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Wegen Vergewaltigung auf der Anklagebank

Prozess gegen 28-jährigen Luckenwalder Wegen Vergewaltigung auf der Anklagebank

Wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung musste sich ein 28-jähriger Luckenwalder am Montag vor dem Amtsgericht verantworten. Er streitet die Tat ab. Der Prozess wurde ohne Urteilsspruch vertagt.

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Über eine mutmaßliche Vergewaltigung wird in Luckenwalde verhandelt.

Quelle: dpa

Luckenwalde. Wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung musste sich Steffen S. am Montag vor dem Amtsgericht in Luckenwalde verantworten. Ein Urteil wurde noch nicht gesprochen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 28-jährigen Luckenwalder vor, am 27. März 2015 in einem Mehrfamilienhaus im Tuchschererweg eine junge Frau im Treppenhaus plötzlich gegen eine Wand gestoßen und gewaltsam festgehalten zu haben. Dann soll er die Frau sexuell genötigt und eine „beischlafähnliche“ Handlung an ihr vorgenommen haben. Als die kleine Tochter der Frau dazukam, soll der Angeklagte von seinem Opfer abgelassen haben. Die Frau tritt in dem Prozess als Zeugin auf.

S. selbst schildert das Geschehen völlig anders. Er war eine Zeit lang sowohl mit der Zeugin als auch einer weiteren Mieterin des Hauses befreundet. Nach einem Streit und längerer Funkstille habe er sich am 27. März mit der Zeugin getroffen. Sie sei betrunken gewesen, habe ihn geküsst und sei dann aufgrund ihres Zustandes an einer Wand im Treppenhaus zusammengesackt. Er habe versucht, ihr aufzuhelfen und sie zu ihrer Wohnung zu bringen. Dann kam die Tochter der Frau hinzu.

Später rief die Frau die Polizei. S. gab zu, dass er sich, als die Polizei nach ihm suchte, unter einem Bett versteckt habe. „Ich war ein Jahr in Haft, bin noch in der Bewährungszeit und wollte der Situation einfach aus dem Wege gehen“, räumte er ein.

Die Zeugin, die einen Opfer-Beistand vom Weißen Ring an ihrer Seite hatte, schilderte das Geschehen aus ihrer Sicht. Der Angeklagte habe sie gegen die Wand gedrückt, gewürgt, dann gewaltsam geküsst, mit seinem Knie ihren Oberschenkel festgehalten und dann sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen. Sie habe einen großen blauen Fleck und Würgezeichen am Hals davongetragen. Allerdings hatte sie sich erst zwei Tage nach dem Vorfall einem Arzt vorgestellt. Auf die Frage der Richterin, warum sie nicht sofort die Polizei gerufen habe, antwortete sie: „Ich war total fertig und stand unter Schock.“ Als Zeugen befragt wurden auch der 15-jährige Sohn und die neunjährige Tochter der Zeugin, das Mädchen unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Am Telefon soll S. später seinem Opfer gegenüber Reue gezeigt und sich entschuldigt haben. Das Gespräch, das aufgezeichnet und auf eine CD gebrannt worden war, war zumindest in der Verhandlung am Montag nicht verwertbar. Der Prozess wurde vertagt. Es sollen weitere Zeugen gehört und das Opfer einem Gutachter vorgestellt werden.

Von Elinor Wenke

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