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Weihnachtsfreuden für arme Kinder

Dobbrikow Weihnachtsfreuden für arme Kinder

Petra Schladitz unterstützt seit Jahren die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und bietet ihr Haus in Dobbrikow im Oktober und November als Sammel- und Annahmestelle an. Sie hofft auch in diesem Jahr auf viele Geschenkpäckchen und gibt ein paar Tipps, wie sie am besten zu füllen sind.

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Petra Schladitz sammelt Weihnachtspäckchen für bedürftige Kinder vor allem in Osteuropa.

Quelle: Margrit Hahn

Dobbrikow. Petra Schladitz hofft, dass in den kommenden zehn Tagen viele Päckchen bei ihr abgegeben werden. Denn die gebürtige Berlinerin, die seit 2004 in Dobbrikow wohnt, unterstützt die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

Sie wurde vor einigen Jahren darauf aufmerksam, als sie nach einem Geschenk für ihren Neffen suchte. „Das hat mich so angesprochen, dass ich mir überlegt habe, Kindern in Not eine Freunde zu machen“, sagt die 49-jährige. Im ersten Jahr verschickte sie zwei Päckchen – eins für ein Mädchen, das andere für einen Jungen. Sie war von der Sache so begeistert, dass sie sich entschied, nicht nur selbst Päckchen zu packen, sondern auch für die Aktion zu werben und von anderen Pakete einzusammeln. Seitdem wird ihr Haus in Dobbrikow alljährlich zur Annahmestelle.

Am 15. November ist Annahmeschluss

In diesem Jahr sind bisher 35 zusammengekommen. Doch die 49-Jährige ist zuversichtlich, dass in den nächsten Tagen noch etliche gebracht werden – denn am 15. November ist Abgabeschluss.

Danach beginnt für die Tierheilpraktikerin die eigentliche Arbeit. Sie muss alle gefüllten Schuhkartons noch einmal kontrollieren. „Es geht dabei vor allem um zollrechtliche Bestimmungen“, erklärt Petra Schladitz. Allerdings hat sie vor einigen Jahren auch erlebt, dass getragene, schmutzige oder zerrissene Kleidung abgegeben wurde. Auch abgewetzte Buntstifte ohne Mine waren dabei.„Da habe ich fast eine Krise bekommen“, fügt sie hinzu. Zum Glück hat sich das in den vergangenen Jahr gebessert. Die meisten Unterstützer geben sich große Mühe, packen alles weihnachtlich ein, schreiben Grüße oder legen ein Foto mit rein. Ihrer Ansicht nach sollte nur das verschenkt werden, worüber man sich auch selbst beziehungsweise die eigenen Kinder freuen würde.

Stofftiere, Straßenkreise, Fußbälle, Springseile

Petra Schladitz hält inzwischen das ganze Jahr über nach Geschenken Ausschau. Jedes niedliche Plüschtier, das sie auftreiben kann, kommt der Aktion zu gute. Im Laufe der Jahre weiß sie genau, was bei den Kinder gut ankommt. Neben Plüschtieren – nur Neuware – finden Straßenmalkreide, Springseile oder Fußbälle bei den Kindern großen Anklang.

Petra Schladitz weist darauf hin, dass jeweils vermerkt werden sollte, ob das Päckchen für ein Mädchen oder Jungen bestimmt ist, zudem sollte die Altersklasse eingegrenzt werden – zwei bis vier, fünf bis neun oder zehn bis 14 Jahre. Deckel und Boden eines jeden Schuhkartons sind separat mit Geschenkpapier zu bekleben. Jedem Päckchen sollten acht Euro für Versandkosten beigelegt werden. Die Pakete werden vor Ort vorwiegend in Osteuropa in den Kirchengemeinden an bedürftige Kinder verteilt.

Hintergrund

Seit 1996 packen jedes Jahr Hunderttausende bei „Weihnachten im Schuhkarton“ mit. Es ist eine Aktion des christlichen Werks „ Geschenke der Hoffnung“, die sich besonders in Kirchen und Gemeinden etabliert hat.

Die Schuhkartons werden unter anderem Bulgarien, Rumänien, Weißrussland, der Republik Moldau, der Slowakei, der Ukraine und in Polen verteilt.

Im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 11,2 Millionen Kinder in etwa 100 Ländern erreicht.

Aus Erfahrung wird ein Mix aus Kleidung, Hygieneartikeln, Spielzeug, Süßigkeiten und Schulsachen empfohlen.

Abgabestellen:

Petra Schladitz in Dobbrikow, Nettgendorfer Straße 1, (Tel.  03 37 32/5 09 87 oder Tel.  01 62/2 05 31 50);
Beate Bartel in Luckenwalde , Brandenburger Straße 25 (Tel.  01 76/97 91 46 39);
Karin Prietz, Adler-Apotheke in Dahme, Hauptstraße 62, (03 54 31/3 01).

„Wenn wir uns die Videos anschauen, wie sehr sich die Kinder über die Päckchen freuen, ist es immer sehr emotional. Ich habe schon oft überlegt, einmal mitzufahren, um die Päckchen auszuteilen, aber bisher konnte ich mich nicht dazu überwinden“, sagt die Wahl-Dobbrikowerin.

Info:
www.geschenke-der-hoffnung.org

Von Margrit Hahn

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