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Teltow-Fläming Weltrekorde im Steinstoßen erwartet
Lokales Teltow-Fläming Weltrekorde im Steinstoßen erwartet
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05:52 07.07.2016
Jüterboger Steinstoß-EM-Team (v.l.): Leichtathletiktrainer Ernst Troelenberg, Kampfrichterin Marion Harzmann, Auswerter Stefan Zenner und Organisator Jean-Marc Rheder. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Im Gegensatz zum archaischen Turniernamen „Steinstoßen“ klingen die einzelnen Disziplinen dieser Sportart geradezu futuristisch. Diskurama, Speerorama oder Shotorama heißen drei der insgesamt 18 Wettbewerbe, die von Freitag bis zum Sonntag bei der Europameisterschaft in Jüterbog ausgetragen werden. Bereits zum fünften Mal seit 2006 hat Ernst Troelenberg, Trainer des Leistungsstützpunktes Leichtathletik, das Turnier in die Stadt geholt. „Wir erwarten 187 Teilnehmer aus zehn europäischen Ländern“, verkündete Troelenberg am Mittwoch im Fürstenzimmer des Jüterboger Rathauses.

Sportler aus ganz Europa in Jüterbog

„Die meisten Teilnehmer stammen aus dem Berliner Raum und dem Süden Deutschlands, aber es kommen auch sehr viele Ungarn und Polen zur EM“, sagt Troelenberg. Außerdem sind Franzosen, Litauer, Österreicher und Engländer sowie jeweils ein Rumäne und ein Holländer zu Gast. Nur aus dem „Heimatland“ des Sports, der Schweiz, hat sich niemand gemeldet. Aus Jüterbog kommt sogar ein Favorit. Sven Kreuzenbeck, früher Weitspringer, wirft heute den anderthalb Kilogramm schweren Schleuderball bis zu 60 Meter weit.

„Es könnte auch ein Weltrekord fallen“, spekuliert Jean-Marc Rheder vom Verein LSW Spezialsport, der die EM organisiert. Beim „Historischen Gewichtwerfen“ mit einer 25,4 Kilogramm schweren Eisenkugel, die ähnlich wie beim Hammerwurf an einem Griff geschleudert wird, erwartet Rheder eine Verbesserung der Spitzenleistung von derzeit 12,30 Metern. Bei der letzten EM in Jüterbog 2012 wurden elf Weltrekorde aufgestellt.

Highlight: „Ultragewichtwerfen“ mit 50-Kilo-Steinen

Zwischenzeitlich war das Turnier in Halberstadt zu Gast – doch dort misslang die Ausrichtung vollständig. Rheder freut sich daher, dass mit Ernst Troelenberg und der Unterstützung von Stadt und Landkreis wieder die Sportplätze am Rohrteich genutzt werden können, wo genügend Raum für viele Wettbewerbe gleichzeitig ist. Etwa 40 Mitglieder des Jüterboger Leichtathletikclubs helfen bei der Durchführung.

Ein besonderes Highlight beim Steinstoßen ist das „Ultragewichtwerfen“. Dabei werden nicht die nur „Stein“ genannten Metallquader wie bei den meisten Disziplinen eingesetzt, sondern echte, unförmige Steine, die entweder 25 oder 50 Kilogramm schwer sind. Am Sonnabend werfen die Frauen ab 11 Uhr die „leichte“ Variante, ab 14.30 Uhr die Herren das doppelte Gewicht.

„Wenn mein Sohn ,Wickie und die starken Männer’ schaut, denke ich immer ans Steinstoßen“, sagte Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) bei der Vorstellung des EM-Programms im Rathaus und fragte ganz ungeniert, wie ernst die Teilnehmer ihren Sport nehmen. Das nimmt Ernst Troelenberg gelassen: „Der Ehrgeiz ist groß, es wird auf den Zentimeter genau gemessen. Aber wir sind eine große Familie, die sich bereits seit vielen Jahren kennt.“ Zuschauer können dem Turnier auf dem Sportplatz am Rohrteich nicht nur an allen drei Turniertagen ab 9 Uhr kostenlos folgen – auch das Ausprobieren soll möglich sein.

Von Peter Degener

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