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Teltow-Fläming Weihnachtsstern sorgt für Ärger
Lokales Teltow-Fläming Weihnachtsstern sorgt für Ärger
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00:25 23.03.2018
René Uhlig wollte nur ein bisschen Licht für seine Straße machen. Auf Anweisung der Gemeinde musste er den Stern entfernen. Quelle: Foto: Zielke
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Rangsdorf

René Uhlig wollte nur etwas Licht ins Dunkel bringen. Deswegen montierte er im Oktober einen Herrnhuter Stern an der Laterne vor seinem Haus in der Machnower Seestraße. Diese leuchtet seit Sommer 2016 nicht mehr, als Bürgermeister Klaus Rocher (FDP) aus Sicherheitsgründen dem gesamten Ort Dunkelheit verordnete.

„Ich wollte etwas Licht machen, damit die Kinder sicher zur Schule kommen“, sagt René Uhlig. Vor kurzem bekam er Post von der Gemeinde. In dem vom Bürgermeister signierten Schreiben wird er aufgefordert, den Stern samt der Kabel unverzüglich zu entfernen. Falls nicht, baut die Gemeinde den Stern ab und stellt die Arbeit in Rechnung. Gleichzeitig kündigt die Gemeinde an, mögliche Kosten für die Beschädigung der Lampe geltend zu machen und sich ein Bußgeldverfahren wegen unerlaubter Nutzung der Straße vorzubehalten.

Erschrocken über den Ton des Schreibens aus dem Rathaus

„Ich war erschrocken über den Ton in dem Schreiben“, sagt René Uhlig, „das hätte man auch freundlicher ausdrücken können.“ Ein kurzer Anruf oder ein knappes Wort über den Gartenzaun hätten genügt.

Weil er keinen Ärger haben möchte, hat er den Stern abgebaut. Viele seiner Nachbarn verstehen nicht, warum die Gemeinde in derart harschem Ton formuliert. Bürgermeister Klaus Rocher verteidigt das Schreiben, bei dem es sich um einen Standardtext handle: „Es ist nicht das erste Mal, dass Leute an unsere Laternen rangehen.“ Die Laternen seien Eigentum der Gemeinde, dort dürfe nicht jeder etwas anbringen oder aufhängen. „Wir können als Gemeinde ja auch nicht auf das Grundstück der Leute gehen“, sagt Rocher.

Keine Reparatur der Laternen in Sicht

Hoffnung, dass die Laternen rund um Bergstraße und Akazienweg bald wieder ans Netz gehen, machte der Bürgermeister nicht. Aufgrund des bisher nicht von der Kommunalaufsicht genehmigten Haushaltes könne er keine neuen Aufträge auslösen, da dafür kein Geld vorhanden ist. Im Akazienweg gebe es defekte Leitungen, die repariert werden müssen. Für das Gebiet hatte die Gemeinde vergangenes Jahr einen Stromkasten versetzt. Die Elektriker des Bauhofs können diesen nicht in Betrieb nehmen, da sie zurzeit keine Teile kaufen können.

René Uhlig hat den Weihnachtsstern eingemottet. In der Adventszeit soll er wieder leuchten – da allerdings in seinem Garten und nicht davor.

Von Christian Zielke

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