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Wegweiser zu Partnerstädten enthüllt

Blankenfelde Wegweiser zu Partnerstädten enthüllt

Ein besonderes Schmuckstück ziert seit Freitag den Eingang des Verwaltungsgebäudes in Blankenfelde. Dort wurde ein Wegweiser mit den Namen der drei Partnerstädte der Gemeinde enthüllt. Das Schild selbst steckt voller Symbolik – was sein Schöpfer, der Kunstschmied Werner Mohrmann-Dressel, auch beabsichtigt hat.

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Marion Dzikowski (M.), die stellvertretende Bürgermeisterin, enthüllte den Wegweiser zusammen mit Vertretern der Partnerschaftsvereine.

Quelle: Foto: Christian Zielke

Blankenfelde. Wenn Werner Mohrmann-Dressel mit Hammer und Amboss zu Werke geht, entsteht nicht nur ein Stück Metall. Als Kunstschmied geht es ihm auch immer um die Bedeutung seiner Werke. Seine jüngste Arbeit steckt voller Symbolik. Am Freitag wurde der von ihm gestaltete Wegweiser mit den Partnerstädten der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow vor dem Verwaltungsgebäude in der Karl-Marx-Straße feierlich enthüllt.

Über den Schildern mit den Ortsnamen hat Werner-Mohrmann-Dressel Menschen angedeutet, die über eine angedeutete Brücke aufeinander zu laufen. „In diesen Zeiten sollte man Brücken bauen, damit die Menschen einander begegnen können“, sagt er. Mit den Menschen im rheinland-pfälzischen Bad Ems ist man in Blankenfelde-Mahlow seit 25 Jahren eng verbunden.

Silberhochzeit mit Bad Ems in diesem Sommer

Detlef Pikarski, der Vorsitzende Partnerschaftsvereins, will sich zum silbernen Jubiläum im Sommer ganz besonders ins Zeug legen. Eine Delegation aus Blankenfelde-Mahlow wird erstmals am großen Blumenkorso in Bad Ems teilnehmen. Dann werden dutzende mit Blumen geschmückte Wagen durch die Stadt fahren. „Wir haben uns auch eine Überraschung ausgedacht“, sagt Detlef Pikarski. Ein Bläserchor wird den Bad Emsern zur Begrüßung ein Ständchen spielen.

Dass Partnerschaft auch schwierige Zeiten durchlebt, erfährt Wolfgang Lebe seit einigen Jahren. Er hatte die Verbindung in die ungarische Stadt Tószeg initiiert, die seit 2005 offiziell ist. Heute ist er Vorsitzender des 19 Mitglieder starken Partnerschaftsvereins. „Ich habe das als Reaktion auf die fremdenfeindlichen Übergriffe in Mahlow gemacht“, sagt der Dahlewitzer.

Nationalistische Töne in Ungarn sorgen für Unbehagen

Die derzeitige ungarische Regierung schürt ein fremdenfeindliches Klima im Land. „Das Klima hat sich verändert“, sagt Lebe. Nationalistische Symbolik und Rhetorik hätten sich in den vergangenen Jahren stark ausgebreitet. Der Beziehung habe das jedoch keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. In Tószeg gebe es viele Menschen, die gerade jetzt über die Landesgrenzen hinweg denken und Kontakte aufrecht erhalten wollen. „Man sollte in einer solchen Situation gerade im Gespräch bleiben und nicht loslassen“, sagt Wolfgang Lebe. Im Mai werden Schüler der Blankenfelder Ingeborg-Feustel-Schule nach Ungarn aufbrechen, die etwas Älteren werden im Juni folgen.

Lange Verbindung nach Litauen auf Kirchenebene

Ebenfalls im Juni wird eine Delegation aus Blankenfelde-Mahlow nach Litauen fahren. Mit Kretinga unterhält die Gemeinde erst seit zwei Jahren offiziell eine Partnerschaft. In Wahrheit besteht das deutsch-litauische Band schon seit 23 Jahren, geknüpft von den Kirchengemeinden von Blankenfelde und Kretinga. Mittlerweile pflegen auch die Musikschulen engen Kontakt. „Es ist eine schöne Vermischung“, sagt Thomas Hartmann, Diakon der evangelischen Kirche. An den guten Beziehungen habe sich durch den offiziellen Akt kaum etwas verändert. Nur eins merke man, sagt Hartmann. „Finanziell hat sich einiges verbessert.“

Von Christian Zielke

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