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Teltow-Fläming Wasserverband KMS investiert 3,3 Millionen
Lokales Teltow-Fläming Wasserverband KMS investiert 3,3 Millionen
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15:35 11.01.2019
In dem Bürogebäude an der Berliner Chaussee 30 in Wünsdorf hat der KMS seinen Sitz. Quelle: foto: christian Zielke
Wünsdorf

Viel Geld soll 2019 in Bauvorhaben fließen. Der Wasserzweckverband KMS will 13,3 Millionen Euro investieren. Auskunft zu den wichtigsten Projekten geben die stellvertretenden Verbandsvorsteher Sabine Kretzschmar und Paul Langleist.

Das größte Projekt im Schmutzwasser-Bereich ist der Bau einer Schlamm-Faulungsanlage am Wünsdorfer Standort der Tandem-Kläranlage. Das auf zwei Jahre befristete Bauvorhaben kostet 5,2 Millionen Euro. „Wobei wir vom Land fast vier Millionen Euro Fördermittel bekommen“, so Sabine Kretzschmar. In der Faulungsanlage wird Klärschlamm in Gas umgewandelt. Das Gas wird in einem Blockheizkraftwerk in Strom verwandelt.

Paul Langleist: „Bauen wird nicht billiger“

„Eine ganz große Hausnummer ist die Schmutzwasser-Erschließung der Motzener Seebad-Siedlung“, so Kretzschmar. Hier kommen mehr als 200 Grundstücke an den Kanal. Noch wird das Abwasser in Gruben entsorgt. Dieses Jahr stellt der KMS dafür zwei, 2020 eine Million Euro bereit. „Wir waren erschrocken über die hohen Baupreise“, sagt Kretzschmar. Ursprünglich habe man mit insgesamt zwei Millionen Euro gerechnet.

„Bauen wird in Zukunft nicht billiger“, so Paul Langleist. Immer wieder mussten Ausschreibungen aufgehoben werden. Die Angebote der Firmen lagen bis zu 20 Prozent über dem, was im Wirtschaftsplan 2018 beschlossen war. Aufgehoben und damit in das Jahr 2019 verschoben wurde auch die Schmutzwasser-Erschließung der Grundstücke am Sperenberger Dümpelweg. Hier habe man mit rund 600.000 Euro ein deutlich besseres Angebot bekommen, so Langleist.

Mit der Kamera im Kanalnetz

„Eine Million Euro stehen zur Verfügung, um das Abwasser-Kanalnetz in der Wünsdorfer Waldstadt zu ordnen“, sagt Langleist. Viele Leitungen in der ehemals von den sowjetisch-russischen Truppen hermetisch abgeriegelten „verbotenen Stadt“ liegen heute auf privaten Grundstücken. „Diese Leitungen werden wir in den öffentlichen Bereich verlegen“, sagt Langleist. Weiter werde das Kanalnetz mit einer Kamera auf eingewachsene Wurzeln, undichte Muffen und schmutzige Einlagerungen untersucht. Die unterirdische Bestandsaufnahme findet an der Cottbuser Straße (B 96) statt.

Trinkwasserleitungen werden in der Rangsdorfer Goethestraße auf einer Länge von 500 Meter ausgewechselt (250.000 Euro). Das Gleiche geschieht in Dabendorf, Brandenburger Straße. Kostenpunkt: 170.000 Euro. Hier sei es in der Vergangenheit immer wieder zu Rohrbrüchen gekommen, so Paul Langleist. Deshalb würden die Rohre erneuert. „Es bringt ja nichts, wenn wir alle zehn Meter die Erde aufreißen und Rohre flicken müssen“. In Sperenberg müsse man an das alte Trinkwassernetz in der Klausdorfer Straße ran (150.000 Euro).

Kommunalaufsicht entscheidet über Kredite

Weiter werden mehrere Pumpwerke im Verbandsgebiet saniert und mit moderner Technik ausgerüstet. Beispielsweise in Kallinchen, Kummersdorf-Alexanderdorf und Dabendorf. „Diese Pumpwerke sind nach 15 bis 20 Jahren einfach fällig“, so Langleist.

Bereits beschlossene und finanziell abgesicherte Bauvorhaben können sofort ausgeführt werden. Andere Projekte wie die Erschließung der Motzener Seebad-Siedlung hingegen erst nach der für den 12. Februar anberaumten Verbandsversammlung. Dann wollen die Vertreter der fünf Mitglieds-Kommunen den anschließend von der Kreis-Kommunalaufsicht zu genehmigenden Wirtschaftsplan 2019 beschließen. Die Kommunalaufsicht müsse unter anderem darüber entscheiden, in welchem Umfang der KMS Kredite aufnehmen darf, so Sabine Kretschmar. „Von dieser Entscheidung hängt es ab, ob wir alle geplanten Vorhaben in die Tat umsetzen können“.

Von Frank Pechhold

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