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Wechsel an der Spitze

Erstaufnahmeeinrichtung Wünsdorf Wechsel an der Spitze

Noch bevor die Erstaufnahmeeinrichtung in Wünsdorf überhaupt in Betrieb ist, gibt es einen Wechsel in der Leitung. Oliver Fiolleau, der bisher sowohl die Einrichtung in Wünsdorf wie die in Ferch leitet, wird sich auf Ferch konzentrieren. Die Verantwortung in Wünsdorf übernimmt sein bisheriger Stellvertreter.

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Die Erstaufnahmestelle während der Bauarbeiten

Quelle: Fischer

Wünsdorf. Olivier Fiolleau wird die vom DRK-Kreisverband Fläming-Spreewald betriebene Wünsdorfer Erstaufnahmestelle für Asylbewerber nicht leiten. Statt dessen ist sein bisheriger Stellvertreter Timon Marszalek ab sofort mit dieser Aufgabe betraut. Diese überraschende Personalie bestätigte Harald-Albert Swik, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Mittwoch der MAZ. Swik zufolge brauche man Fiolleau als Leiter in Ferch (Potsdam-Mittelmark). Dort betreibt das DRK eine mit 400 Plätzen ausgestattete, aktuell mit 200 Menschen belegte Erstaufnahmestelle.

Ursprünglich war wie berichtet geplant, dass der gebürtige Franzose Fiolleau beide Erstaufnahmestellen und nicht nur die in Ferch leiten soll. Der 50-jährige Wahl-Berliner baute das Betreuer-Team für die Wünsdorfer Asylunterkunft auf. „In dieser Eigenschaft hat er auch Timon Marszalek dazu bewogen, zu uns zu kommen“, sagt DRK-Chef Swik.

Sowohl Fiolleau als auch Marszalek waren mehrere Jahre für die humanitäre Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ tätig. Fiolleau plante und koordinierte medizinische Hilfsprojekte in Krisengebieten. Ein Einsatzland war die Demokratische Republik Kongo. Im Kongo war auch Timon Marszalek mehrere Jahre als Krisenmanager im Einsatz.

Diese Erfahrungen dürften ihm nun bei der Leitung der Wünsdorfer Erstaufnahmestelle zu Gute kommen. Deren Kapazität wird bis Mitte 2017 auf 1700 Plätze in festen Gebäuden und Wohncontainern ausgebaut. In den Umbau des landeseigenen Verwaltungskomplexes B zur Erstaufnahmestelle investiert Brandenburg rund 35 Millionen Euro. Wenn alle Plätze belegt sind, werden sich fast 200 Personen – DRK-Mitarbeiter sowie Dienstleister für Reinigung, Wäscherei und Catering – um die Asylbewerber kümmern.

Nach der Bauabnahme am 4. Januar wurde die offizielle Inbetriebnahme wegen Nacharbeiten verschoben. Bei der Sicherheitsbeleuchtung, die etwa die Fluchtwege erkennbar macht, „gab es an einigen Stellen geringen Nachbesserungsbedarf“, so Christin Bargel, Pressesprecherin des Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen. Mittlerweile habe man alle Mängel abgearbeitet. Deshalb stehe aus baulicher Sicht der Aufnahme von Flüchtlingen ab dem 18. Januar nichts mehr im Wege.

Zum 2. Februar ruft Jean-Pascal Hohm aus Rangsdorf zur dritten „Demonstration für die Zukunft unserer Heimat“ auf. Sie beginnt um 18.30 Uhr auf dem Marktplatz. Hohm ist Landesvorsitzender der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative. Für die Demonstration wird unter anderem auf der rechtspopulistischen Facebook-Seite „Wünsdorf wehrt sich“ geworben.

Von Frank Pechhold

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