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Weitere zwölf Windräder

Neuer Windpark im Dahmer Land Weitere zwölf Windräder

Die Dahmer Stadtverordneten haben grünes Licht für einen Bebauungsplan gegeben, der Grundlage für den Bau von zwölf Windkraftanlagen südlich von Niebendorf-Heinsdorf werden soll. An dem weiteren Zuwachs von Windrädern gab es aber viel Kritik.

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So wie hier bei Wahlsdorf sollen Windkraftanlagen auch bei Niebendorf-Heinsdorf im Wald errichtet werden

Quelle: Andreas Staindl

Dahme. Im Dahmer Land drehen sich schon zahlreiche Windräder - und es werden mehr. Für den Windpark Niebendorf-Heinsdorf haben die Stadtverordneten am Donnerstagabend die Erarbeitung eines Bebauungsplans (B-Plan) mehrheitlich gebilligt. Zwölf Windkraftanlagen (WKA) sollen südlich der Ortslagen Niebendorf und Heinsdorf errichtet werden – acht davon auf Ackerflächen, vier im Wald.

Manfred Schmiedchen (Wählergruppe Dahmer Umland) hätte Letztere zumindest an die Waldkante gesetzt, um „unnötige Abholzungen zu vermeiden“. Das sei jedoch nicht möglich, sagte Planer Rainer Dubiel, unter anderem weil Gemeindegrenze und Abstandsregelungen zu beachten seien. Die geplanten Anlagen sollen mindestens 1000 Meter Abstand zu Niebendorf und 1200 Meter Abstand zu Heinsdorf haben.

Hans-Georg Nerlich (Wählergruppe Landleben) sprach sich für die 10H-Regelung aus (Abstand ist die zehnfache Höhe der Anlagen). Bauamtsleiterin Christina Denkel sieht keine Chancen, denn dafür „fehlt die gesetzliche Grundlage“. Die Windkraftanlagen im Windpark Niebendorf-Heinsdorf sollen etwa 180 Meter hoch werden, so Rainer Dubiel. Die vier Anlagen im Wald erhalten wegen erhöhter Brandgefahr eine automatische Löscheinrichtung. Zudem müsse ein Löschwasservorrat in dem Bereich angelegt werden.

Susanne Boy (WLL) ärgert die Anzahl der Windräder: „Es sind mehr, als ursprünglich angekündigt. Ich fühle mich als Mitglied des Ortsbeirats in Niebendorf-Heinsdorf hintergangen, weil wir nicht an der konkreten Planung beteiligt waren.“ Sie verweist zudem darauf, dass die jetzt vorgesehen zwölf Anlagen nur ein kleiner Teil eines großen Windparks mit 72 WKA sind.

Eines der geplanten Windräder soll dicht an der B102 bei Hohenseefeld errichtet werden. Jörg-Martin Bächmann (Linke) sieht darin eine Gefahr für Fahrzeugführer durch Eiswurf von den drehenden Flügeln. Ob seine Befürchtung berechtigt ist, werde sich in der folgenden Beteiligung der Träger öffentlicher Belange zeigen, sagte Rainer Dubiel.

Der Vorentwurf des Bebauungsplans wird jetzt öffentlich ausgelegt. Anschließend werden Anregungen und Bedenken abgewogen. Laut Dubiel hat der Investor für die acht Anlagen auf Ackerflächen Anträge auf Genehmigung gestellt. Die Anträge für die Windräder im Wald würden vorbereitet.

Von Andreas Staindl

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