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Teltow-Fläming Weihnachten im Heizungskeller
Lokales Teltow-Fläming Weihnachten im Heizungskeller
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11:05 22.10.2013
Rolf Ihle in seinem Büro in Schönefeld. Quelle: Margrit Hahn
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Schönefeld

Seit 35 Jahren hat Rolf Ihle seinen Meisterbrief als Klempner und Installateur in der Tasche. Auch mit 70 Jahren sitzt er heute noch fast täglich im Büro, schreibt Rechnungen und kümmert sich um die Finanzen. Gelernt hat der gebürtige Kummersdorfer den Beruf beim Rohrleitungsbau in Ludwigsfelde. Später war er bei der PGH Haustechnik in Klausdorf tätig. Wie viele Kilometer Rohre er im Laufe der Jahre verlegt hat, kann er nicht genau sagen. „Aber einiges kommt da schon zusammen“, sagt Ihle, der seit Januar 1979 selbstständig ist.

Zu seinen Lieblingsbaustellen gehörte die Verlegung der zentralen Wasserversorgung in Dümde und Schönefeld. Während in Dümde größtenteils der damalige Meliorationsbetrieb mitgeholfen hatte, kümmerten sich Rolf Ihle und seine Mitarbeiter in Schönefeld um die Wasseranschlüsse. Der Auftrag wurde zu DDR-Zeiten begonnen und nach der Wende abgeschlossen. „Das war natürlich günstig, direkt vor der Haustür zu arbeiten“, so der Schönefelder, der seit 1961 im Ort wohnt.
Für die Meisterprüfung musste Ihle in einem Einfamilienhaus die kompletten Klempner- und Installationsarbeiten ausführen und die entsprechenden Zeichnungen anfertigen. Zur Schule fuhr er nach Frankfurt (Oder). „Zu DDR-Zeiten war viel Politik dabei“, erinnert sich Ihle.

Dass man als Handwerker immer Gewehr bei Fuß stehen muss, das hat er mehr als einmal erfahren müssen. Den ersten Weihnachtsfeiertag verbrachte er mehrmals im Keller. Morgens kam der Anruf, dass ein Kessel nicht funktioniert. „Das war jedes Jahr das Gleiche. Niemand dachte vorher daran, den Kessel warten zu lassen. Und ausgerechnet Weihnachten musste der Ölkessel dann gereinigt werden. Dementsprechend sah ich dann anschließend aus“, berichtet der zweifache Familienvater und vierfache Opa. Auch Silvester musste er schon mal in den Blaumann schlüpfen und Heizungen reparieren,weil die Bewohner in Schönefeld im Kalten saßen. Trotzdem hat Ihle es nicht bereut, dass er Klempner- und Installateur geworden ist, obwohl er damals noch lieber Kfz-Mechaniker gelernt hätte.

Wenn Rolf Ihle auf die vergangenen Jahre zurückblickt, dann auch auf Höhen und Tiefen. Heute ist er froh, dass sein Geschäft ohne Kredite läuft. Aus gesundheitlichen Gründen muss der Handwerksmeister inzwischen kürzer treten. So trifft man ihn auch nicht mehr auf Baustellen an. Das überlässt er seinem Sohn.

Neben der Büroarbeit hat Rolf Ihle auf seinem Grundstück genügend zu tun. Arbeit gibt es da immer. Hin und wieder gönnt er sich eine Auszeit und fährt mit seiner Frau und mit Freunden nach Lüdersdorf zum Bowlen. Einige Jahre leitete Rolf Ihle den Jugendklub und er war auch als ehrenamtlicher Ortsvorsteher tätig.

Von Margrit Hahn

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