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Teltow-Fläming Wasserbett in der Melkanlage
Lokales Teltow-Fläming Wasserbett in der Melkanlage
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17:25 02.03.2014
Der Stadtverordnete Peter Mann geht auf Tuchfühlung mit den Färsen. Die Tiere testen vorübergehend den neuen Rinderstall. Quelle: Elinor Wenke
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Lüdersdorf

Eine nagelneue Milchviehanlage für 810 Kühe entsteht derzeit zwischen Klein Schulzendorf und Lüdersdorf. Bis zu acht Millionen Liter Milch sollen jährlich dort produziert werden. Bauherr ist die Agrar GmbH Trebbin (AGT). Deren zwei Geschäftsführer Uwe Mertin und Jürgen Tripke boten am Sonnabend Trebbiner Stadtverordneten, Mitarbeitern der Verwaltung sowie Ortsvorstehern die Gelegenheit, einen Blick in die fast fertigen Ställe zu werfen. Die Anlage soll im zweiten Quartal in Betrieb gehen.

Eckdaten

5,2 Hektar groß ist der neue Standort der AGT in Lüdersdorf, etwa die Hälfte wird bebaut.

7500 Quadratmeter hat die Fläche des neuen Rinderstalls, rund 4500 Quadratmeter die des Repro-Stalls; der Kälberstall ist 1200 Quadratmeter groß.

Die Wohlfühltemperatur der Kühe liegt zwischen fünf und 17 Grad.

Die Ställe wurden gebaut, um die Produktion von den beiden technisch veralteten Standorten Klein Schulzendorf und Lüdersdorf in einer modernen Anlage zu konzentrieren. „Wir investieren acht Millionen Euro, die Finanzierung ist mit Fördergeld vom Land gesichert“, sagt Tripke, „weitere Fördermittel, zum Beispiel für Futterlager, liegen derzeit auf Eis.“

Entstanden sind vier große Gebäude. Im Rinderstall finden 810 Milchkühe Platz. „Hier ist der Ort zum Fressen und Liegen“, erklärt Mertin und weist auf den gummiartigen Boden, der sich beim Betreten in Wellen bewegt. „Das ist wie ein Wasserbett für die Kühe“, sagt er. Im Repro-Stall werden hochtragende Tiere zum Kalben untergebracht. „Hier fährt auch keine Schleppschaufel zum Entsorgen der Fäkalien lang, um die Kälber nicht zu gefährden“, so Mertin. Der Kälberstall bietet 200 Neugeborenen und Jungrindern Platz.

Großes Interesse fand das Melk-Karussell. 50 Kuhdamen gleichzeitig können sich dort ihre vollen Euter automatisch leeren lassen. „Das Melken dauert etwa 15Minuten, also schaffen wir 200 Tiere pro Stunde“, erklärt Tripke und ergänzt: „Für jede Kuh gibt es eine Erkennung, eine Art Personalbogen.“ Dort werde aufgelistet, wie viel das Tier wiegt, wie hoch die Milchleistung ist und so weiter. „Ein automatisiertes Programm über ihr Wohlbefinden, sodass wir jederzeit eingreifen können.“

Die ersten Milchkühe im neuen Domizil werden im Frühjahr erwartet. Derzeit testen 150 Färsen den Stall. Auf die zweibeinigen Besucher reagieren sie neugierig und zutraulich. „Wenn nicht gerade Fütterung ist, drängeln sie sich an der Wohlfühl-Bürste und gönnen sich eine Rückenmassage“, berichtet Tripke und grinst: „Die Beauty-Termine hier sind heiß begehrt.“

Den Besuchern fällt auf, dass es im Stall kaum unangenehme Gerüche gibt. „Das Gebäude ist sieben Meter hoch, hier kommt jede Menge frische Luft rein“, erklärt Uwe Mertin. Dankbar nehmen die Besucher die vielen neuen Informationen auf. Ihr Fazit: „Man kann alt sein wie ’ne Kuh und lernt immer noch dazu.“

Von Elinor Wenke

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