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Weitere Streiks bei Klenk möglich

Arbeitskampf in Baruth Weitere Streiks bei Klenk möglich

Bei der Klenk Holz AG in Baruth wird seit Freitagmorgen wieder gearbeitet. Zum Beginn der Frühschicht lief die Produktion in dem Sägewerk an. Am Mittwochmorgen um 5 Uhr waren die Sägewerker in einen 48-stündigen Streik getreten. Doch weitere Streiks schließt die IG Metall nicht aus.

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Quelle: Staindl

Baruth. Bei der Klenk Holz AG in Baruth haben die etwa 320 Beschäftigten am Freitagmorgen wieder ihre Arbeit aufgenommen. Zum Beginn der Frühschicht um 6 Uhr lief die Produktion in dem Sägewerk wieder an. Am Mittwochmorgen um 5 Uhr waren die Sägewerker in einen 48-stündigen Streik getreten. Sie fordern die Wiederaufnahme der Tarifverhandlungen bei Klenk, die Einführung eines Entgelttarifvertrags und den Abschluss des Manteltarifvertrags.

„Die Beschäftigten bei Klenk in Baruth verdienen drei bis vier Euro weniger in der Stunde als ihre Kollegen in der Konzernzentrale in Oberrot. Es gibt weder Weihnachtsgeld, noch Urlaubsgeld und es wird länger gearbeitet“, teilte Olivier Höbel, IG Metall-Bezirksleiter Berlin-Brandenburg-Sachsen, mit. Am Donnerstagnachmittag hatten sich die Streikenden zu einer Kundgebung versammelt, um ihre Forderungen deutlich zu machen.

„Aus unserer Sicht war der Streik sehr erfolgreich – alles hat gut geklappt“, sagte Tobias Kunzmann, erster Bevollmächtigter der IG Metall-Geschäftsstelle in Ludwigsfelde, am Freitag kurz nach Beendigung des Streiks. „Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist gut.“ Nun müsse sich die andere Seite bewegen. Damit ist der Vorstand der Klenk Holz AG in Oberrot in Baden-Württemberg gemeint.

Der äußerte sich zum Streikende noch nicht, hatte aber zu Streikbeginn in einer Pressemitteilung mitgeteilt, dass er kein Verständnis für die erneuten Streikmaßnahmen der IG Metall habe. Auch in den vergangenen Jahren seien die Löhne bei Klenk deutlich stärker erhöht worden als im Flächentarif. Im Ergebnis zahle Klenk heute bereits über Niveau des Tarifvertrages Brandenburg. Daher habe der Vorstand keinerlei Verständnis für die Forderung nach Erhöhung der Löhne in Brandenburg auf Baden-Württemberger Niveau, nachdem die IG Metall in den eigenen Tarifabschlüssen keinerlei Angleichung vorgenommen hat.

Wenn der Klenk-Vorstand in Oberrot dabei bleibt und keine Bewegung in die Verhandlungen kommt, will die IG Metall in der kommenden Woche erneut in den Arbeitskampf ziehen. „Dann machen wir weiter“, sagte Tobias Kunzmann entschlossen. Was genau die Klenk-Mitarbeiter in Ba-ruth vorhaben, wollte Kunzmann nicht sagen. Weitere Arbeitsniederlegungen sind bei Klenk nach der Urabstimmung, bei der 89 Prozent der IG Metall-Mitglieder für einen Streik gestimmt hatten, möglich.

Von Thomas Seifert

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