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Weihnachtlicher Auftakt in Jüterbog

Jüterbog Weihnachtlicher Auftakt in Jüterbog

Offene Geschäfte, syrische Spezialitäten, Schüsse auf Weihnachtsbaumkugeln und eine besondere Würdigung für die Nikolaikirche beim 1. Advent in der Altstadt.

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Die Gruppe „Trommelfieber“ sorgte beim „Advent der Begegnung“ in der Jüterboger Nikolaikirche mit einem heißen, rhythmischen Auftritt für musikalische Unterhaltung.

Quelle: Isabelle Richter

Jüterbog. Pünktlich zum 1. Advent sorgten am Sonntagnachmittag nicht nur die ersten Schneeflocken in Jüterbog für Weihnachtsstimmung, auch die Eröffnung der ersten Weihnachts- und Adventsmärkte lockte viele Besucher aus ihren Häusern in die Stadt.

Vereine sammeln Geld für ihre Projekte

Beim Vereinsweihnachtsmarkt auf dem Rewe-Parkplatz präsentierten sich mehrere Jüterboger Vereine. Mit selbst gemachte Köstlichkeiten, Gewinnspielen und handgemachter Deko versuchten sie auch, ihre Vereinskassen ein wenig aufzubessern.

So hatten zum Beispiel Mitglieder des Modellsportclubs Jüterbog in rund zwei Monaten Vorbereitungszeit liebevoll Schneemänner und Elche aus Holz gebastelt. Originell auch: Die Jüterboger Stadtsilhouetten aus Europaletten.

„Man muss sich jedes Jahr etwas Neues einfallen lassen“, sagte der Vereinsvorsitzende Frank Dietzel. Deshalb wurden sogar verschiedene Teile für Schwippbögen zum Selberbauen angefertigt. „Da können die Kinder selbst dran arbeiten“, erklärte Dietzel.

Die Einnahmen ihres Standes möchten die Modellsportler für ihre 16-köpfige Jugendabteilung nutzen. Denn der Verein benötigt zum Bauen immer wieder Material und führt auch Projekte in Schulen durch.

Die Fußballer vom FC Viktoria Jüterbog nutzten den Vereinsweihnachtsmarkt ebenfalls als Einnahmequelle, um den Umbau einer Baracke in ein eigenes Vereinsheim zu finanzieren.

Stöbern beim verkaufsoffenen Sonntag

Beim Stand der Jüterboger Schützen wurde mit der Armbrust scharf geschossen. Um einen Preis zu ergattern mussten hier – zum Thema passend – die Christbaumkugeln an einem Weihnachtsbaum getroffen werden.

Am Stand der Jüterboger Schützengilde konnten die Besucher mit Armbrüsten auf Wehnachtskugeln schießen

Am Stand der Jüterboger Schützengilde konnten die Besucher mit Armbrüsten auf Wehnachtskugeln schießen.

Quelle: Isabelle Richter

Neben weiteren Ständen der Heimatvereine Jüterbog und Werder, des Abitur-Jahrganges des Goethe-Schiller-Gymnasiums oder der Jüterboger Jugendfeuerwehr nutzten auch die Profis den Tag.

Die Geschäfte hatten zum verkaufsoffenen Sonntags geöffnet. Viele Besucher stöberten dort schon einmal nach Weihnachtsgeschenken für Freunde und Familien.

Beim Weihnachtsmarkt der Vereine auf dem Parkplatz von Rewe wartete bereits der Weihnachtsmann auf die Besucher

Beim Weihnachtsmarkt der Vereine auf dem Parkplatz von Rewe wartete bereits der Weihnachtsmann auf die Besucher.

Quelle: Isabelle Richter

Die Kinder wurden in der Zwischenzeit vom Weihnachtsmann empfangen und durften sich außer einem Schnappschuss auch ein kleines Vorausgeschenk bei ihm abholen – allerdings nur mit dem Nachweis, dass sie auch das Jahr über artig gewesen sind.

Traditionelle und internationale Gerichte

Eine andere besinnliche Atmosphäre strahlte, nur einen Scheeballwurf entfernt in der Jüterboger Nikolaikirche, der Advent der Begegnung aus. Dort starteten die Beteiligten für ihre Gäste ab 13 Uhr ein buntes Programm.

Musikalische Auftritte wie die des Kreismusikschulensembles „Trommelfieber“ zählten zu den Höhepunkten des bis in den Abend reichenden Programms.

Außergewöhnlich war dort das kulinarische Angebot. Neben den traditionell, weihnachtlichen Speisen gab es für Besucher die Auswahl zwischen syrischen, afghanischen oder persischen Gerichten. Denn Flüchtlinge, die in Jüterbog leben, haben sich an dem Fest beteiligt.

Auf großes Interesse stießen einmal mehr die Orgelführungen mit Kreiskantor Peter-Michael Seifried.

Auszeichnung für die Jüterboger Nikolaikirche

Ein ganz neuer Programmpunkt kam in diesem Jahr dagegen mit der Verleihung für die Auszeichnung „Denkmal des Monats“ hinzu. Bürgermeister Arne Raue (parteilos) und Pfarrer Bernhard Gutsche bekamen am Nachmittag eine Plakette von der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ überreicht.

Eine besondere Ehre, denn unter den 31 Mitgliedsstädten im Land Brandenburg gibt es einen regelrechten Wettbewerb darum, welche zwölf Objekte in den Architekturkalender des folgenden Jahres aufgenommen werden.

Da das Thema Reformation in diesem Jahr besonders im Fokus Stand, lag es nahe, dass man „mit dem zwölften Denkmal des Monats wieder ein Stück weit an den Ursprung zurückkehrt“, begründete der Vorsitzende Michael Knape die Entscheidung der Altstädte-Gemeinschaft.

Schwippbogen-Erlös geht an die Kastanienschule

Nicht über eine Plakette, dafür aber über eine kleine Finanzspritze dürfen sich auch die Jüterboger Kastanienschüler freuen. Bei der jährlichen Schwippbogenversteigerung trieb Erik Stohn das Mindestgebot von 50 Euro hoch bis auf stolze 220 Euro.

Das gespendete Unikat zeigt dieses Mal die drei Stadttore von Jüterbog und wurde wie immer im Vorfeld von der Firma Werbegrad angefertigt.

Von Isabelle Richter

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