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Teltow-Fläming Weichenstellung für den Bahnhofsumbau
Lokales Teltow-Fläming Weichenstellung für den Bahnhofsumbau
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00:30 02.03.2018
Projektingenieur Marcus Reuner von der DB Netz AG betreut den Umbau des Wünsdorfer Bahnhofes. Quelle: fotos: Frank Pechhold (2)
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Wünsdorf

Der Fahrplan für den Umbau des Bahnhofs Wünsdorf steht fest. Heute werden alle dazu vorgebrachten Stellungnahmen und Einwendungen im Bürgerhaus bei einem nicht öffentlichen Termin erörtert. Vor Ort erläuterte Projektingenieur Marcus Reuner von der DB Netz AG den Planungsstand.

„Eigentlich sind wir guter Dinge“, sagt Reuner. Nur vier private Stellungnahmen von Bürgern habe es gegeben. Das sei für so einen großes Bauvorhaben sehr wenig. Deshalb nehme man die Sorgen umso ernster und befinde sich mit den betroffenen Anliegern im Gespräch.

Der Mittelbahnsteig kommt weg

„Wir sind jetzt so weit, dass die Entwurfsplanung fertig ist“, so Reuner. Es steht also fest, wie der Bahnhof – Gleisanlagen und Bahnsteige – einmal aussehen sollen. Insgesamt investiert die Bahn rund 40 Millionen Euro. Damit handelt es sich hier um eine der größten Einzelmaßnahmen beim Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Dresden für Tempo 200 Kilometer pro Stunde.

Damit später Züge mit dieser Geschwindigkeit fahren können, werden die Bahnsteige neu angeordnet. Der Mittelbahnsteig kommt weg. Dafür entstehen zwei neue, je vier Meter breite und 170  Meter lange Außenbahnsteige mit Wegeleitsystem, Beleuchtung, Beschallung und Zuganzeige. Die Anzahl der Gleise bleibt. Zwei durchgehende, je zwei Kilometer lange Hauptgleise, ein 740 Meter langes Überholgleis und das 210 Meter lange Kopfgleis werden neu gebaut, die beiden Abstellgleise neu angeschlossen. Alle Oberleitungen werden erneuert und ein elektronisches Stellwerk gebaut, das von der Leitzentrale in Berlin-Pankow aus gesteuert wird.

Insgesamt rund 900 Meter lange Lärmschutzwände werden gezogen

Wegen der dichten Wohnbebauung auf der westlichen Bahnhofseite zwischen Chausseestraße und An den Gärten werden insgesamt rund 900 Meter lange Lärmschutzwände gezogen. Auf der östlichen Seite haben 24 Gebäude-Eigentümer Anspruch auf passiven Schallschutz.

Rückgebaut wird der beschrankte Übergang „Am Bahnhof“. An der gleichen Stelle ist ein Tunnel für Fußgänger und Radfahrer geplant. Weiter entsteht eine Brücke zwischen der Straße Waldesruh und der Friedensstraße. „Beide Ersatzmaßnahmen kosten insgesamt rund 7,5 Millionen Euro“, so Marcus Reuner. Bahn, Bund und Stadt Zossen tragen jeweils ein Drittel der Kosten.

Tunnel mit Rampen und Treppen sowie Brücke für Autos und Radfahrer

Die Personenunterführung „Am Bahnhof“ besteht aus einem drei Meter breiten Gehweg und einem zweieinhalb Meter breiten Radweg. Als Zugänge dienen Treppen und Rampen für Gehbehinderte und Fußgänger mit Kinderwagen. Für den Bau der Rampen brauche man die Fläche mit der Brandruine des früheren Hotels „Märkischer Hof“. „Wenn wir das Gebäude abreißen, wird wohl niemand darum trauern.“ Zurzeit beginne die Kontaktaufnahme mit den Eigentümern.

Die geplante Bahnbrücke bekommt eine sieben Meter breite Straße und einen 2,50 Meter breiten Radweg. „Bevor wir hier mit Baumaßnahmen beginnen, wird alles großflächig nach Kampfmitteln und anderen Schadstoffen abgesucht“. Aktuellen Untersuchungen zufolge müsse man rund 6000 Kubikmeter belasteten Boden austauschen.

Bauarbeiten ohne Totalsperrung der Bahnstrecke

„Ursprünglich wollten wir auch das Bahnhofsgebäude weg nehmen, um mehr Baufreiheit zu haben“, sagt Reuner. Allerdings habe sich die Zossener Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) für den Erhalt des Gebäudes eingesetzt, um beispielsweise eine Gastronomie zu betreiben. „Diesem Wunsch sind wir nachgekommen.“ Allerdings werden ein Container und die Toiletten hinter dem Gebäude abgerissen, genau wie ein an der Schranken stehender Einmann-Beton-Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Reuner zufolge rechne die Bahn 2019 mit dem beim Eisenbahnbundesamt beantragten Planfeststellungsbeschluss. Ende 2019 sollen die vorbereitenden Maßnahmen und anschließend der eigentliche Umbau des Wünsdorfer Bahnhofs beginnen. Vorgesehen sei, den Zugverkehr in Richtung Baruth und Berlin eingleisig aufrecht zu erhalten, so Marcus Reuner. „Ende 2022 wollen wir wieder mit einem fertigen Bahnhof in Betrieb gehen. Direkt daran soll sich der Umbau des Bahnhofes in Zossen anschließen.“

Von Frank Pechhold

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