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Teltow-Fläming Was, wenn Sie in Zossen dringend müssen?
Lokales Teltow-Fläming Was, wenn Sie in Zossen dringend müssen?
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13:24 01.03.2016
Bahnhofspächter Michael Wadefuhl lässt die Wartehalle zu Zeiten auf- und zuschließen, die mit der Stadt abgesprochen sind. Quelle: Frank Pechhold
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Zossen

Das Toilettenhäuschen am Bahnhof Zossen ist dicht. Wohin also können Fahrgäste und Passanten gehen, wenn sie mal dringend müssen? Warum wird die Wartehalle schon vor der Abfahrt des letzten Zuges geschlossen? Diese Fragen wurden in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Recht, Sicherheit und Ordnung gestellt.

Besonders heftige Kritik übte dabei Ausschuss-Mitglied Hans-Jürgen Lueders (SPD). Der Warteraum werde kurz vor Mitternacht zugeschlossen, „obwohl eine Stunde später noch ein Zug kommt. Da mussten schon Leute im Regen warten.“ Lueders zufolge sei mit dem Pächter vereinbart worden, die Halle erst nach dem letzten Zug zu schließen. Wenn die Halle frühmorgens geöffnet werde, stinke es manchmal gewaltig nach Urin, so Lueders. Weiter wollte er wissen, warum man das Toilettenhäuschen nicht mehr benutzen könne.

Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) versprach, sich um die angesprochenen Probleme zu kümmern. An dem Toilettenhäuschen seien Schreiber zufolge bereits zum dritten Mal erhebliche Vandalismusschäden angerichtet worden. Dazu gehören zwei eingeschlagene Fensterscheiben, der zerstörte Schließmechanismus der Eingangstür und Graffitischmierereien. Wegen dieser Schäden ist das öffentliche Klo geschlossen. Mit dem Pächter des Steakhauses habe man vereinbart, „dass der normale Fahrgast dort in den Keller geht, die Toilette benutzt und dafür 50 Cent abdrückt.“

Das bestreitet der Pächter allerdings. „Dazu haben wir uns nicht bereit erklärt. Unsere gepachteten Toiletten im Steakhaus sind kein öffentliches Klo“, sagte Michael Wadefuhl der MAZ. Einerseits befinde sich neben den Toiletten das Warenlager für Steakhaus und Bistro. Andererseits seien schon Passanten ohne das Personal zu fragen auf die Keller-Toiletten gegangen und hätten „alles voll gepinkelt und -gekackt“. Wadefuhl zufolge hätten Gäste, die im Bistro essen, die Möglichkeit, die gepachteten Toiletten für 50 Cent zu benutzen. Auch älteren Damen werde man das auf Wunsch gestatten, aber nicht allen Fahrgästen. „Wir entscheiden, wer in den Keller gehen und die Toiletten benutzen darf.“ Wobei Wadefuhl weiß, dass manche Leute spätabends in die Wartehalle pinkeln. „Das machen meine Frauen vom Bistro mit sauber, wenn sie früh um fünf zur Arbeit kommen.“ So sei es mit der Stadt vereinbart worden. Vorher habe sich ein Reinigungsdienst um die Sauberkeit gekümmert. „Seitdem wird das anders handhaben, herrscht hier mehr Ordnung“.

Bezüglich der Schließzeiten für die Wartehalle gebe es eine mündliche Absprache mit der Stadt, so Wadefuhl. „Wenn meine Steakhaus-Mitarbeiter Feierabend haben, schließen sie gegen 22 oder 23 Uhr ab.“ Würde man die Halle bis zwei Uhr auflassen, „hätten wir hier samstags die reinste Party-Location.“ Dann kämen junge Leute wieder jeden Samstag mit einer Kiste Bier in die Halle, um zu feiern. „Wenn die Stadt will, dass die Wartehalle erst nach dem letzten Zug abgeschlossen wird, dann muss sie dafür Sorge tragen, dass ein Sicherheitsdienst das tut.“ Allerdings befinde sich die Schließanlage in den von ihm gepachteten Räumen, sagt Wadefuhl. „Deshalb möchte ich nicht, dass fremde Leute in unser Restaurant gehen, um die Halle abzuschließen.“

Von Frank Pechhold

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