Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Was Gäste in Hotels mitgehen lassen
Lokales Teltow-Fläming Was Gäste in Hotels mitgehen lassen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:16 14.08.2016
Gäste lassen aus Hotelzimmern die unterschiedlichsten Dinge mitgehen. Quelle: dpa
Anzeige
Dahmeland-Fläming

Wenn im Zeuthener Seehotel die Zimmermädchen ihre Runden drehen, dann wissen sie immer schon, worauf sie achten müssen. Sind die Notizblöcke noch da? Sind die Handtücher vollzählig? Fehlt irgendwo ein Bademantel? Denn Notizblöcke und Bademäntel des Hotels sind bei den Gästen beliebt. Sogar so beliebt, dass Gäste sich immer wieder welche mit nach Hause nehmen.

Das ist ein durchaus typisches Verhalten, wie die aktuelle Studie des Hotel-Guides „Wellness Heaven“ zeigt. Die Mitarbeiter des Hotelführers hatten mehr als 1000 Hoteliers in ganz Deutschland nach den Dingen gefragt, die am häufigsten gestohlen werden. Zu den Top 5 gehörten neben Handtüchern, Bademänteln und Stiften auch Kleiderbügel und Besteck.

Sogar Kissen und Decken

Das bestätigen auch die großen Hotels der Region so, wenngleich offenbar jedes Hotel ein anderes Kunden- und damit auch potenzielles Diebesklientel anzieht. Im Van-der-Valk-Hotel in Dahlewitz etwa erinnert man sich an Einzelfälle, bei denen sogar Kissen und Decken aus den Zimmern verschwanden. „Bei Kugelschreibern, Bleistiften und Shampoo-Flaschen ist es einkalkuliert, dass Kunden die mitnehmen. Der Zimmerservice tauscht angebrochenes Duschgel und Shampoo ohnehin aus, und weil überall unser Logo drauf ist, kann man das auch als gute Werbung ansehen“, sagt Marketingleiterin Nicole Wunderlich. Es sind Verschleißteile, abzubuchen unter Werbungskosten. Bei Decken und Kissen allerdings sehe die Lage anders aus. „Da prüfen wir dann schon im Einzelfall, ob sich der bürokratische Aufwand einer Verfolgung lohnt oder nicht.“

Im Residenzhotel in Motzen hat man nach einigen Bademantel- und Handtuchdiebstählen das Konzept geändert: Wer ein Zimmer bucht, bekommt ein so genanntes Wellness-Bag dazu. Darin enthalten sind Badeschlappen, Bademantel und Handtuch nebst einem Zettel, auf dem vermerkt ist, dass der Inhalt der Tasche bitte vollständig zu bleiben hat und andernfalls dem Gast in Rechnung gestellt wird. Man habe damit gute Erfolge erzielt, heißt es aus dem Hotel – wobei natürlich trotzdem noch das eine oder andere wegkomme. Ein möglicher Grund: Alle Handtücher sind mit dem Logo des Hotels bedruckt. Wahrscheinlich ist das ein besonderer Anreiz.

Schwindel mit Flaschen aus Minibar

Ein Hotelier, der lieber nicht genannt werden möchte, berichtet auch von einem Trick, der bei Hotelgästen offenbar beliebt ist: Man nehme eine Flasche aus der Minibar, trinke sie halb leer und fülle den Rest mit Wasser auf. „Das geht besonders gut mit Underberg-Flaschen, weil die nicht durchsichtig sind“, sagt er. Wenn der Zimmerservice den Schwindel entdeckt, ist nicht mehr nachzuvollziehen, wie lange die Getränke schon verdünnt im Kühlschrank stehen. Wer der Übeltäter war, lässt sich dann natürlich auch nicht mehr feststellen.

Aber es kommen auch weniger offensichtliche Dinge weg. Hoteleigene Computerkabel etwa oder Verteilerdosen, die für Tagungen gebraucht werden und beim Abbauen der Beamer und Rechner einfach eingerollt und eingesteckt werden. Oder Besteck – wobei sich im Nachhinein auch schlecht nachvollziehen lasse, ob jemand eine Garnitur eingesteckt hat oder ob Messer und Gabel beim Entsorgen der Essensreste aus Versehen mit in den Abfalleimer geworfen wurden.

