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Wehr bekommt Hilfsleistungslöschgruppenfahrzeug

Wolterdorf Wehr bekommt Hilfsleistungslöschgruppenfahrzeug

Das neue Woltersdorfer Feuerwehrauto ist in etwa so groß wie seine Bezeichnung lang ist: Hilfsleistungslöschgruppenfahrzeug – kurz: HLF 20. Am Freitagabend wurde es offiziell der Woltersdorfer Wehr übergeben, obwohl es schon am Vorabend bei dem großen Sturm den Feuerwehrleuten gute Dienste geleistet hatte bei drei Einsätzen.

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Bernd Wendlandt (l.) und Mathias Richter inspizieren das HLF 20.

Quelle: Reck

Woltersdorf. Ein neues Fahrzeug mit allem Schnick und Schnack wurde am Freitagabend der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf offiziell übergeben. Es ist ungefähr so groß wie seine Bezeichnung lang ist: Hilfsleistungslöschgruppenfahrzeug. Kein Wunder, dass man in Feuerwehrkreisen gern mit Abkürzungen arbeitet. Eine solche lautet in diesem Fall: HLF 20. Die 20 steht für 2000 Liter. So viel Löschwasser fasst der Tank des Feuerwehrautos. Und wenn daran alle Schläuche gleichzeitig angeschraubt werden, kann die Pumpe den gesamten Inhalt in nur einer Minute durchjagen.

Riesige technische Ausstattung

Ansonsten ist das Fahrzeug ausgerüstet mit einer riesigen technischen Ausstattung, die neben Löscheinsätzen vor allem für technische Hilfeleistungen auf Straßen und an Bahnschienen gedacht sind. Zu den Gerätschaften zählen unter anderem ein sogenannter Sprungretter, also ein mit Luft zu füllendes Riesenkissen, auf das man sich im Notfall aus höheren Stockwerken fallen lassen kann. Ein großes, schweres Rettungsgerät – ein hydraulischer Spreizer zum Öffnen von Unfallfahrzeugen – gehört ebenso dazu wie ein pneumatisch ausfahrbarer Lichtmast zum Ausleuchten der Einsatzstelle. In die Fahrgastzelle passt eine Gruppe von neun Einsatzkräften.

Das modernste Löschfahrzeug auf dem Markt

„Das ist zurzeit das modernste kommunale Löschfahrzeug auf dem Markt“, sagt der Woltersdorfer Ortswehrführer Mathias Richter erfreut über die Neuanschaffung. Seine Feuerwache dient als Unterstützpunkt des Feuerwehrstützpunktes Luckenwalde, weshalb seiner Wehr das neue Fahrzeug zugeteilt wurde. Die Gesamtkosten in Höhe von fast 337 000 Euro teilen sich Land und Gemeinde. Hersteller ist die Firma Rosenbauer. „Das ist gut so“, sagte Richter, „weil wir nur bis nach Luckenwalde fahren mussten, um es abzuholen.“

Einsatz schon vor der offiziellen Übergabe

Gemeinsam mit Gemeindebrandmeister Bernd Wendlandt inspizierte Mathias Richter am Freitagvormittag das neue Fahrzeug. Dabei kennt man es schon ganz gut, weil es den Woltersdorfer Feuerwehrleuten erst am Vorabend bereits gute Dienste geleistet hatte. So wurde es zu drei Einsätzen aus der neuen Woltersdorfer Feuerwache herausgefahren, unter anderem als es darum ging, noch am späten Abend Fahrgäste eines Zuges, der nach dem großen Sturm wegen fehlendem Strom zwischen Trebbin und Luckenwalde stehen geblieben war, zu evakuieren.

Insgesamt hatten die Wehren aus Nuthe-Urstromtal mit 17 Fahrzeugen und 84 Einsatzkräften 129 Ereignisorte angefahren, um dort technische Hilfe zu leisten. Das alte Löschgruppenfahrzeug (LF 16), Baujahr 1990, wurde am Freitag an die Ruhlsdorfer Wehr übergeben.

Von Hartmut F. Reck

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