sich seither: „Warum haben Giraffen einen so langen Hals?“ Mit dieser Frage hat sich die Schülerin an die MAZ-Kinderuni gewendet.

Die Antwort auf die Kinderfrage weiß Ragnar Kühne, er arbeitet als Zoologe im Zoologischen Garten in Berlin. „Grundsätzlich haben Giraffen einen langen Hals, weil es für sie hilfreich ist, das Laub in den Bäumen zu fressen, an das andere Laubfresser nicht herankommen“, erklärt der Tierexperte. So kommen die Giraffen ganz exklusiv an die Blätter der afrikanischen Akazienbäume – das Leibgericht der riesigen Säugetiere. Giraffen sind also Nahrungsspezialisten. „So vermeiden sie die Konkurrenz mit anderen Tieren“, sagt Ragnar Kühne.

Durch die Evolution haben sich die Hälse über viele Generationen und viele tausend Jahre hinweg entwickelt und sind dabei länger geworden. Denn die höheren Tiere hatten im Vergleich zu den kurzhalsigen Artgenossen Vorteile. Die größeren haben sich deshalb immer weiter vermehrt.

„Das lief so lange weiter, bis die Vorteile durch Nachteile ausgebremst worden sind“, erläutert der Berliner Zoologe. Denn mit einem langen Hals fällt zum Beispiel das Trinken schwerer und für den Organismus ist es aufwändiger, den Blutkreislauf in Gang zu halten. „Es hat sich also eine Halslänge entwickelt, die vorteilhaft für die Tiere ist“, erklärt Ragnar Kühne weiter.

So hat sich über die Generationen eine gewisse Größe bei den Giraffen eingependelt – und die ist nicht zu verachten. Bereits bei ihrer Geburt haben die Tiere eine stattliche Größe: etwa 1,80 Meter sind sie da bereits hoch. Ausgewachsene Exemplare erreichen sogar um die 5,80Meter. Der Hals macht mit rund zwei Metern Länge ein Drittel der Gesamthöhe aus. „Giraffen sind somit die höchsten Säugetiere“, sagt Ragnar Kühne. Erstaunlich dabei ist, dass die Giraffen trotz ihrer Größe genau so viele Halswirbel haben wie wir Menschen – nämlich sieben an der Zahl. Bei den Giraffen sind sie natürlich deutlich größer. Und sie bringen auch einiges an Gewicht auf die Waage. Bis zu 1600 Kilo ein männliches Tier, ein Weibchen wiegt immerhin mehr als 800 Kilogramm. Ihr Lebensraum ist die afrikanische Savanne.

Ragnar Kühne weiß noch mehr über die afrikanischen Großtiere zu berichten: „Sie gehören nicht zu den schlauesten Tieren. Sie sind sehr schreckhaft und vorsichtig“, erzählt der Berliner Zoologe. Dafür haben sie ordentlich Kraft in den Hufen. Mit einer Giraffe sollte man sich deshalb nicht unbedingt anlegen. Für Rangeleien wird aber auch der Hals genutzt. Die männlichen Tiere – bei den Giraffen heißen sie Bullen – kämpfen mit ihren Hälsen und Knochenzapfen am Kopf und schlagen diese an die Vorderbrust, den Kopf und den Hals ihres Gegners . „So messen sie ihre Kräfte“ erklärt der Tierexperte.

Die MAZ-Kinderuni

Die Serie MAZ-Kinderuni gibt Raum für die Fragen der jungen Leser. Kinder und Jugendliche haben dabei die Möglichkeit, Fragen aus allen Sachgebieten zu stellen – sei es Natur, Geschichte, Musik, Astronomie oder Gesellschaft.

Zu den bereits gestellten Fragen zählen zum Beispiel „Warum ist die Sonne heiß“, „Wie viele Vornamen gibt es?“, „Wie viel Wasser steckt in einer Regenwolke“ oder „Warum hat das Jahr zwölf Monate?“

Um die Kinderfragen zu beantworten, sucht die MAZ die passenden Experten aus den jeweiligen Fachgebieten. Die Informationen der Fachleute werden dann kindgerecht aufgearbeitet.

Beteiligen am MAZ-Projekt können sich Kinder und Jugendliche aus der ganzen Region Dahmeland-Fläming. Neben der eigentlichen Frage werden auch Informationen zu den Kindern (Alter, Herkunft und Hobbys) veröffentlicht. Auch ein Foto der jungen Fragesteller gehört zu Berichten im Rahmen der Kinderuni.

Fragen für die MAZ-Kinderuni können per E-Mail an nadine.pensold@maz-online.de gesendet werden.

Von Nadine Pensold

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