Kuriose Diebstähle

Die deutschlandweit in der Hotelstudie befragten Hoteliers wussten aber auch von kuriosen Diebstählen zu berichten. In einigen Häusern kommt es demnach gar nicht so selten vor, dass Gäste Kaffeemaschinen, Fernsehgeräte und Föhne mitgehen lassen. Hotelbesucher haben Glühbirnen aus den Fassungen gedreht, Telefone abgeklemmt, Kunstwerke abgehängt und sogar Matratzen aus den Betten gewuchtet. Diebstähle dieser Größenordnung kommen vor allem in Fünf-Sterne-Häusern vor – und sie überschreiten den Rahmen des Normalen bei weitem. „Mit einem gewissen Schwund bei Handtüchern und Besteck rechnet man in einem Hotel aber immer. Da wird eine Inventur und eine Jahresbestellung gemacht, damit gleicht man das wieder aus“, sagt der Verkaufsleiter des Residenzhotels Motzen, Marcus Berg.

Auffällig ist aber doch: In den Hotels im Süden der Region scheinen die Kunden zurückhaltender zu sein, zumindest, wenn man den Angaben der dortigen Verantwortlichen glauben darf. Das mag an den geringeren Ausstattungen der Hotels liegen, aber sicher nicht nur. „Wir haben keine Bademäntel, wir sind ja kein Hilton“, heißt es zwar beim Hotel „Vierseithof“ in Luckenwalde. Guido Graubner, Geschäftsführer des Luckenwalder Hotels „Märkischer Hof“ gibt dagegen Bademäntel aus – und er bekomme sie auch alle wieder, sagt er. „Wir machen das personalisiert. So wissen wir, wem wir was ausgehändigt haben.“

Dinge werden oft vergessen

In seinem Hause werde aber grundsätzlich auch sehr wenig gestohlen, sagt Graubner. Dabei ist das Hotel nicht klein: Es hat 51 Zimmer, in der Umgebung findet man kein größeres. Minibars gibt es trotzdem nicht auf den Zimmern und an den Handtüchern zeigen die Gäste offenbar kein gesteigertes Interesse. Sie lassen eher Dinge liegen, als dass sie etwas stehlen, berichtet Graubner. Ladekabel, Brillen, Duschgel – der Zimmerservice schafft haufenweise vergessene Dinge aus den Räumen. Für gewöhnlich wartet man dann, ob sich der Kunde noch einmal meldet und danach fragt. Anschließend geht unter Umständen ein Paket an den Kunden. „Wir haben dann auch schon mal das eine oder andere teure Duschgel hinterhergeschickt“, sagt Guido Graubner. Dass Kunden indes Handtücher oder Bademäntel wieder zurücksenden, kommt so gut wie nie vor.

Von Oliver Fischer

Das denkmalgeschützte Schulgebäude der Fontane-Grundschule im Ludwigsfelde Dichterviertel wird in den kommenden Monaten komplett saniert. Dazu gehören drei kunstvolle Wandbrunnen auf den Fluren der drei Etagen. Geschaffen hatte sie die Keramik-Künstlerin Eva Schulz-Endert, die unter Hedwig Bollhagen in Velten gelernt hatte.

13.08.2016

Die DRK Wohnstätte „Haus am Heidefeld“ in Großbeeren gibt es nun seit 20 Jahren. In der Einrichtung leben Menschen mit Behinderung. Zu den Gratulanten zählten am Freitag der DRK-Kreisverbandsvorsitzende Harald-Albert Swik, der Großbeerener Bürgermeister Carl Ahlgrimm (parteilos) und der Großbeerener SPD-Landtagsabgeordnete Helmut Barthel.

13.08.2016

Hans Gruhne ist in Pätz aufgewachsen. Schon als Schuljunge hat er gewusst, dass er einmal Olympiasieger wird. Das machte er wahr und holte mit dem Doppelvierer der Männer im Rudern die Goldmedaille. Nun überlegt man in Bestensee, wie man den erfolgreichen Ruderer in seiner Heimat öffentlich ehren kann. Geplant ist dafür ein Familienfest am 11. September.

13.08.2016
Anzeige