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Teltow-Fläming Wende im Schleusenstreit
Lokales Teltow-Fläming Wende im Schleusenstreit
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07:50 17.11.2016
Soll künftig wieder bis 22 Uhr arbeiten: die Schleuse Neue Mühle. Quelle: Gerlinde Irmscher.
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Neue Mühle

Im Streit um die Schleusenzeiten in Neue Mühle hat es eine überraschende Wende gegeben. Zwei Jahre nach der umstrittenen Kürzung der Schleusenzeiten sollen Wassersportler und -touristen die Schleuse im kommenden Jahr doch wieder bis 22 Uhr passieren können. In der Region reagierte man am Mittwoch überschwänglich auf die Nachricht. „Wir freuen uns riesig“, sagte etwa der Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge (SPD).

Im Frühjahr 2015 hatte das Bundesverkehrsministerium für Entsetzen gesorgt. Die Behörde hatte damals bekannt gegeben, dass die Schleusenzeiten in Neue Mühle dauerhaft zusammengestrichen werden. Statt bis 22 Uhr wurden die Freizeitkapitäne plötzlich nur noch bis 19 Uhr, in der Woche sogar nur bis 18 Uhr geschleust. Als Grund wurde Personalmangel angegeben.

Neue Personalstellen für Wasser- und Schifffahrtsamt

In der Region gab es einen Aufschrei. Die Schleuse gilt als Einfahrtstor zu den Dahme-Seen und dem Spreewald. Touristiker fürchteten Einbußen durch ausbleibende Wassertouristen. Kommunalpolitiker liefen Sturm gegen die Entscheidung. Die Kreisverwaltung sprach mehrfach beim Ministerium und beim Wasser- und Schifffahrtsamt vor, mehrere Bundestagsabgeordnete setzten sich in der Sache ein. Aber der Bund blieb hart.

Jetzt aber hat der Haushaltsausschuss des Bundestages zwei zusätzliche Personalstellen für das Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin und damit für Neue Mühle bereitgestellt. „Die Stellen müssen nur noch ausgeschrieben und mit den passenden Leuten besetzt werden. Wir können nur hoffen, dass das wirklich klappt“, sagt Stephan Loge.

Spitzentreffen in Königs Wusterhausen

Den Sinneswandel herbeigeführt hat der Königs Wusterhausener SPD-Stadtverordnete Tobias Schröter. Der hatte den haushaltspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Stefan Zierke, nach Königs Wusterhausen eingeladen und ihn mit Tourismus-Vertretern und Vertretern des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes an einen Tisch gebracht. An dem Treffen nahmen auch Stephan Loge und Königs Wusterhausens Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) teil. In diesem Gespräch wurde der Durchbruch erzielt.

„Jetzt öffnet sich das Dahme-Seen-Gebiet wieder, wir können sogar das gesamte Gebiet um den Scharmützelsee damit unterstützen“, freute sich Loge, der den Glauben an eine solche Wendung fast schon aufgegeben hatte.

Große Erleichterung im Dahmeland

Bürgermeister Lutz Franzke dankte Schröter für seine Initiative. „Ich bin sehr froh über das Ergebnis des Treffens, und auch stolz, dass wir so engagierte junge Kommunalpolitiker haben.“

Auch beim Tourismusverband Dahme-Seen, wo man sich zwei Sommer lang den Ärger der Gastronomen und Touristiker anhören musste, ist die Freude groß. „Ich kann es noch gar nicht glauben. Über die vergangenen zwei Jahre waren die Schleusenzeiten für uns das Thema überhaupt, und wir waren alle schon ziemlich frustriert“, sagt die für Infrastruktur zuständige Mitarbeiterin Dana Klaus. „Dass die Ausweitung trotz aller negativen Rückmeldungen jetzt doch noch klappen soll, finden wir supersuper toll. Wir können das nur begrüßen.“

Von Oliver Fischer

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