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Weltreligionen in einem Konzert in Jüterbog

Islam, Judentum, Christentum Weltreligionen in einem Konzert in Jüterbog

Bei einem interreligiösen Konzert musizieren am Sonntag 150 Christen, Juden und Muslime in der Jüterboger Nikolaikirche. Für Kreiskantor Peter-Michael Seifried ist es das erste derartige Konzert in ganz Brandenburg. Neben christlichen Kantoreien und muslimischen Trommlern tritt eine Sängerin aus Israel auf.

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Kreiskantor Peter-Michael Seifried will die musikalischen Gemeinsamkeiten der Religionen in einem Konzert bündeln.

Quelle: Peter Degener

Jüterbog. Ein seltenes Konzert mit 150 Beteiligten findet am Sonntag in der Nikolaikirche Jüterbog statt. Für den Kreiskantor Peter-Michael Seifried ist es gar „das erste Konzert dieser Art in Brandenburg“. Denn die Mitwirkenden gehören drei verschiedenen Religionen an, die alle einen gemeinsamen Ursprung haben. So soll das Konzert mit dem Titel „Aus einer Quelle“ die religiösen Musiktraditionen von Christen, Juden und Muslimen vereinen.

Gemeinsamkeit dreier Weltreligionen

Seifrieds Gedanke: „In unserer Kirche ist genauso ihr Erbe wie unser Erbe. Wir sind allesamt orientalische Religionen, wir erzählen zum Teil die gleichen Geschichten“, sagt er. Mit den Muslimen gibt es vor allem eine Verbindung über die Jungfrau Maria. „Über sie steht im Koran mehr als in der Bibel“, sagt Seifried. In Moscheen wird allerdings nicht viel musiziert, außer zu hohen Feiertagen. „Am Geburtstag des Propheten im Dezember war ich in der Omar-Moschee in Berlin-Kreuzberg. Dort wurde getrommelt und ich wurde in eine unglaubliche Stimmung integriert“, berichtet Seifried.

Die Gruppe trommelnder Muslime wird am Sonntag direkt vor dem Altar postiert. An fünf weiteren Orten im großen Kirchenschiff treten Kantoreien aus Jüterbog, Beelitz und Berlin auf. Hinzu kommen Ensembles, Instrumentalisten und mehr als 40 Flüchtlingskinder, die in der Region leben.

Jüdische Sängerin, muslimische Trommler

Auch die Synagoge in der Berliner Kantstraße hat Seifried besucht und dort Aviv Weinberg kennen gelernt. Die israelische Sängerin vertritt bei dem Konzert das Judentum. In dieser Religion ist der Einzelgesang des Kantors entscheidend, im Christentum singt die Gemeinde. „Was beide verbindet, sind die Psalme, das jüdische Gesangbuch“ erklärt der Kantor. Vom Publikum erhofft er sich, dass es in den fremden Religionen über die Musik die Gemeinsamkeiten entdeckt. „Schlimmstenfalls sehen die Menschen nur die Unterschiede“, sagt Seifried. pede

Konzerttermin: „Aus einer Quelle“, Sonntag um 17 Uhr in der Nikolaikirche Jüterbog. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.

Von Peter Degener

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