Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Wechsel in Kämmerei Blankenfelde-Mahlows
Lokales Teltow-Fläming Wechsel in Kämmerei Blankenfelde-Mahlows
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:20 26.05.2016
Kämmerin Jutta Sachtleben (l.) übergibt den Haushalt an Nachfolgerin Kristin Czock. Quelle: Christian Zielke
Anzeige
Blankenfelde-Mahlow

Wenn am heutigen Donnerstagabend der Nachtragshaushalt in der Gemeindevertretung von Blankenfelde-Mahlow diskutiert wird, dann ist es das letzte Werk unter der Regie von Jutta Sachtleben. Die Kämmerin geht nach 25 Jahren in den Ruhestand.

Am Dienstag endet eine Ära in Blankenfelde-Mahlow. Jutta Sachtleben war immer die korrekte, stets ruhige Frau der Zahlen. Selbst bei denen, die sonst kein gutes Haar an der Verwaltung lassen, war sie respektiert. „Politik war nie meins“, sagt sie und wenn es in der Gemeindevertretung einmal hoch herging, wahrte sie die gute Miene. Dabei konnte sie auch streng sein. „Ich war schon auch mal die Bremserin“, sagt sie. Immer mahnte sie Folgekosten an und warnte davor, auf Pump zu leben. Mit Erfolg: Ende 2020 wird Blankenfelde-Mahlow schuldenfrei sein.

1991 kam Jutta Sachtleben nach Blankenfelde-Mahlow

Bürgermeister und Amtsdirektoren kamen und gingen, Jutta Sachtleben war immer da – seit 1991, als Blankenfelde und Mahlow noch als Verwaltungsgemeinschaft verbunden waren, ab 1993 als Amt aus fünf Gemeinden. Es waren die wilden 90er Jahre, als man im Osten vom Westen gelernt hat. Jutta Sachtleben wollte lernen. Als ehemalige Mitarbeiterin der DDR-Fluggesellschaft Interflug bewarb sich die studierte Finanzökonomin in Blankenfelde. Noch während sie in ihrem zur Abwicklung vorgesehenen Staatsbetrieb auf Kurzarbeit gesetzt wurde, arbeitete sie sich in die neue Stelle als Kämmerin ein. „Es war eine richtige Gründerzeit“, erinnert sie sich an die Nachwendejahre.

2003 wurde Jutta Sachtleben die Kämmerin der Großgemeinde Blankenfelde-Mahlow. Es kamen neue Projekte wie der doppische Haushalt, den Blankenfelde-Mahlow als eine der ersten Gemeinden in Brandenburg eingeführt hat. Manchmal wünscht sich die Kämmerin von den Gemeindevertretern mehr Weitsicht beim Geldausgeben„Wir sollten mehr Geld für Investitionen statt für Konsumaufgaben ausgeben“, sagt sie. Doch Straßenbaumaßnahmen seien bei Bürgern unpopulär, die ständigen Reparaturen zehrten jedoch das Geld auf.

Nachfolgerin ist Kristin Czock

Sie habe ihre Arbeit immer gern gemacht, umso mehr habe sie getroffen, dass sie 2012 im Zusammenhang mit dem Rathausbau ins Visier der Korruptionsstaatsanwaltschaft geriet, sagt Sachtleben. „Das war die schlimmste Zeit meines Lebens“, erinnert sie sich. Zwei Jahre später wurde das Verfahren eingestellt.

Kristin Czock kennt einige der Geschichten. Sie wird am 1. Juni Jutta Sachtleben folgen. „Ich freue mich auf die neue Aufgabe“, sagt die künftige Kämmerin, die 17 Jahre in der Potsdamer Stadtverwaltung tätig war. Nach fünf Monaten Eingewöhnungszeit muss sie nun den Haushalt für 2017 vorbereiten. „Ich war anfangs etwas aufgeregt“, sagt die 35-Jährige, was am oft ruppigen Ton in der Politik liegt. „Ich wünsche mir, dass die Leute mehr an einem Strang ziehen.“

Von Christian Zielke

Teltow-Fläming Jubiläum der Interessengemeinschaft - 25 Jahre Jüterboger Seniorenverband

Kurz nach dem Mauerfall erkannten Jüterboger Senioren, dass sie ihre Interessen selbst vertreten müssen. Im Mai 1991 gründeten sie eine Ortsgruppe im Hinterbliebenenverband und wechselten später zum Brandenburgischen Seniorenverband. Nun feierten sie das 25-jährige Bestehen ihrer Interessenvertretung.

26.05.2016

Für die Anpassung an den West-Tarif kämpfen weiterhin die Beschäftigten des Sägewerks der Firma Klenk in Baruth. Der dreitägige Streik erreicht heute seinen Höhepunkt. Zu einer Kundgebung wird ein namhafter Gast erwartet.

26.05.2016
Teltow-Fläming Ortsteil von Trebbin putzt sich heraus - Mehr Ideen als Platz in Klein Schulzendorf

Ideen gibt es viele in Klein Schulzendorf, wie man den Ort verschönern kann. Allein die Fläche hinter Spielplatz und Feuerwehr dürfte nicht ausreichen, um alle Ideen schon vom Platz her umzusetzen. Und am Geld wird es wohl auch fehlen wie beim Gemeindehaus, das man gern in die Kita verlegen würde, wenn die ein neues Domizil bekäme.

29.05.2016
Anzeige